8 Gründe, warum es ohne Branding in der digitalen Kommunikation nicht mehr geht

Jeden Tag sind wir mit unzähligen Marken auf diversen Kanälen konfrontiert, ständig strömen neue Bilder und Botschaften auf uns ein. Jede Brand versucht, unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen. Dabei ist bekannt, das die Aufmerksamkeitsspanne von uns Menschen wohl durch den Konsum digitaler Medien deutlich gesunken ist: Nur wenige Augenblicke entscheiden, ob wir uns einem Beitrag in sozialen Medien oder einem Blogpost oder einer Nachricht zuwenden. Unsere Aufmerksamkeitsspanne ist von 12 Sekunden im Jahr 2000 auf 8 Sekunden gesunken und somit geringer als die eines Goldfisches (9 Sekunden).

Wer digital kommunizieren will, sollte dem Branding daher einen hohen Wert beimessen. Nicht umsonst gilt Branding als ein wesentlicher Bestandteil moderner PR, vor allem der digitalen Kommunikation.

Branding ist ein Prozess, der darauf abzielt, welche Gefühle und Assoziationen Menschen mit unserer Marke haben. Was sagen sie über uns? Wie PR versucht auch Branding zu steuern, welches Image ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Person hat. Dabei geht es darum, zunächst Klarheit über den Kern einer Marke zu gewinnen und diese Erkenntnisse in visuellen Elementen wie Logo, Farben und Schriften und nicht-visuellen Elementen wie etwa Stimmung und Gefühl, Persönlichkeit und Schreibstimme zum Ausdruck zu bringen.

 

Ein gut gemachtes Branding kann der digitalen Kommunikation ungemein unter die Arme greifen. Ich hab 8 Gründe herausgefiltert, warum es ohne Branding in der digitalen Kommunikation nicht geht.

 

#1 Branding baut die Marke auf

Eine Marke muss klar sein, bevor sie kommuniziert und vermarktet werden sollte. Daher gilt es zunächst, mit Branding eine Marke aufzubauen. Das ist nicht nur für Unternehmen und Organisationen wichtig, sondern kann auch für einzelne Produkte und Persönlichkeiten, die sich eine Personal Brand entwickeln wollen von Bedeutung sein. Auch wer heute einen Blog betreibt, sollte an Branding denken, um nicht in der Masse an Blogs unterzugehen. Ist das Branding klar, kann PR die Marke leichter vermitteln und ihre Botschaften über eigene Kanäle oder über Pressearbeit, Influencer Relations oder Kooperationen in die Welt hinaus tragen.

 

#2 Branding sorgt für Vertrauen

Sind die Botschaften, Geschichten, Gefühle und visuelle Elemente immer klar und leicht einer Marke zuzuordnen und werden immer wieder wiederholt, wissen User gleich, von wem sie sind und was sie bekommen. Diese Konsistenz und Klarheit schaffen langfristig Vertrauen. Und Vertrauen aufbauen zu einer Marke, eine gute Reputation und ein positives Image wollen wir auch mit PR erreichen. Hier spielt also das Branding ebenfalls in die PR mit hinein, denn über ein vertrauenswürdiges Unternehmen wird viel eher berichtet und es ist viel leichter Publicity zu bekommen.

 

#3 Branding bildet ein positives Markenimage

Branding und PR arbeiten zusammen am Image eines Unternehmens. Ein gutes Brand Image schafft positive Assoziationen in den Köpfen der Menschen. Das Branding gibt die Botschaften vor, die aus dem Kern der Marke entspringen. Es steuert die Erzählung der Brandstory und gibt damit einen Rahmen für das Image vor. PR ist Imagemanagement, bei dem es um die Verbreitung dieser ausgewählten und absichtsvollen Botschaften und Informationen geht. Über digitale Kanäle haben wir es zudem selbst in der Hand, einen professionellen Auftritt hinzulegen, der in das Markenimage einzahlt.

