#ausspioniert – Jelena Pantić-Panić, medien.geil 

#ausspioniert – Jelena Pantić-Panić, medien.geil

 

Dem Blog medien.geil von Jelena Pantić-Panić folge ich fast schon seit seiner Geburtsstunde 2017. Jelena ist selbst Journalistin und schreibt etwa für die österreichischen Magazine Maxima und Das Biber. Mit ihrem Blog hilft sie jungen Journalistinnen, sich im Mediendschungel zurechtzufinden, gibt hilfreiche Tipps aus ihrer Erfahrung und interviewt inspirierende Medienfrauen. Ich war neugierig und durfte Jelena #ausspionieren. In unserem Interview erzählt sie über ihren Werdegang als Journalistin und Bloggerin, plaudert über ihre Arbeitsweise und über die Zusammenarbeit mit PRlern.

Viel Spaß beim #Ausspionieren!

 

Liebe Jelena, du bist mir durch deinen coolen Blog medien.geil zum ersten Mal aufgefallen, bist aber neben deiner Tätigkeit als Bloggerin zunächst Journalistin. Wie bist du zum Journalismus gekommen, wie hat alles für dich angefangen?

Danke dir! 2013 habe ich ein Praktikum beim biber Magazin absolviert und hatte nach einem Monat die Coverstory – das war ein ziemlich guter Start in den Journalismus, somit war ich auch echt motiviert, weiter in dem Bereich zu bleiben. Danach war ich bei der Presse, Maxima und dann einige Jahre beim biber Kulturressortleiterin und Chefin vom Dienst. Bei der Maxima leite ich seit 2014 das Umstyling-Ressort. Ich war über die Jahre mal selbstständig, mal angestellt, mal beides. Seit April 2018 arbeite ich ausschließlich als Freelancerin.

 

Jelena-Pantic-Panic
Jelena-Pantic-Panic

 

Wie sieht dein typischer Tagesablauf als freie Redakteurin aus?

Das Typische an meinem Tagesablauf ist, dass ich keinen habe! Mal mache ich Fotoshootings, mal schreibe ich Blogposts, mal führe ich Interviews und manchmal gehe ich an einem Dienstagvormittag einfach mit einer Freundin brunchen. Das ist wahnsinnig spannend, manchmal fehlt mir aber dann doch eine gewisse Routine. 

 

Wie kommst du an deine Geschichten? Wie recherchierst du und welche Rolle spielen soziale Medien und aktive Pressearbeit durch PR-Leute dabei?

Das ist ganz verschieden, manchmal nehme ich etwas in meiner Umgebung wahr, das mich dazu veranlasst, es genauer unter die Lupe zu nehmen. Manchmal werden mir Geschichten aber auch zugespielt. Von Betroffenen oder eben von PR-Leuten. Die sozialen Medien haben mir bisher vor allem darin geholfen, gewisse Trends zu erkennen oder aber auch Interviewpartner*innen oder Models für meine Geschichten zu finden. Zu PR-Leuten habe ich in der Regel ein kollegiales Verhältnis – man greift sich unter die Arme, Informationen gegen Präsenz. Bei politischen Geschichten ist das Verhältnis distanzierter.

 

Welche typischen Fehler machen PR-Leute, die dir ein Thema „verkaufen“ wollen. Hast du schon kuriose Erfahrungen gemacht?

Es gibt wie in jedem Bereich Leute, die das fantastisch machen und manche, die es echt schlecht machen. Mich wollte mal jemand sehr persuasiv dazu bringen, ein Fachbuch über Rückenschmerzen ins Kulturressort aufzunehmen – was zwischen Netflix-Serien und Ausstellungen doch sehr fehl am Platz gewesen wäre. Wenn mir PR negativ auffällt, dann wenn jemand sich nicht mit meinem Medium oder meiner Rolle beschäftigt und mir Sachen anbietet, mit denen ich Null anfangen kann. Ganz wichtig ist auch der Zeitpunkt: Zu Redaktionsschluss ist Ausnahmezustand, da können auch passende Geschichten aus Zeitgründen untergehen.

 

Mediengeil-Blog

 

Neben deiner Arbeit als Redakteurin bloggst du auch auf deinem Blog medien.geil, wo du deine Erfahrungen aus der Medienbranche teilst. Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Blog zu starten und was bezweckst du mit deinem Blog?

Als ich im Journalismus begonnen habe, hatte ich keine Ahnung von nichts – und ich merke, dass immer wieder junge Leute vor genau demselben Berg stehen wie ich damals. Medien.geil ist mein Herzensprojekt, das ich gestartet habe, um angehenden Journalist*innen dabei zu helfen, sich in der Medienbranche zu orientieren und ihr volles Potential zu entfalten.

 

Journalistische Arbeit vs. Bloggen – wofür schlägt dein Herz mehr und was sind für dich die größten Unterschiede?

Darüber habe ich noch nie nachgedacht, aber jetzt wo du fragst, würde ich sagen: Die journalistische Arbeit im Rahmen meines Blogs. Meine Arbeitsweise ist noch immer die einer Journalistin, aber auf meinem Blog habe ich viel mehr Freiheiten.

 

Was sind deine besten Tipps für Frauen in der Medienbranche?

Vernetzen, sich nicht unterkriegen lassen und verlangen, was einem zusteht. Es dauert aber in der Regel, bis man an diesem Punkt angekommen ist. Frauen werden in der Regel nicht so sozialisiert, dass sie quasi „schamlos“ verlangen. Darüber hinaus jede mögliche Chance ergreifen, die sich bietet und wenn nichts in Sicht ist, sich selbst Chancen schaffen – durch Sichtbarkeit auf Social Media oder Networking zum Beispiel. Auf den #femspiration Steckbriefen auf meinem Blog geben Frauen aus der Medienbranche noch mehr Tipps!

 

Vielen Dank für das Interview!

Dir vielen Dank, dass ich zu Wort kommen durfte!

 

 

Pressearbeit-Tipps-Journalistin

 

Jelenas Blog medien.geil

medien.geil auf Instagram

 

 

 

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