Vom Blog zum Business einmal anders und 7 Gründe, warum auch du einen Blog schreiben solltest

Vom Blog zum Business einmal anders und 7 Gründe, warum auch du einen Blog schreiben solltest

Blogger nennen solche Posts ja gerne „Life Update“, wenn sie etwas Neues aus ihrem Leben mitteilen möchten. Ich möchte euch heute auch etwas erzählen: Ich bin unter die Unternehmensgründer gegangen und biete seit kurzem als selbständige Beraterin klassische PR, digitale Kommunikation und Corporate Blogging an. Wie es dazu gekommen ist, was mein Blog damit zu tun hat und was ich genau mache, möchte ich heute gerne ein bisschen ausführen. Außerdem nenne ich 7 gute Gründe, warum auch du einen Blog schreiben solltest.

Wenn du Lust hast, meine Geschichte zu lesen, schnapp dir einen Kaffee, Tee oder am besten einen Matcha Latte und nimm dir ein paar Minuten Zeit, ich würde mich freuen!

 

Selbständig in der PR – mutig oder verrückt?

Nenn mich gerne verrückt oder auch mutig, denn braucht es in Wien wirklich noch eine weitere PR-Anbieterin? In einer Zeit, in der sich in der Kommunikations-Branche gerade sehr viel tut? Der PR-Markt ist auf der Angebotsseite eindeutig überfüllt. Agenturen straucheln, verlieren Etats, müssen mitunter sogar Konkurs anmelden – egal ob große Agentur oder kleines EPU. Es tut mir immer wieder sehr leid, liebe Kollegen mit ihren Unternehmen scheitern zu sehen. Auf der anderen Seite werden Social Media Etats aufgestockt und die Kommunikationsbranche fragmentiert sich zusehends. Nicht mehr nur einige wenige große und mittlere Agenturen teilen sich den ganzen Kuchen, der Horizont spricht auch von einer Verschiebung am PR-Markt. Die vielen neuen Anforderungen an Öffentlichkeitsarbeit, die mit der Digitalisierung und dem Medienwandel einhergehen, erfordern spezialisierte Kommunikationsdienstleister mit spezifischen Schwerpunkten.

Vielleicht ist der Zeitpunkt also doch gar nicht so schlecht? Als PR-Beraterin decke ich nämlich nicht nur klassische PR ab, sondern auch digitale Kommunikation, Online PR, Social Media Relations und Content Marketing mit einem besonderen Schwerpunkt auf Corporate Blogs – ein Muss, bin ich doch selbst leidenschaftliche Bloggerin.

Ich weiß, dass viele Unternehmen gerne mit großen Agenturen arbeiten, weil diese vermeintlich mehr anbieten, als kleine Einzelunternehmen. Das mag schon sein, aber mal ehrlich: In Agenturen sitzen auch solche Leute wie ich und vielleicht auch du. Und ob ich jetzt in einer großen Agentur arbeite, oder meine eigene Chefin bin, hat letztendlich sogar einen Vorteil: Ich kann wirklich selbst mit meiner Arbeitsleistung von der Strategie bis zum Clippingreport für Qualität garantieren, weil ich es selbst erarbeite, während man in einer großen Agentur die wichtigen Köpfe meist nur beim Pitch und bei Abstimmungsmeetings sieht und die eigentliche Arbeit oft „nur“ die kleinen Assistenten machen, ohne das jetzt abwertend zu meinen!

 

Vom Blog zum Business – mein Weg

Als ich Anfang des Jahres diesen PR-Blog gestartet habe, war ich gerade auf Jobsuche und wollte zunächst mein Wissen und meinen Erfahrungsschatz rund um klassische und digitale PR teilen, aber auch tiefer in die Welt der Blogs eintauchen. Schon bald war mir klar, dass nach 13 Jahren in angestellten Positionen in der PR die Zeit reif ist für eine selbständige Tätigkeit: Für gängige PR-Jobs (PR-Consultant, PR-Manager) hat man mir nach so vielen Jahren fast schon das Gefühl gegeben, überqualifiziert zu sein, oder wie mir auch gesagt wurde, zu teuer (vermeintlich!) und eine Fulltime-Leitungsposition konnte ich mir mit zwei kleinen Kindern einfach nicht vorstellen. Alle lustigen, kuriosen und lehrreichen Erfahrungen in der Jobsuche hab ich übrigens auch gesammelt und die werde ich demnächst mal auf meinem Blog veröffentlichen – seid gespannt!