 

#4 Branding legt eine einheitliches ästhetisches Erscheinungsbild fest

Wir Menschen sind visuell sehr empfänglich, gerade in der Social Media Kommunikation. Visuelle Elemente können dazu beitragen, die Aufmerksamkeit der Menschen auf unsere Posts zu legen, und die Entwicklung geht sogar dahin, dass visuelle Inhalte das geschriebene Wort ablösen. Ohne Bilder, Snaps und Emojis kommunizieren wir kaum noch. Bilder rufen Emotionen und Wünsche hervor, damit lässt sich aber auch Informationen vermitteln (einen sehr anschaulichen Beitrag zu dem Thema findest du von Stephanie Kowalski auf basicthinking.de). Branding definiert ein einheitliches ästhetisches Erscheinungsbild, sodass jedes einzelne Bild, jedes Video und jede Grafik in die gesamte Markenkommunikation einzahlt.

 

#5 Branding spricht Herz und Gefühle an

Wir alle wissen, dass wir Menschen uns immer stärker von anderen Menschen angezogen fühlen, als von Unternehmen an sich. Branding verleiht Unternehmen Persönlichkeit. Brands haben ein Herz und kommen menschlicher rüber als reine Businesses. Markenwerte und Brandstory schaffen Emotionen und darüber eine Verbindung. Das ist mit ausschlaggebend, dass Menschen einer Marke vertrauen, sie in positiver Erinnerung haben und letztendlich zu Kunden werden oder zumindest den positiven Gedanken an die Brand weitertragen.

 

#6 Branding liefert die Geschichten

Viele Unternehmen, vor allem viele kleine Unternehmen und Selbständige wissen nicht, welche Geschichten sie erzählen sollen. Welchen Content sollen sie auf ihrem Blog oder ihren Social Media Kanälen posten? Mit welchen Geschichten können sie an Medien herantreten? Klarheit über die eigene Brandstory zu haben hilft hier ungemein. Die eigene Brandstory liefert immer eine Antwort auf die Frage, warum ein Unternehmen tut, was es tut. Von Simon Sinek (“Start with why”) wissen wir ja, bereits, dass Menschen der Bedeutung, dem Warum hinter einer Marke enorm viel Wert beimessen. Menschen bauen über diese Geschichten Verbindung auf, nicht über die bloße Funktionalität eines Produktes oder eines Unternehmens. Branding liefert diese Geschichten, die wir in die Welt hinaustragen.

 

#7 Branding zieht die richtigen Zielgruppen an

In der digitalen Kommunikation spielt die Konversation mit unseren Zielgruppen eine genauso wichtige Rolle, wie die Kommunikation über Multiplikatoren wie digitale Medien und Influencer. Wollen wir unsere ausgewählten Zielgruppen erreichen, ist ein gut durchdachtes Branding essentiell. Branding-Elemente sollten so gestaltet sein, dass sie unsere Zielgruppen emotional ansprechen. Mit der inhaltlichen und optischen Unterscheidbarkeit von anderen Brands kann sich eine Marke immer wieder in die Köpfe seiner Zielgruppen rufen. Haben wir unsere Wunschleser erreicht, können wir mit ihnen in direkte Konversation treten.

 

#8 Branding baut auf Wiederholung

Im Branding wie in der PR gilt: Wiederholung ist ein Schlüsselfaktor für Erfolg. Es bringt im Branding nichts, sich immer wieder neue Designs zu überlegen (auch wenn das Spaß macht). Stattdessen muss über einheitliche Gestaltungselemente die Botschaft immer wieder wiederholt werden, damit sie ankommt. Dasselbe in der PR: Eine einmalige PR-Aktion wird selten nachhaltigen Erfolg bringen. Es gilt daher auch hier, kontinuierlich dran zu bleiben und bei Medien, Influencern und anderen Dialoggruppen präsent zu sein. Laufende Wiederholung über Branding und PR sorgt für die Wiedererkennbarkeit einer Marke und baut Vertrauen auf.

 

Was machst du jetzt mit diesen Erkenntnissen? Schau dir an, ob das Branding für deine Marke klar ist. Ist es gründlich herausgearbeitet? Natürlich darf sich das Branding auch weiterentwickeln! Wichtig ist aber, dass du Branding bewusst einsetzt. Auch wenn du vielleicht viele Dinge sowieso nach Gefühl richtig und gut machst, zahlt es sich aus, dem Branding höheren Wert beizumessen.

Denn wie gesagt:

Ist das Branding gut, kann auch die Kommunikation besser darauf aufbauen!

 

Wie du deine Social Media Kanäle brandest hab ich bereits schon einmal beschrieben.

 

 

Branding in der digitalen kommunikation

 

Foto: Unsplash.com 

 

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