5 Tipps für Online-Presseaussendungen

5 Tipps für Online-Presseaussendungen

Aufmerksamkeit direkt bei der richtigen Zielgruppe ohne den Umweg über journalistische Medien – das sollte eine gut gemachte Online-Presseaussendung erreichen können. Denn Online-Presseaussendungen sind nicht einfach nur „normale“ Pressemitteilungen, die man ins Internet stellt. Sie sind nicht primär  nur für Journalisten vorgesehen, sondern sollen darüber hinaus durch die Verbreitung auf Presseportalen und anderen Plattformen, via Social Media oder über die eigene Unternehmenswebsite direkt von Interessenten gefunden werden können.

Ich hab fünf Tipps zusammengestellt, die dir bei der Erstellung und Verbreitung von Online-Presseaussendungen helfen können.

 

Tipp 1: Wähle die richtigen Kanäle

Im Internet finden sich zahlreiche Medien, Plattformen, Themenportale, Branchen- und Experten-Netzwerke, Blogs usw., auf denen man seine Online Presseaussendung streuen kann. Auch Social Media Kanäle können unter Umständen dazuzählen, wobei nicht jedes Thema auf jede Social Media Plattform passt. Im deutschsprachigen Raum gibt es zudem zahlreiche Presseportale, auf die man seine Presseaussendung kostenpflichtig oder kostenlos stellen kann.

Für Österreich sind das APA OTS, Pressetext Austria und Pressefeuer.at im kostenpflichtigen Bereich, kostenfrei ist etwa Pressemeldungen.at. Manche Presseportale bieten zusätzlich Social Seeding an. Je mehr Portale man nutzt, desto größer ist klarerweise die Reichweite, wobei man auch sagen muss, dass Journalisten meist nur die bekanntesten Plattformen wie APA OTS nutzen. Natürlich sollte man sich vorab eine Content Strategie zurechtlegen, auf welchen Kanälen es Sinn macht, die Presseaussendung einzustellen. Denn nur wenn die Online-Presseaussendung auf geeigneten Kanälen ausgespielt wird, kann sie von der angepeilten Zielgruppe auch gefunden werden.

Nicht vergessen sollte man natürlich seinen eigenen Pressecorner auf der Unternehmenswebsite. Falls man einen Corporate Blog betreibt, könnte man den Inhalt der Presseaussendung auch dafür adaptieren. Aber Achtung: Du solltest auf keinen Fall copy & paste betreiben, weil Texte für Blogs ganz anders funktionieren (siehe auch mein Beitrag Wie man gute Blogtexte schreibt).

 

Tipp 2: Sei kreativ mit verschiedenen Inhalten

Das Besondere an Online-Presseaussendungen ist, das man bei der Themenauswahl freier agieren kann: Nicht nur typische Unternehmensnews und Produktkommunikation, sondern auch alles, was für meine Zielgruppen relevant ist und sie interessieren könnte, kann und darf hier geschrieben und veröffentlicht werden. Produkt- und Servicetipps oder auch nicht produktspezifische Tipps, saisonale Themen, Branchennews, Interviews, Fachliches und tiefergehende Informationen, aktuelle Studien, Eventeinladungen, Stellungnahmen und so weiter.

Wie bei jedem Text im Internet gilt jedoch auch hier, dass der Text einen Mehrwert für seine Leser bringt, sprich relevant, nützlich und unterhaltsam sein soll. Werbliche Formulierungen oder Selbstdarstellungen werden dagegen ganz schnell weggeklickt. Es macht daher durchaus Sinn sich vorab zu überlegen, nach welchen Inhalte meine Zielgruppen im Internet suchen und dann darauf ausgerichtete Online-Presseaussendungen zu verfassen.

 

Tipp 3: Beachte generelle Regeln für Online-Texte

Die Online-Presseaussendung richtet sich eben nicht nur an Journalisten, sondern auch an interessierte Teilöffentlichkeiten. Da sie nicht weiter redaktionell aufbereitet wird, sollte sie auch für „normale“ Internetnutzer gut lesbar sein. Dabei darf man nicht vergessen, dass online schneller gelesen wird, oftmals auch nur quergelesen wird. Die wichtigsten Informationen sollten sich daher auf einen Blick erfassen lassen. Vom Aufbau her empfiehlt sich eine Struktur aus Headline, Subheadline, Leadtext, Haupttext und Boilerplate. Der Haupttext sollte sich eher kurz fassen und auf maximal 3 bis 5 Abschnitte beschränken und jeweils eine Zwischenüberschrift tragen.

