Blog-Coaching für PR-Leute #6: Blogposts promoten

Blog-Coaching für PR-Leute #6: Blogposts promoten

Wir haben uns in meiner SERIE „Blog-Coaching für PR-Leute“ bereits damit auseinandergesetzt, wie man Ideen für Blogposts findet, sie plant, und sie suchmaschinenoptimiert schreibt. Wir haben damit hoffentlich hochwertigen Content erstellt und wollen ihn nun unter die Leute bringen und promoten, denn auch der beste Blogpost wird nicht gelesen, wenn niemand auf ihn aufmerksam wird. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Die Verbreitung über Social Media spielt eine wichtige Rolle, aber auch ein Newsletter zahlt sich fast immer aus. Wichtig ist es, sich vorab eine gute Verbreitungsstrategie zu überlegen.

 

Social Media Strategie

Zunächst gilt es sich zu überlegen, welche die richtigen Social Media Kanäle für deinen Content sind. Die Antwort ist im Prinzip auch ganz einfach: Die, auf denen auch deine Leser bzw. Wunschleser sich bewegen. Wo bist du schon in Kontakt mit ihnen, auf welchen Kanälen bekommst du Interaktion? Du solltest dir aber auch die Frage stellen, welcher Kanal besonders gut zu deinen Inhalten passt. Je nach Social Media Kanal musst du deinen Content, in dem du auf deine Blogartikel aufmerksam machst, unterschiedlich aufbereiten.

Bitte vermeide es, ein und dasselbe Posting automatisiert überall zu platzieren. Das wird nicht funktionieren, weil die Kanäle unterschiedliche Eigenschaften haben und ihr Publikum unterschiedlich tickt. Es empfiehlt sich auch, sich gut zu überlegen, wann du wo welchen Content teilst. Das heißt, du musst wissen, wann die meisten deiner Follower online sind, damit dein Beitrag ihnen auch ausgespielt wird. Dazu kannst du etwa die Statistik-Tools der einzelnen Kanäle studieren oder auch ausprobieren, welche Erfahrungen du mit welchen Zeiten machst. Ich finde es schwierig, allgemeine Empfehlungen für Posting-Zeiten zu geben. Behalte immer im Hinterkopf, dass die meisten Kanäle mit komplexen Algorithmen arbeiten, die entscheiden, ob dein Post deinen Followern ausgespielt wird oder nicht oder gar zwei Tage später, wie es auf Instagram häufig passiert.

Wichtig ist, sich eine Routine aufzubauen, dann bist du schneller beim Social Media Spreading. So kannst du etwa gebrandete Grafik-Vorlagen für Instagram, Pinterest und Facebook vorbereiten, die du dann einfach nur abändern musst und gleich posten kannst. Am besten du machst dir eine Liste, was du alles tun musst, wenn ein Blogartikel online ist. Damit kannst du effektiv Zeit sparen. Es kann auch helfen, wenn du deine Verteilstrategie in deinen Redaktionsplan einträgst und damit immer klar vor Augen hast, wann du was wo posten willst.

 

Facebook

Poste am Tag der Veröffentlichung einen kurzen Text, der das Thema anteasert und neugierig macht, mit einem Link zu deinem Bloppost. Alternativ kannst du auch ein Bild aus deinem Blogpost auf Facebook posten, vergiss aber nicht den Link. Nutze auch die Möglichkeit, auch später immer mal wieder, alte Blogposts auf Facebook zu bewerben. Sei kreativ und mache verschiedene Varianten daraus, etwa durch verschiedene Bilder oder mit einer Infografik. Facebook bietet auch die Möglichkeit, Posts zu planen. So könntest du etwa deine Posts für die nächsten 2-3 Wochen vorplanen und hast dann weniger Stress.

