Blog-Coaching für PR-Leute #3: Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Keywordrecherche

Blog-Coaching für PR-Leute #3: Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Keywordrecherche

Heute wird es ausnahmsweise mal technisch: Im #3 Teil meiner SERIE „Blog-Coaching für PR-Leute“ geht es nämlich um Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Keywordrecherche. Nun, SEO für Blogs, wie geht das? Jedenfalls nicht, indem man sich lediglich ein Plugin wie SEO by Yoast auf WordPress installiert und dann entspannt zurücklehnt. Suchmaschinenoptimierung ist wirklich ein umfangreiches Thema, das man eigentlich nicht in einem einzigen Blogpost abhandeln kann. Das Thema ist natürlich auch nur interessant, wenn ihr öffentliche Blogs macht, etwa Corporate Blogs, Agenturblogs oder Fachblogs. Wer sich nur um interne (Mitarbeiter-)Blogs kümmert, darf getrost weiterklicken. 

 

Warum machen wir Suchmaschinenoptimierung?

Warum ist SEO (Search Engine Optimization) überhaupt wichtig für Blogs? Das Endziel ist mehr Traffic auf den Blog zu bekommen. Mit einer guten Suchmaschinenoptimierung kann es uns gelingen, möglichst weit vorne in den Google-Suchergebnissen gerankt zu sein, idealerweise auf Seite 1 oder 2. Je weiter vorne unser SERP (Search Engine Result Pages) ist, desto höher wird die Klickrate ausfallen.

Blogs haben SEO-technisch große Vorteile, auch mit ein Grund, weshalb wir PR-Leute uns mit Blogs auseinandersetzen sollten. Zum einen liefern Blogs normalerweise regelmäßig neue Inhalte, daher schaut auch der Google-Bot bzw. Crawler öfter vorbei und indexiert unsere Seiten schneller. Zum anderen beantworten gute Blog-Artikel konkrete Fragen, die Menschen sich so stellen (Stichwort: long-tail-keyword, dazu später mehr). Wer hier SEO-technisch sauber arbeitet, etwa durch aussagekräftige Titel und Beschreibungen im Stippet erstellt, kann hier punkten.

Bevor wir ins Thema SEO einsteigen, sollten wir uns bewusst machen, für wen wir überhaupt optimieren. Das ist zum einen für Suchmaschinen, und da Google einen Anteil von 95% am Suchmaschinenmarkt hat, optimieren wir für Google. Nur wenige von uns suchen über andere Suchmaschinen wie Yahoo, Bing oder Duckduckgo. Zum anderen, und dieser Punkt wird immer wichtiger, optimieren wir für die Menschen. Was hilft uns das beste Suchmaschinen-Ranking, wenn kein Mensch auf unsere Inhalte klickt. Daher ist schon mal die oberste Maxime: Produziere super guten Content, schaffe Mehrwert mit relevanten Inhalten, löse Probleme der Leute, nach denen sie in Suchmaschinen suchen. Schreibe möglichst lange, umfassende Artikel mit einer ganzheitlichen Betrachtung des Problems. Rein suchmaschinenoptimierte Texte, denen man auf den ersten Blick ansieht, dass sie nur für Google geschrieben wurden um damit in weiterer Folge durch Werbeschaltungen Geld einzunehmen, finde ich dagegen ganz furchtbar.

 

Wer ist Google und wenn ja, wieviele?

Die zweite Maxime lautet: lerne Google verstehen. Wenn du weißt, wie Google funktioniert, kannst du die Suchmaschinenoptimierung wesentlich besser steuern. Natürlich versteht keiner von uns Google wirklich umfassend, die Algorithmen ändern sich ständig. Aber zum Glück bietet Google selbst auch Hilfe: In den Richtlinien für Webmaster kann man sich mit den Allgemeinen Richtlinien und Qualitätsrichtlinien der Suchmaschine vertraut machen. Wer sich nicht an Richtlinien hält, kann übrigens im Einzelfall auch abgestraft werden, sprich nicht oder sehr schlecht in den Suchergebnissen auffindbar sein. Google ist im Laufe der Zeit übrigens immer besser geworden und so zeigt es auf den ersten Seiten qualitativ wertvolle Ergebnisse an, während wir früher oft bis Seite 10-20 und mehr geklickt haben, um brauchbare Ergebnisse zu bekommen.

