3 hartnäckige Missverständnisse über Pressearbeit

Pressearbeit ist keine Wissenschaft, schon gar keine Raketenwissenschaft. Aber es ist eine Kunst. Die Kunst, dein Unternehmen in jenen Medien zu platzieren, die deine Kunden kennen, lieben und vertrauen. Einige Missverständnisse halten sich leider immer noch, daher möchte ich heute mit drei gängigen Fehlinterpretationen aufräumen.

 

Missverständnis #1: Du musst möglichst viele Journalistenkontakte haben

Dieses Missverständnis geistert sogar unter PR-Leuten herum, dabei ist es einfach nicht richtig. Was nutzen die besten Journalistenkontakte, wenn man keine Story hat, die sie verwenden können? Dazu muss man verstehen, dass der Job eines Redakteurs der ist, Content für ihr jeweiliges Medium zu erstellen. Sie schreiben immer mit ihrem Publikum und ihrer Publikation im Kopf und können verständlicherweise nur solche Stories gegenüber der Chefredaktion argumentieren, die wirklich zu ihrem Medium passen. Natürlich ist es trotzdem nützlich, gute Journalistenkontakte zu haben, aber sie sind lediglich ein Türöffner. Passt die vorgeschlagene Story nicht, wird ein seriöser Journalist sie auch nicht bringen.

Ich habe zum Beispiel einige RedakteurInnen in meinem Freundeskreis und in der Familie und dennoch habe ich noch nie über eine von ihnen die Themen meiner KundInnen untergebracht, einfach weil es nicht gepasst hat. Mit einer tollen, newswertigen Story hingegen die, den am besten dafür geeigneten Medien vorgeschlagen wird, habe ich fast immer sehr positive Erfahrungen gesammelt.

 

Missverständnis #2: Wenn du Pressearbeit machst, bist du ein Bittsteller

Nein, du bist kein Bittsteller! Vielmehr hilfst du den entsprechenden Redakteuren dabei, tolle Inhalte für ihre Publikation zu entwickeln. Du lieferst Themen und Geschichten, die diese unbedingt in ihrem Medium bringen können und du unterstützt sie bei der Recherche dazu. Hier braucht es einfach einen Mindshift – weg vom Bittsteller hin zum Content-Co-Creator. Du hilfst ihnen in Wirklichkeit, ihren Job zu machen.

Dazu musst du natürlich wissen, wie Redaktionen arbeiten, dass sie ständig unter Zeitdruck stehen und Deadlines einhalten müssen. Einige Journalisten arbeiten auch als Freelancer unter suboptimalen Umständen. Wenn du dir das vor Augen hältst und ihnen mit einer tollen Story zum richtigen Timing weiterhilfst, hast du schon eine viel bessere Chance, dass deine Geschichte aufgegriffen wird, als wenn du lieblos irgend etwas hinschickst, in der Annahme, du fällst damit ohnehin nur zur Last.

Für mich hat es sich auch immer gelohnt, Redakteure zu fragen, mit welcher Art von Story man ihnen weiterhelfen könnte, bzw. wonach sie suchen. So kann man sich selbst auch als Ansprechpartner für ein konkretes Thema etablieren, auf den Journalist bei Bedarf gerne zurückgreift.

 

Missverständnis #3: Du musst möglichst viele Medien auf deinem Verteiler haben

Nein, du musst nicht möglichst viele, sondern die richtigen Medien auf deinem Presseverteiler haben. Die “falschen” Medien werden dir nicht nur nichts bringen, sie werden deine Pressemitteilungen sogar als unerwünschten Spam einstufen und sich vielleicht sogar erbost aus deinem Verteiler austragen lassen. Falls du dann vielleicht doch diesen Medien ein Thema vorschlagen möchtest, hast du bereits einen schlechten Ruf dort und tust dir entsprechend schwerer.

Konzentriere dich daher besser darauf, die wirklich passenden Medien zu finden. Frag dich, welche Zeitungen, Magazine, Online Medien, Blogs, Podcasts, TV-Sendungen oder Radioshows deine wichtigsten Dialoggruppen – allen voran deine potentiellen Kunden – konsumieren. Diese Medien solltest du recherchieren und die für dein Thema zuständigen Redakteure in deinen Verteiler aufnehmen. Frag dich, ob du für diese Publikationen Themen und Stories beisteuern kannst, die dort genau hineinpassen. Wenn da nichts dabei ist, ist es vermutlich nicht das richtige Medium für dich oder du brauchst einen besonders guten Aufhänger, um dort gefeatured zu werden.

 

Denk immer daran, dass Medienarbeit dann erfolgreich ist, wenn du mit der richtigen Geschichte zur richtigen Zeit beim richtigen Redakteur landest. Ein bisschen Glück gehört auch dazu, denn sonst wäre es ja zu einfach.

Hast du Fragen zu Pressearbeit oder möchtest du deine eigene Pressearbeit zum Laufen bringen? Dann schreib mir gerne an office@prspionin.at oder sieh dir gerne auch meine Pressearbeit-Services an.

 

Pressearbeit typische Missverständnisse

 

 

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Foto: Unsplash.com 

 

 

 

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