Natürlich haben mir auch Leute aus meinem Freundeskreis davon abgeraten, selbstständig zu sein, weil sie wissen, dass es alles andere als leicht ist. Andere stärken mir wiederum den Rücken und haben mich überhaupt erst dazu ermutigt, weil sie an mich und meine über viele Jahre gesammelten PR-Fähigkeiten glauben. Danke dafür!

Was mich letztendlich dazu bewogen hat, den Schritt zu gehen? Aufgrund dieses Blogs haben mich bereits Unternehmen angefragt, PR-Aufträge zu übernehmen – und das, ohne eine Dienstleistung hier auf dem Blog überhaupt zu kommunizieren oder aktiv anzubieten. Wer glaubt da noch immer nicht an die Kraft des Bloggens (siehe auch die 7 guten Argumente weiter unten)?

 

Verkehrter Weg, selbes Ziel

Ich bin daher zuversichtlich und hoffe, dass meine spezielle Expertise als Expertin für klassische und digitale PR und mein Know How rund ums Corporate Blogging auch von anderen Unternehmen gebraucht werden. Blogs, oder besser gesagt Corporate Blogs, hab ich zu meinem Spezialgebiet erkoren, weil ich einfach begeistert von diesem Medium bin. Ich möchte aber nicht nur Unternehmen helfen, Blogs aufzusetzen und zu betreiben, sondern möchte auch gerne meinen PR-Kollegen und Kolleginnen unter die Arme greifen, wenn rund ums Bloggen oder Blogger Relations tatkräftige Unterstützung gebraucht wird. Manch einer hat vielleicht einfach nicht die Zeit, sich intensiv in das Thema einzuarbeiten oder braucht Hilfe bei der Umsetzung.

Man könnte also sagen, ich bin den umgekehrten Weg gegangen: Vom Blog zum Business anstatt eines Business mit Blog. Regelmäßigen Input über PR, sei es klassische oder digitale Kommunikation und Themen rund ums Blogging, werdet ihr natürlich weiterhin auf diesem Blog finden. Jetzt freue ich mich aber auf spannende Projekte, die ich umsetzen kann! 

Falls es dich interessiert, findest du hier Details zu meinem Angebot und Portfolio: PR-Consulting oder auf meiner neuen Website www.sylviafritsch.at.

Was sagst du: PR-Arbeit als Solokämpfer – no way oder doch eine grandiose Idee? Hast du vielleicht auch Erfahrung als Solokämpferin? 

 

 

7 Gründe fürs Bloggen

 

7 Gründe, warum auch du bloggen solltest

Bloggen bedeutet sehr viel Arbeit, aber es ist eine schöne Arbeit, wenn man eine gewisse Leidenschaft fürs Schreiben und Publizieren hat. Bloggen ist nämlich mehr, als nur ein paar Wörter in den Computer zu tippen. Wer professionell bloggen will, sollte sich eine Strategie zurechtlegen, gründlich recherchieren, nützliche Blogposts schreiben, die auch bis zu einem gewissen Grad suchmaschinenoptimiert sind. Ist ein Blogpost mal veröffentlicht, gilt es ihn auf Social Media Kanälen und / oder in einem Newsletter zu bewerben, auf Kommentare und Anfragen zu reagieren und so weiter und so fort.

Zum Bloggen braucht es daher einer guten Motivation und Durchhaltevermögen. Ist das gegeben, bringt ein Blog viele Vorteile und nicht zuletzt auch Spaß und Freude!

