6 Fehler, die deinem Blog Branding schaden

Branding ist so wichtig für die gesamte digitale Kommunikation, und das gilt auch ganz besonders für deinen eigenen Blog. Es ist die Art zu zeigen, wer du bist und was du tust, die einen Unterschied machen. Gerade auch, weil tagtäglich neue Blogs ins Leben gerufen werden, ist es wichtig, nicht einer von vielen zu sein, sondern DER Blog für deine Zielgruppe. Blog Branding ist meiner Beobachtung nach etwas, das leider im deutschen Sprachraum noch unterschätzt wird. Hier hören wir sehr oft über Blogging Tools, SEO Tricks, Content- und Texttipps, aber sehr wenig über die Basis, mit der wir beim Aufbau unserer Blogs anfangen sollen und das ist Branding. Denn ohne klare Marke kein adäquater Content. Damit kann ich mir SEO, Social Media, Newsletter & co auch sparen.

Branding ist also die Basis für jeden professionellen Blog. Branding ist aber nicht, was wir uns selbst unter unserem Blog vorstellen, sondern was unsere Leser über unseren Blog denken. Branding ist, was in ihren Köpfen auftaucht, wenn sie an den Blog denken: Bilder, Assoziationen, Gedanken, Gefühle, Stimmungen. Branding ist, wie dein Blog wahrgenommen werden soll, seine kommunizierten Werte, seine Seele, seine Story. Branding gibt dir selbst und deinen Lesern Orientierung.

Branding hat viel mit Klarheit und Fokussierung zu tun, aber auch mit dem visuellen Ausdruck dessen, wo wir hinwollen. Dabei kann man so einiges übersehen oder falsch angehen. Hier sind 6 Fehler, die deinem Blog Branding schaden.

 

Fehler #1: Du unterschätzt die Macht des Brandings

Du glaubst Branding hat nur mit Ästhetik und Visuals zu tun, und denkst, du kannst darauf verzichten? Branding ist nicht dein Logo oder deine Farbe! Branding ist so viel mehr als das. Es ist, was den Menschen zu deiner Marke einfällt, welche Gefühle sie dazu haben und wie wir uns von anderen abheben. Und das können wir mit Branding steuern, in dem wir alle digitalen Touchpoints branden. So auch unsere Blogs. Branding ist der Prozess, strategisch zu formen, was andere mit unserer Marke verbinden anstatt diese Assoziationen sich selbst zu überlassen. Branding kann bei unseren Bloglesern eine unmittelbare emotionale Verbindung schaffen und das Gefühl bewirken “Dieser Blog wird für mich geschrieben. Hier fühle ich mich verstanden!”. Willst du darauf verzichten?

 

Fehler #2: Du weißt nicht, wen du ansprechen möchtest

Um deinen Content auf deine Zielgruppe zuschneiden können, musst du exakt wissen, wen du damit überhaupt erreichen möchtest. Du willst bestimmt nicht “jeden” erreichen, sondern eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen, die etwas verbindet: ein Problem, das du lösen kannst. Es ist daher wichtig, deine Zielgruppe exakt zu definieren.

Frag dich dazu die folgenden Fragen:

  • Was sind meine besonderen Fähigkeiten, Kenntnisse und Stärken? Worin liegt meine einzigartige Expertise?
  • Wer braucht, worüber ich schreibe? Wer profitiert von meinen Lösungen? Welche Bedürfnisse haben diese Leute?

Dort, wo die Schnittmenge ist, ist dein Sweet Spot und der Content, den du am Blog erstellst, sollte in diesen Sweet Spot passen. Damit stellst du sicher, dass du Inhalte erstellst, die sowohl in deine Marke einzahlen, als auch für dein Publikum wirklich hilfreich und relevant sind.

Um dir deine Zielgruppe konkreter vorstellen zu können, kannst du mit Personas arbeiten. Eine Persona ist dein fiktiver idealer Leser, den du dir möglichst konkret vorstellst. Wann immer du Content erstellst, versetzt du dich in die Rolle deiner Persona und fragst dich, welchen Nutzen der jeweilige Content für sie hat. Ist das relevant für sie? Hilft es ihr weiter, bringt es ihr etwas bei, oder inspiriert es sie?