Eine weitere Möglichkeit ist es, Blogposts in thematisch passenden Gruppen zu bewerben – sofern dies nach den Gruppenregeln erlaubt ist. Vermeide aber unbedingt, denselben Beitrag gleichzeitig in mehreren Gruppen zu teilen. Freunde, die in den gleichen Gruppen wie du sind, bekommen alle Beiträge meist zeitgleich ausgespielt und werden sich bei dir bedanken – not! Durch das Teilen des Posts zu unterschiedlichen Zeiten kannst du verschiedene Leute erreichen, denn nicht alle sind zur selben Zeit online.

 

Instagram

Auch für Instagram gibt es verschiedene Strategien, wie du auf deine Blogposts aufmerksam machen kannst. Filtere etwa aus deinem Blogpost ein paar relevante Kernaussagen heraus und bastle Grafiken dazu, die auch zu deinem Branding passen. Diese Postings kannst du dann über mehrere Tage hinweg auf deinem Instagram-Kanal posten. In die Caption schreibst du noch etwas mehr dazu. Nütze auch die Instagram-Stories, um auf deinen Blogpost aufmerksam zu machen und verlinke direkt auf deinen Blogpost – das geht, wenn du mindestens 10.000 Follower hast.

Den Link zu deinem aktuellen Blogpost kannst du auch in deine Instagram Bio stellen. Den Link musst du allerdings immer wieder aktualisieren, weil Instagram derzeit nur einen klickbaren Link ermöglicht. Zum Glück gibt’s Tools wie Linktr.ee, in das du mehrere Links stellen kannst. Aber auch hier solltest du immer einen Link zu deinem aktuellen Blogpost einpflegen.

 

Twitter

Twitter ist ein sehr schnelllebiger Kanal, was den Vorteil hat, dass du einen Tweet zu deinem Blogpost auch mehrmals täglich und an mehreren Tagen posten kannst, ohne zu nerven. Am besten nutzt du dazu unterschiedliche Texte, mal einen Teaser, mal ein Zitat. Wenn dein Blogpost von anderen Usern getweetet wird, nutze das ebenfalls für dich und mach einen Retweet daraus. Vergiss nicht, dich zu bedanken – sharing is caring!

 

Pinterest

Auf Pinterest solltest du deinen Blogpost nur stellen, wenn der Inhalt „evergreen“ ist. Mit anderen Worten: Schreibst du über aktuelles Geschehen, macht es wenig Sinn diese Inhalte auf Pinterest zu übertragen. Auch hier kannst du mehrere Pins für deinen Blogpost basteln, erstelle aber zumindest einen Pin, den du in deinen Blogpost einbaust. Die anderen Pins kannst du direkt über Pinterest uploaden. Pinne diese Pins am besten etwas zeitversetzt in deine Pinnwände, die thematisch dazu passen, sowie in Gruppenboards, an denen du dich beteiligst.

Wie du generell auf Pinterest arbeitest, kannst du in meinem Beitrag Geheimtipps für den Erfolg auf Pinterest nachlesen.

 

XING und LinkedIn

Auf XING kannst du deine Blogposts automatisch via RSS-Feed posten. Wenn du ein Unternehmensprofil hast, kannst du sogar deine Blogposts unter „Neuigkeiten“ direkt auf XING veröffentlichen. Auch bei LinkedIn kannst du deine Artikel teilen oder selbst publizieren (LinkedIn Pulse) – das geht hier auch ohne Unternehmensprofil. Auch in Gruppen, bei denen du Mitglied bist, kannst du deine Blogposts promoten, wenn in den Gruppenregeln nicht davon abgeraten wird.

 

Google+

Wenn es dir gelungen ist, auf Google+ eine Community aufzubauen und du in einer Branche unterwegs bist, wo dieses Netzwerk genutzt wird, solltest du auch auf dort deine Beiträge teilen. Wenn nicht, dann kannst du auch darauf verzichten.