Google bietet viele Tools, damit wir besser mit Google arbeiten können, und das sollten wir auch nutzen. Jeder Blog und jede Website sollte etwa mit der Google Search Console arbeiten. Mit der Search Console (früher Webmaster Tools) haben wir ein mächtiges Instrument an der Hand, unsere eigene Webpräsenz hinsichtlich Indexierung, Ladezeiten, Backlinks, Suchanfragen, Sicherheitsproblemen, Abstrafungen und vielem mehr zu überprüfen. Es lohnt sich wirklich, sich damit auseinanderzusetzen. Ein anderes mächtiges Tool, das vermutlich die meisten kennen, ist Google Analytics. Mit diesem Analysewerkzeug, das in der kostenlosen Basisversion bereits sehr umfangreich ist, lässt sich sehr viel über den Traffic auf der Website herauslesen. Das Google Analytics Yoast-Plugin bietet nur einen kleinen Ausschnitt über die erhobenen Analysedaten.

Wichtig zu wissen ist auch, dass das Suchergebnis individuell verschieden ist: Vermutlich ist euer eigener Blog in euren Google-Suchergebnissen recht gut gerankt, aber deswegen muss er nicht generell gut gerankt sein. Hier hilft zum Beispiel der Blick in eine andere Suchmaschine wie Duckduckgo, die keine Daten mitnimmt und daher unabhängig rankt. Bei Google hängt das Ergebnis vom Endgerät, vom Suchbegriff, von der Suchabsicht, vom aktuellen Standort, von der Sprache, Bon benutzerbezogenen Daten sowie den Google-Einstellungen ab. Wenn du wissen willst, was Google alles über dich weißt, dann besuche doch mal Google My Activity – aber schreck dich nicht. 😉

 

SEA – Suchmaschinenadvertising

Parallel zur Suchmaschinenoptimierung bietet Google auch an, Suchmaschinenadvertising (SEA) zu betreiben. Über Google AdWords kannst du Anzeigen schalten und wirst auf jeden Fall sehr gut gerankt. Ich hab mir sagen lassen, dass noch immer viele User den Unterschied zwischen einem organischen Suchergebnis (das, was Google ausspuckt) und einem bezahlten Suchmaschienenergebnis (eindeutig als „Anzeige“ markiert) kennen. Wer das nötige Kleingeld hat, könnte daher auch SEA versuchen, aber in diesem Artikel will ich auf diesen Bereich nicht weiter eingehen. Nur so viel: Es ist ein Irrglaube, dass die Schaltung von AdWords auch ein besseres Ranking bei der organischen Suche bringt. Wenn überhaupt, dann wirkt sich das werben indirekt aus, weil auch die Anzahl der Klicks als Google Rankingfaktor zählt.

Kommen wir zum eigentlichen Thema: Wie geht Suchmaschinenoptimierung für Blogs? Was sind die wichtigsten Maßnahmen? Bei Suchmaschinenoptimierung haben wir zwei sich ergänzende Möglichkeiten, an das Thema heranzugehen: Onpage-Maßnahmen sind alle Maßnahmen, mit denen ich selbst meinen Blog SEO-technisch optimieren kann und Offpage, das im wesentlichen aus Linkbuilding auf anderen Websites, Blogs und Social Media Plattformen besteht.