Ich weiß, dass einige von euch in der PR Tätigen selbst bloggen: Leider nur wenige über PR, dabei fände ich es sehr interessant, wenn es noch mehr „persönliche“ PR-Blogs gäbe, wie meinen hier. Die meisten PR-Leute, die ich kenne, bloggen über ganz andere Themen, die sie persönlich interessieren, auch das finde ich toll! Wenn du dir einen Fachblog überlegst – so wie meinen hier – hab ich 7 gute Argumente dafür.

 

#1: Bloggen macht sichtbar

Mit einem Blog schaffst du dir Sichtbarkeit in der digitalen Welt – unerlässlich heutzutage, gerade für PR-Leute. Derzeit hab ich das Gefühl, dass viele von uns PRlern hier in Österreich noch nicht wirklich im digitalen Zeitalter angekommen sind. Aber das wird immer wichtiger, denn wie hieß es schon vor vielen Jahren: Das Internet geht nicht mehr weg! Mit einem eigenen Blog und allen Maßnahmen drumherum (SEO, Google Analytics, WordPress, Social Media…) baust du dir wichtiges digitales Know How auf und zeigst zugleich, dass du es draufhast! Du wirst sichtbar als PR-Berater, der nicht über Content Marketing schimpft, sondern sich mit aktuellen Aspekten der Öffentlichkeitsarbeit auseinandersetzt und sie für sich nutzen kann. Ich habe über meinen Blog auch schon einige Interview-Anfragen oder auch Vortrags-Anfragen bekommen und das nicht, weil ich etwa besser wäre als andere – das bestimmt nicht, aber ich bin durch den Blog einfach sichtbarer und das kannst du auch sein!

 

#2: Bloggen schafft einen Mehrwert

Zu den Anfangszeiten der Blogs ging es meist wirklich „nur“ um tagebuchartige Einträge, um Geschichten aus der Ich-Perspektive, ohne wirklich die Leser im Blick zu haben. Wer heute bloggt, verfolgt auch meist einen Content-Marketing-Ansatz: Wissen teilen, Mehrwert bieten, inspirieren, Aha-Effekte auslösen. All dies dient dazu, seinen Lesern nützlich zu sein und letztendlich damit auf die eigene Marke und Reputation einzuzahlen. Mit einem Blog gibst du kostenlos dein Wissen weiter, das Mehrwert schafft und baust damit eine gute Beziehung und Vertrauen zu deinen Lesern, aber auch zu möglichen Kunden oder Arbeitgebern auf.

 

#3: Bloggen positioniert dich als Experte

Durch einen Blog kannst du dich regelmäßig mit deinem spezifischen Wissen und deinen Inhalten als Experte positionieren. Du zeigst, was du kannst und was du weißt und wirst dadurch langfristig als Spezialist für dein Thema bekannt. Außerdem wirst du dich in Teilgebiete deines Themas vermutlich noch stärker einarbeiten und gewinnst dadurch wiederum neue Expertise. Nicht zuletzt machst du mit einem professionell geführten Blog Eigen-PR! Du baust dir eine eigene Persönlichkeitsmarke auf, zeigst, dass du dich auskennst, wirst – wie oben beschrieben – im Netz sichtbarer und dadurch können mögliche Arbeitgeber oder potentielle Kunden, falls du auch selbständig bist, auf dich als Expertin aufmerksam werden.

 

#4: Bloggen zeigt dich persönlich und menschlich

Über deinen Blog positionierst du dich zum einen als Experte, zeigst aber dein spezielles Wissen von deiner persönlichen Seite. Du bist kein großes Medienhaus, das unpersönlichen Content kreiert, sondern wirst auch als Mensch sichtbar. Das ist wichtig, weil 85% der Menschen heutzutage Inhalten von anderen Menschen mehr vertrauen, als dem von Marken (Quelle: Trendingtopics.at). Ich kann das auch aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen: Ich lese viel lieber fachliche Texte von Bloggern, die Experte in ihrem Thema sind, als nüchterne Fachartikel. Letztere lese ich zwar auch, aber eine Verbindung baut sich so nicht auf. Die habe ich aber zu Bloggern aus verschiedenen Branchen, denen ich loyal folge, weil sie nicht nur kompetent, sondern auch sympathisch sind.