Hier gilt es gleich wie bei klassischen Presseaussendungen: Das Wichtigste zuerst. Zitate lockern auch hier den Text auf. Die Boilerplate enthält die wichtigsten Informationen zum Unternehmen, dabei dürfen Links zum Unternehmen nicht fehlen, ebenso ein Link zum Pressecorner oder Newsroom des Unternehmens für Journalisten. Am Ende sollte wie bei klassischen Presseaussendungen ein Rückfragehinweis enthalten sein. 

 

Tipp 4: Schreibe suchmaschinenoptimiert, vergiss aber nicht auf deine Leser

Mit einer Online-Pressemitteilung möchte man in der Regel auch im Internet gefunden werden, daher sollte der Text suchmaschinenoptimiert gestaltet sein. Das bedeutet, dass 1 bis 3 geeignete Keywords ausgewählt und an den richtigen Stellen im Text platziert werden. Bereits in der Headline sollte das wichtigste Keyword bzw. die wichtigste Keyword-Phrase enthalten sein. Und das am besten möglichst zu Beginn der Headline. Der Titel sollte maximal 63 Zeichen umfassen, damit er ein den Ergebnissen der Suchmaschinen vollständig aufscheint.

Auch im kurzen Leadtext (erster Absatz, maximal 2 bis 3 Sätze) sollten die wichtigsten Keywords vorkommen. Zwischenüberschriften und Bildtexte sollten ebenfalls die Keywords aufweisen. Die Online-Pressemitteilung sollte aber nicht wie ein automatisierter, lieblos von einem Bot geschriebener Text daherkommen, sondern auch für Menschen geschrieben und angenehm zu lesen sein. Der Trend beim Online-Texten geht schon länger weg vom sturen SEO-Schreiben hin zu einer besseren Balance zwischen Suchmaschinenoptimierung und leserfreundlichen Texten.

 

Tipp 5: Füge Bilder, Videos oder Infografiken hinzu

Es ist längst bekannt, dass visuelle Elemente in der Online-Kommunikation immer wichtiger werden. Sie erhöhen deutlich die Chance, dass Nutzer auf die Presseaussendung klicken. Außerdem machen sie Zusammenhänge besser verständlich. Vor allem Videos gelten als Medium der Zukunft und versprechen ein höheres Engagement als Bilder. Videos eignen sich besonders für erklärungsbedürftige Produkte oder Themen, aber auch für Interviews, Anleitungen oder Tipps.

Infografiken können komplexe Sachverhalte oder Studien mit wenig Text in einem Bild erklären. All diese bildlichen Kommunikationsmittel können zusätzlich auf geeigneten Social-Media-Kanälen gestreut werden, etwa Bilder auf Instagram, Infografiken auf Pinterest und Videos auf YouTube – um nur einige zu nennen. Bilder haben zusätzlich noch den Vorteil, dass sie bei der Google-Suche schneller ins Auge fallen als Texte. Aber auch Audiobeiträge erhöhen die Zahl der Zugriffe.

 

Fazit

Online-Presseaussendungen sind anders als klassische Pressemitteilungen nicht ausschließlich Arbeitsmaterial für Journalisten. Mediale Berichterstattung ist damit daher nicht fix, dafür aber die Aufmerksamkeit von Endkunden und Interessierten. Wichtig ist, den Text gut für das Internet aufzubereiten, visuelle oder auditive Elemente hinzuzufügen und über die passenden Kanäle zu streuen. 

 

Jetzt würde mich interessieren, welche (österreichischen) Presseportale ihr nutzt! Welche empfehlt ihr weiter?

 

5 Tipps für Online-Presseaussendungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lesetipp:

Whitepaper Veröffentlichen im Internet von PR-Gateway

 

 

Foto: Pexels.com

 

Ähnliche Beiträge

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on LinkedInPin on PinterestShare on TumblrShare on Google+Print this pageEmail this to someone


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.