 

Offpage-Suchmaschinenoptimierung: Linkbuilding

Bei der Offpage-SEO geht es darum, möglichst viele Links zu bekommen, die auf meinen Blog oder meine Website verweisen. Man nennt das in der Fachsprache „Backlinks„. Diese Links sind deswegen so wichtige Rankingfaktoren, weil sie dem Crawler helfen, die entsprechenden Seiten zu finden und die Inhalte zu verstehen. Der sogenannte PageRank-Algorithmus bewertet die Linkpopularität einer Seite: Je mehr Links auf eine Seite verweisen, desto wichtiger wird die Seite bewertet. Google versteht jeden externen Link  als Empfehlung und bewertet diese Seite daher als relevant. Daher sollten wir uns um möglichst viele externe Links kümmern und das gelingt am besten mit qualitätsvollen Inhalten, auf die andere verlinken. Man muss aber auch wissen, dass Backlinks mittlerweile nur einer von vielen Rankingfaktoren ist und nicht mehr das Maß aller Dinge, wie in früheren Zeiten. Rankingfaktoren sind generell keine starren Faktoren mehr, denn Google kann bereits sehr gut die Relevanz von Websites evaluieren.

Was Google auf keinen Fall mag, ist ausgetrickst werden. Will heißen, wenn hinter dem Link eine bezahlte Kooperation in welcher Form auch immer steht, dann muss man das nicht nur aus rechtlichen Gründen ausweisen, sondern auch Google muss das wissen. Und Google teilt man das mit, indem man den Link als „no-follow„-Link markiert. Somit erkennt Google, dass keine Googlebots dieser Verlinkung folgen sollten, was ja wiederum den PageRank verbessern würde. Google legt großen Wert auf seine Qualitätsrichtlinien und wer als Blogger nicht abgestraft werden will und dann am Ende gar nicht mehr in den Suchergebnissen aufscheint, haltet sich besser daran. Eine genauere Erklärung zu diesem Thema findet ihr nicht „hier“ sondern in Bloggerlaws Blogpost Follow oder No Follow – das ist hier die Frage!

Warum hab ich im Satz oben nicht das Wörtchen „hier“ verlinkt? Das ist auch wichtig zu wissen: Links sollten immer mit einem sogenannten „Anchor Text“ inklusive einem relevanten Keyword unterlegt werden, und nicht einfach mit „hier“ oder „Link“ und dergleichen getextet werden, denn auch der Ankertext ist suchmaschinenrelevant.

 

Onpage-Suchmaschinenoptimierung

Onpage, also auf deinem Blog, gibt es mehrere Faktoren, die du beachten solltest.

Google bewertet:

 

Die Ladezeit

Das wisst ihr eh selbst: Wenn eine Seite zu langsam lädt, dann klicken wir zurück. Mit der immer stärker werdenden mobilen Nutzung wird auch eine schnelle Ladezeit immer wichtiger. Die Ladezeit überprüfen kann man mit Tools wie der bereits erwähnten Search Console oder mit anderen kostenlosen Tools wie Testmysite, wo man dann auch gleich hilfreiche Tipps zur Beseitigung möglicher Probleme bekommt. Eine Möglichkeit ist etwa, das Caching des Blogs zu verbessern und das geht etwa bei WordPress mit diversen Plugins. Ich selbst benutze WP Super Cache, was relativ leicht bedienbar und kostenlos ist. Andere, zum Teil kostenpflichtige Plugins bieten jedoch eine Vielzahl an genaueren Einstellungen.

Was im Zusammenhang mit der mobilen Nutzung auch noch wichtig ist, ist ein reagierendes Webdesign zu benutzen. Ein sogenanntes responsives Webdesign passt sich dem jeweiligen Device an. Das heißt, es ist mobile-friendly und somit kann die Website nicht nur am Desktop, sondern auch auf dem Smartphone oder Tablett gut gelesen werden. Wenn du also jetzt erst mit einem Blog startest, solltest du dir unbedingt ein responsive Theme, sprich Design, auswählen. Hast du schon einen Blog, kannst du etwa mit dem Responsive Check Center austesten, ob deine Website responsive ist. Mobile-friendly ist ebenfalls ein Ranking-Faktor.