 

#5: Bloggen führt zum Dialog und neuen Kontakten

Ein Blog hilft unheimlich gut zum Netzwerken, was besonders für uns PR-Leute genial ist. Im Grunde ist ein Blog ein Dialogmedium, sprich Leute kommentieren auf dem Blog und werden dadurch auch schon mal zum Co-Autor oder es entwickelt sich daraus ein spannender Dialog, aus dem neue Ideen und Kooperationen entstehen. Ein weiterer Punkt – zumindest bei meinem Blog – ist, dass ich immer wieder Interviews führe und dazu andere PR-Leute, Journalisten und Blogger anspreche und dadurch (besser) kennenlerne. Durch Maßnahmen wie Blogparaden (#fairbloggerrelations) oder Teilnahme an Blogger-Events hab ich mir schon einige neue Kontakte unter den Bloggern und Blogger-Relations-Experten aufbauen können. Und dann sind da noch die vielen motivierenden E-Mails oder persönliche Nachrichten, die mich im Bloggen bestärken und woraus sich wieder neue Kontakte ergeben haben. Daher kann ich wirklich sagen: Bloggen vernetzt!

 

#6: Bloggen unterstützt die Weiterentwicklung deiner digitalen Fähigkeiten

Vielleicht hast du dir auch schon mal gedacht, dass du gerne bloggen würdest, aber die Hürden zu groß sind? Keine Panik, das Gefühl kennen viele am Anfang. Immerhin musst du dich auch um technische Dinge kümmern: den Blog mit WordPress oder einem anderen Content-Management-System aufsetzen, eventuell auch einen Provider finden, dich mit SEO und Google Analytics auseinandersetzen, Social-Media-Kanäle einrichten, dich mit Content-Marketing beschäftigen usw. Der Schritt aus der Komfortzone lohnt sich aber, denn du erwirbst dir dadurch viele neue Fähigkeiten, die als „moderner“ PR-Berater sehr nützlich sind. Das schöne ist: Jeden Tag entwickelst du deine Fähigkeiten durch die Arbeit am Blog weiter und lernst dazu – ein tolles Gefühl!

 

#7: Bloggen hilft, Blogger besser zu verstehen

Blogger Relations sind eine anerkannte, noch relativ neue Disziplin in der Kommunikation. Blogger ticken aber ganz anders als Journalisten. Im Umgang mit ihnen muss auf andere Dinge Wert gelegt werden als in der Arbeit mit Journalisten. Warum also nicht selbst bloggen, um auch die Welt der Blogger besser kennenzulernen? Du musst dir ja nicht gleich vornehmen, einen Top-Lifestyle-Blog aus dem Boden zu stampfen, auch ein kleiner, persönlicher Blog bringt neue Erkenntnisse. Auch für mich war das ein ausschlaggebender Punkt, meinen Blog ins Leben zu rufen. Heute verstehe ich Blogger tatsächlich viel besser und bekomme selbst auch interessante, aber auch kurioseste Kooperationsanfragen – ich glaube also zu wissen, wovon ich spreche, wenn ich für faire und seriöse Blogger Relations eintrete. 

 

 

Das waren meine 7 guten Argumente für PR-Leute, einen Blog zu schreiben. 

Bloggst du auch schon oder überlegst du dir zu bloggen?

Melde dich doch bei mir, wenn du dich über deine Erfahrungen rund ums Thema Bloggen austauschen willst. Schreib mir ein Kommentar oder gerne auch ein E-Mail! Ich freu mich darauf!

 

Vom Blog zum Business

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder: Kaboompics.com 

 

 

 

 

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