 

 

Newsletter

Neben der Verbreitung via Social Media spielt auch ein eigener Newsletter eine wichtige Rolle. Ein Newsletter hat gegenüber der Verbreitung von Blogposts über Social Media viele Vorteile. Zum einen wird ein Newsletter an alle Abonnenten ausgeliefert und ist nicht abhängig von komplizierten Algorithmen. Mit dem Newsletter hast du auch die Möglichkeit, weitere Dinge mitzuteilen, für die du am Blog keinen Platz gefunden hast. Im Newsletter kannst du direkter und persönlicher kommunizieren als über die Socials. Du kannst dir sicher sein, dass nur Personen den Newsletter abonniert haben, die deine Blogposts regelmäßig empfangen wollen und mit Post von dir rechnen. Obendrein wirst du damit auch den einen oder anderen erreichen, der nicht auf Social Media unterwegs ist.

Wie promotest du nun Blogposts über Newsletter? Hierbei gibt es mehrere Varianten, zum Beispiel:

  • automatisierter Newsletter bei jedem neuen Blogpost
  • wöchentlicher / monatlicher Newsletter mit allen neuen Beiträgen
  • wöchentlicher / monatlicher Newsletter mit den interessantesten Beiträgen

Welcher Rhythmus der beste für dich ist, hängt davon ab, wie oft du generell Blogposts erstellst und welcher Rhythmus am besten zu deinen Zielen passt. Empfohlen wird oft ein wöchentlicher Newsletter. Mein Newsletter ist übrigens monatlich und ich teile darin nur eine Auswahl an Blogposts. Hast du meinen Newsletter eigentlich schon abonniert? Melde dich doch an, das Anmeldeformular findest du in meiner Sidebar.

 

Verlinke dich selbst

Wenn du einen neuen Blogpost schreibst, versuche immer auch auf mindestens ein bis zwei ältere Blogartikel von dir zu verlinken. Damit profitierst du von deinem eigenen Link-Juice und verbesserst die Auffindbarkeit der älteren Artikel über Suchmaschinen. Solltest du Gastbeiträge schreiben, kannst du ebenfalls auf deine Blogartikel verlinken. Eine weitere Möglichkeit ist es, auf anderen Blogs Kommentare zu hinterlassen und auf deinen Blogpost hinzuweisen – aber Vorsicht, hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Bringt dein Artikel wirklich einen Mehrwert für die Leser des kommentierten Blogs? Wenn nicht, lass es lieber mit dem Link.

Wenn du mehr zum Thema Suchmaschinenoptimierung wissen willst, lies nochmal in meinem Beitrag Blog-Coaching für PR-Leute #3: Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Keywordrecherche nach.

 

Sharing is caring

Ich hoffe, du hast auf deinem Blog Sharing-Buttons integriert. Damit erleichterst du es deinen Lesern, deine Blogposts zu teilen. Mit einer Call-to-action kannst du am Ende des Beitrages auch darum bitten, dass deine Leser den Beitrag über ihre Social Media Kanäle oder über E-Mail teilen, wenn er ihnen gefällt. Hast du in deinem Beitrag andere Blogger verlinkt, mache sie darauf aufmerksam, mit etwas Glück werden sie deinen Blogpost ebenfalls teilen. 

 

Blogposts promoten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Serie: Blog-Coaching für PR-Leute

Mit meiner Blog-Serie „Blog-Coaching für PR-Leute“ will ich Blog-Basiswissen für PR-Leute vermitteln. Wie geht’s weiter? Im #7 Teil werden wir uns mit der Bloganalyse und den wichtigsten Kennzahlen beschäftigen.

 

Du hast die ersten Teile des Blog-Coachings für PR-Leute versäumt? Kein Problem, hier findest du:

#1: Warum wir uns jetzt mit Blogs auseinandersetzen sollten

#2: Wie man gute Blogtexte schreibt

#3: Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Keywordrecherche

#4: Themenfindung und Content-Formate

#5: Der Redaktionsplan

 

 

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