Für die schnelle Ladezeit spielen auch Bildgrößen eine Rolle. Bilddateien sollten möglichst leicht sein, 100kb reichen vollkommen aus, 1 MB ist definitiv zu groß! Wenn du nicht Photoshop benutzt und dort mit der Funktion „für Web speichern“ deine Bilder komprimierst, kannst du das zum Beispiel auch kostenlos über die Website TinyPNG tun oder dir ein WordPres-Plugin wie Shortpixel installieren. Von der Größe her sollten Bilder eine Mindestgröße von 300×200 Pixel haben, aber auf keinen Fall größer als vom Theme verlangt sein.

 

Bilder

Apropos Bilder: Bildoptimierung ist immer nachrangig nach der Textoptimierung, sollte aber auch nicht vernachlässigt werden. Was kannst du also tun? Benenne zunächst die Bilddatei korrekt mit entsprechendem Keyword und vermeide vorgegebene Namen wie „Pic76899929“. Das wird die Suchmaschine zwar auch auswerfen, bringt dir aber themenbezogen nix. Die zweite Sache ist der sogenannte „Alt-Text„, wo beschrieben wird, was auf dem Bild zu sehen ist. Hier solltest du einen ganzen Satz eintragen mit maximal 20 Wörtern inklusive deinen Keywords. Dieser Text wird zwar nicht angezeigt, ist aber suchmaschinenrelevant und wird etwa bei barrierefreien Websites Blinden vorgelesen oder wird als Text angezeigt, wenn etwa das Bild aus technischen Gründen nicht geladen werden kann.

Versucht auch, möglichst einzigartige Bilder zu verwenden, denn sie werden höher gerankt. Sprich eigene Bilder wären am besten. Wenn ihr auf Stockfotos zurückgreift, so wie ich meistens, dann könnt ihr auch versuchen Collagen zu bauen, das ist auf jeden Fall besser als ein weiteres Stockfoto in einer Liste aus lauter gleichen Fotos. Hier hab auch ich Verbesserungsbedarf!

 

Keywords

Dass Keywords wichtig für die Suchmaschinenoptimierung sind, weiß fast jedes Kind. Allerdings sind Keywords nicht mehr der wichtigste Rankingfaktor. Auch Google hat sich über die Jahre weiterentwickelt und nimmt Anpassungen in seinen Ranking Algorithmen vor. Belohnt werden durch diverse Algorithmus-Anpassungen wie etwa dem Panda-Update Websites, die möglichst umfassend auf Themen eingehen. Google weiß das anhand des Verhaltens der User: wie lange verweilen sie auf einer Seite, wieviele Seiten innerhalb einer Website werden angeklickt etc. Daher optimiert man heutzutage nicht mehr nur auf einzelne Keywords.

Ein Keyword ist übrigens nicht ein einziges Wort, sondern besser eine Keyword-Phrase. Statt zum Beispiel „SEO“ nehme ich für diesen Blogpost „SEO Blogger PR“, Reihe also mehrere Wörter aneinander. Der Fachmann würde dazu auch Long Tail Keyword sagen, das im Gegensatz zu einem Short Tail Keyword (1 Wort) das Thema genauer eingrenzt und daher eine größere Trefferchance bietet, weil die Nische kleiner ist. Besser mit einem seltenen Keywords auf Seite 1 als mit einem häufig gebrauchten Keywords auf Seite 33!

 

Keywords richtig einsetzen

Das Keyword kommt auf jede Seite deines Blogs, die über Suchmaschinen gefunden werden soll. Und zwar idealerweise

  • in der URL / Permalink (möglichst weit vorne)
  • im Titel (möglichst weit vorne)
  • in der Meta-Description (siehe unten zum Thema „Snippet“)
  • im Fließtext
  • in den Überschriften (H1 am wichtigsten, dann H2, H3…)

Es gibt keine generelle Empfehlung zur Keywords-Dichte, sie schwankt zwischen 2 und 10%. Wobei das Letztere schon extrem viel ist. Es geht letztendlich darum, sein Keyword möglichst oft elegant unterzubringen, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Und bedenke immer: Du schreibst für deine Leser, nicht für die Suchmaschine. Einen rein auf Keywords optimierten Text liest keiner gerne, Leser werden wieder abspringen. Ich muss sagen, dass ich selbst noch mehr mit Keywords arbeiten könnte, ich finde das nämlich manchmal gar nicht so leicht.