 

Fehler #3: Du bist dir nicht klar über deine Brand Mission

Jeder Blog braucht eine Mission, um nicht im Nirwana herumzuschwirren. Hast du keine Brand Mission, kannst du auch nicht klar kommunizieren, worum es dir überhaupt auf deinem Blog geht. Um deine Brand Mission zu identifizieren, beantworte folgende Fragen:

  • Welchen Unterschied will ich mit meinem Blog bewirken?
  • Welches Nutzenversprechen gebe ich meinen Lesern?
  • Woran glaubst du, was treibt dich auf deinem Blog und deinem Business an?

Fasse nun in ein bis zwei Sätzen dein Mission Statement zusammen. Das Mission Statement vereint den Zweck des Blogs, deine Werte, Ziele und übergreifende Message in einer kurzen, erklärenden Zusammenfassung.

 

Fehler #4: Du hast keine klare Positionierung

Soll dein Blog einer von tausenden ähnlichen Blogs aus deiner Nische sein? Der Marketing-Blog, den es in der Form unter anderem Namen bereits hunderte Male gibt? Oder einer von unzähligen veganen Food-Blogs, die man kaum noch voneinander unterscheiden kann? Dein Content ist nicht wirklich unterscheidbar von dem anderer Blogs, weil du den gleichen Zugang hast, wie alle anderen auch? Du brauchst also eine klare Positionierung, die dich von allen anderen Blogs abhebt. Du möchtest deine Individualität betonen und damit genau jene Menschen erreichen, die ähnlich ticken wie du. Wenn du gut positioniert bist, wird dein Content automatisch auch in deine Blog Brand einzahlen. Deine Positionierung schafft außerdem Vertrauen und Respekt deiner Leser.

 

Fehler #5: Du mischt Farben, Schriften und Bildwelten

Okay, hier bin auch ich schuldig! Mir hat in meiner Anfangszeit so viel Verschiedenes gefallen, dass ich verschiedene Dinge ausprobiert habe. Für Anfänger ist das auch nicht verkehrt, aber wenn du ein professionelles Branding für deinen Blog gestalten möchtest, solltest du zuerst spielerisch austesten, dich dann aber festlegen und dann bei deiner Ästhetik bleiben.

Um die Visuals für deinen Blog zu finden, kannst du als Nicht-Designer dir ganz einfach mit Moodboards auf Pinterest behelfen. Darin sammelst du Bilder, die dich inspirieren: schöne Fotos, Designs, Farbpaletten, Font-Pairings, Grafiken, visuelle Elemente usw. Dann filterst du alle Elemente danach, ob sie zu deiner Marke passen: Welches Gefühl willst du mit deiner Brand auslösen? Was nicht dazu passt, löscht du einfach wieder. Nun wirf einen Blick auf dein Moodboard: Welche Themen zeichnen sich ab? Welche Farben stechen hervor? Welche Schriften tauchen immer wieder auf? Mit deinem Moodboard kannst du sehr leicht Klarheit über die Richtung erhalten, in der deine Visuals gehen sollen. Die wichtigsten 8-10 Elemente sammelst du in deinem Brand Board, das du etwa mit Canva gestalten kannst. Daraus abstrahierst du Farbpalette, Schriften, Bildwelten, Texturen und Logo für deinen Blog. Alle Design-Informationen kannst du dann in einem Style Guide für deinen Blog zusammenfassen und solltest dich fortan daran halten.

 

Fehler #6: Du fängst mit den Visuals an und vergisst deinen Markenkern

Deine Brand Visuals wie Farbpalette, Schriften und Logo sind Ausdruck deines Markenkerns, also solltest du mit diesem starten, nicht umgekehrt. Starte mit deinem großen Warum, das hinter deinem Blog steht. Du musst auch wissen, was deine Kernwerte sind, welche Vision und welche Mission du mit deinem Blog erfüllen willst. Welche Persönlichkeit dein Blog hat und wie seine Stimme ist. Was sollen deine Leser über deinen Blog denken, welche Gefühle willst du damit wecken? Erst wenn die Grundlagen deines Brandings stehen, solltest du sie in passgenaue Visuals umsetzen. Machst du es umgekehrt, verwirrt das deine Leser und wird auch dir immer weniger Freude machen und deine Arbeit erschweren.

 

Blog Branding Fehler

 

 

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Foto: Alisa Anton via Unsplash.com 

 

 

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