Wenn du nicht nur einen Corporate Blog betreust, sondern einen eigenen Fachblog hast, solltest du dir auch deine gesamte Websitearchitektur hinsichtlich Keywords anschauen. Darauf gehe ich jetzt aber nicht weiter ein, denn das würde den Rahmen sprengen.

 

Keywords-Recherche

Bevor du einen Blogpost schreibst, solltest du eine gründliche Keywords-Recherche durchführen. Damit kannst du herausfinden, welche Themengebiete deine potentiellen Leser überhaupt interessieren könnten und schreibst entsprechend Artikel, die auch gesucht werden würden.

Für die Keywords-Recherche stehen uns mehrere Tools zur Verfügung. Das sind die bekanntesten:

Google Suggest ist die ganz normale Suchleiste in Google, die wir alle ständig benutzen. Wird ein Begriff eingegeben, schlägt Google automatisch Begriffserweiterungen vor. Hier kann man sich spielen und etwa auch ganze Fragen ausprobieren. Am unteren Ende der Suchseite findet man übrigens reale Suchanfragen, also was Leute konkret schon zu einem Begriff gesucht haben. Vor wenigen Tagen vermeldete Google übrigens, dass die Suggest-Funktion eingestellt wird – bei mir funktioniert es derzeit jedenfalls noch. 

Via Google Trends lassen sich Keywords untersuchen hinsichtlich Entwicklung, regionale Besonderheiten und Beliebtheit. Auch der Vergleich mehrerer Keywords ist möglich. Gerade bei aktuellen Themen bietet sich die Recherche über Google Trends an. So hab ich beispielsweise für meinen Blogpost Einhorn-Magie – Nicht nur ein Social Media Hype vorab auf Google Trends recherchiert und auch von den Rechercheergebnissen im Artikel berichtet. Das hat sich ausgezahlt, denn die Abfrage bei der Google Search Console ergibt, dass das einer meiner am häufigsten bei Google gefundenen Blogposts ist, weil soviele Leute nach Themen rund um Einhörnern gesucht haben.

Kommen wir zum Google Keywords Planer, der mit Google AdWords verknüpft ist: Ich weiß, dass viele dieses Tool empfehlen, aber leider kann man das nicht mehr uneingeschränkt machen. Der Keywords Planer steht nämlich seit kurzem nur noch zahlenden AdWords-Kunden in vollem Umfang zur Verfügung. Wer keine AdWords-Kampagne plant, kann das Tool nach Registrierung zwar trotzdem nutzen, aber in eingeschränktem Ausmaß, sprich es werden nur Näherungswerte bei der Zahl der Suchabfragen angegeben, aber keine exakten Zahlen.

Ein alternatives, lustiges Tool ist AnswerThePublic.com. Hier gibt man einen Suchbegriff ein und bekommt eine Reihe von Vorschlägen für Themen ausgespuckt, basierend auf Suchanfragen bei Google und Bing. Probiert es aus, das Tool macht Spaß und hilft beim Querdenken.

Eine Reihe weiterer Keywords-Tools zur Recherche von Suchbegriffen findet ihr bei t3n. Natürlich sollten wir nicht ganz betriebsblind werden und auch unsere Kollegen, Kunden und Mitmenschen fragen, welche Begriffe ihnen zu einem Thema einfallen.

 

Snippets

Einer der wichtigsten Einflussfaktoren für das Ranking ist das sogenannte Snippet („Code-Schnipsel“ bei WordPress). Snippets ist die Darstellung der Suchergebnisse, die bei einer Suchabfrage aufscheint (SERPs) und bestehen aus dem Titel, der URL und einer Description.

Am wichtigsten ist dabei der Titel, der nicht mehr als 50-60 Zeichen umfassen sollte. Der Titel ist rankingrelevant. Keine direkte Rolle für das Ranking spielt dagegen die Description (150-160 Zeichen), dennoch sollte man Wert auf eine gute Formulierung legen. Nur wenn der Text dort neugierig macht, werden User dem Link folgen. In der Description sollte das Keywords ebenfalls enthalten sein. Legt man keinen Code-Schnipsel fest, wird Google einen anderen Text verwenden und dabei nicht unbedingt den, den du gerne haben möchtest. Das kann zu schlechteren Klick-Raten und höheren Absprungraten (Bounces) führen, was sich wiederum negativ auf das Ranking auswirkt. Sich eine gute Description zu überlegen, zahlt sich daher auf jeden Fall aus.

Auffallender als normale Snippets sind sogenannte „Rich-Snippets„. Das sind Snippets, die zusätzlich noch ein Bild, Bewertungen, Termine etc. enthalten, und die extra angefertigt werden müssen, etwa über eigene Plugins. Sie eignen sich beispielsweise für Food-Blogs mit ihren Kochrezepten sehr gut.

 

SEO-Tools

Mit diversen Tools und Plugins lassen sich Websites ziemlich genau analysieren. Neben den bereits genannten Google-Tools wie Search Console, Trends, Analytics und Keywords-Planer und kostenpflichtigen Tools wie Sistrix oder OnPage.org, kann man im Web zahlreiche kostenlose Tools finden. Diese Tools decken zwar immer nur einen Teilbereich der SEO-Analyse ab, aber zusammengenommen kannst du auch ziemlich viel über deinen Blog herausfinden. Und jetzt kommts: Über alle anderen Websites und Blogs auch! Spionieren könnt ihr etwa mit diesen und vielen weiteren Tools, auf die ich jedoch nicht genauer eingehen werde:

 

Fazit:

Zum Thema SEO lässt sich noch viel viel mehr sagen, aber ich denke das sind mal die wichtigsten Informationen für bloggende PR-Leute. Die wichtigsten Punkte sind aus meiner Sicht: hochwertiger Blog-Content, zahlreiche Backlinks von anderen Websites, Keyword-Optimierung in Maßen und gut gestaltete Snippets. Natürlich könnt ihr ein Plugin wie Yoast SEO verwenden – auch ich tu das – aber haltet euch nicht sklavisch an das Ampelsystem darin. Ich selbst bemühe mich auf diesem Blog natürlich auch um SEO-Optimierung, gebe aber zu, dass ich es manchmal genauer nehme, manchmal weniger streng – je nachdem, ob es mir wichtig ist, dass der Blogpost über Google gefunden werden kann. Gerade am Anfang meiner Bloggerlaufbahn hab auch ich „Fehler“ gemacht und staunte nicht schlecht, was ich alles im Rahmen einer Weiterbildung zum Social Media und SEO Manager von Gerwin Gfrerer über SEO gelernt habe.

Wer sich noch intensiver mit dem Thema SEO beschäftigen will, dem kann ich übrigens The Moz Blog ans Herz legen.

 

Wie geht ihr mit der Suchmaschinenoptimierung um? Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt? Welche Tools verwendet ihr? 

 

SERIE: BLOG-COACHING FÜR PR-LEUTE

Mit meiner Blog-Serie „Blog-Coaching für PR-Leute“ will ich Blog-Basiswissen für PR-Leute vermitteln. Wie geht’s weiter? Im #4 Teil werden wir uns eingehender mit Themenfindung und Contentformaten befassen. 

Du hast die ersten Teile des Blog-Coachings für PR-Leute versäumt? Kein Problem, hier findest du:

#1: Warum wir uns jetzt mit Blogs auseinandersetzen sollten

#2: Wie man gute Blogtexte schreibt

 

Blog-Coaching für PR-Leute Teil 3 - Suchmaschinenoptimierung und Keywordrecherche

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2 thoughts on “Blog-Coaching für PR-Leute #3: Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Keywordrecherche”

  • super beitrag! ich glaube, ich muss mir deinen artikel in den favoriten abspeichern und die dinge nach und nach auch auf meinem blog anwenden… da gibts viel verbesserungspotential 🙂 danke auf jeden fall für die vielen und genauen infos!

    alles liebe, andrea
    (wienkonzert.com)

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