Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand #5: Blog Community

Was wäre ein Blog ohne sein Publikum, oder noch besser: eine echte Community, die mit dem Content interagiert? Es wäre nur ein Kanal zum Monologisieren, aber genau das wollen wir mit einem Blog nicht! Wir wollen den Dialog mit unserer Community, genauso wie auf diversen Social Media Plattformen. Community ist daher der vierte und letzte Baustein, der dazu beitragen kann, dass ein Blog eine Marke zur Love Brand macht. In meiner Blog-Serie “Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand” hab ich bereits die anderen drei Bausteine beschrieben: die Blog-Identity sprich Positionierung und Branding, die Persönlichkeit hinter dem Blog, und der sinnstiftende Content. 

 

Baustein #4: Community

Alle bisher beschrieben Bausteine sind wichtig, aber um einen Corporate Blog richtig lebendig werden zu lassen, braucht es auch eine Community, die ihn mit Leben befüllt. Schließlich dient ein Blog – im Gegensatz zu einer Website – nicht zur Einweg-Kommunikation, sondern ist ein Dialoginstrument. Und genau darin besteht auch die große Chance von Corporate Blogs, die man auch wirklich nutzen sollte: In Interaktion mit Kunden, Interessenten und Lesern zu treten, den Dialog zu forcieren oder auch Serviceanlaufstelle zu sein. Der Austausch mit der Community ist so wertvoll!

Als Ziel sollten sich Betreiber von (Corporate) Blogs daher vornehmen, dass sich die Leser mit den Inhalten wirklich befassen und diese auch teilen wollen. Alles, was am Blog passiert, sollte in Hinblick auf die Bedürfnisse der Leser geschehen. Das geht leichter, mit einem kleinen Perspektivenwechsel: Auf einem professionellen Blog geht es niemals um einen selbst oder um das Unternehmen dahinter, sondern um die Leser. Sie sollten im Mittelpunkt stehen. 

 

Community im Fokus

Frage dich daher bei jedem einzelnen Blogpost: Welches Ziel verfolgst du damit? Welche Interaktion soll damit bei deinen Lesern ausgelöst werden? Natürlich gibt es aber auch Beiträge, die keine Handlung bewirken sollen, die einfach nur der Imagebildung dienen. Aber auch hier zählt das Warum, die inspirierende Story.

Im Blogpost selbst macht man das nicht nur durch den Text und seine dadurch vermittelten Botschaften, sondern man baut am Ende des Textes auch einen CTA, einen Call-to-Action ein: Das ist eine Aufforderung etwa zum kommentieren, Fragen zu stellen, den Beitrag weiterzuempfehlen oder zu teilen, beim nächsten Beitrag wieder reinzulesen usw.

Um sich eine Blog Community erfolgreich aufzubauen, sollte man außerdem aktiv auf die Unterstützung aller Social Media Kanäle setzen, die das Unternehmen betreibt. Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Snapchat, LinkedIn oder Xing – für jedes Unternehmen gibt es passende Kanäle, auf denen sich die (Wunsch-)Leser informieren. Der Corporate Blog ist die Content-Drehscheibe, von dem aus die Inhalte in den jeweiligen Kanälen einer vorher definierten Strategie folgend beworben werden. Er ist das Herzstück der Content-Strategie.

Gewinnspiele und Wettbewerbe, Kommentieren auf anderen Blogs, Erstellen von Umfragen, Teilnahme an Blogparaden oder auch das Ausrufen eigener Blogparaden sind weitere Möglichkeiten, auf den Blog aufmerksam zu machen und in Interaktion zu treten. Auch die Möglichkeit einen Newsletter bzw. regelmäßige Updates zu abonnieren, sollte gegeben sein. So erzeugt man nicht nur viele Touchpoints, in denen Interessierte immer wider mit dem Blog in Kontakt kommen können, sondern aktiviert auch zum aktiven Austausch mit dem Blog.

Gibt es mehrere Blog-Autoren, sollte jeder von ihnen die Bloginhalte auf seinen eigenen Social Media Accounts auch bewerben – je nachdem, wie es in der Blogstrategie definiert wurde.

 

Community Management

Das Community Management spielt auch eine riesige Rolle: Auf jeden Kommentar – ob am Blog oder auf Social Media – sollte zeitgerecht und respektvoll reagiert werden. Zumindest durch Likes, besser noch in dem man auf die Kommentare eingeht, Fragen beantwortet, Stellung bezieht, weiterhilft. So zeigt man, dass man für seine Community da ist, sich für sie interessiert und sich mit ihr austauschen will, sich um sie kümmert, sie wertschätzt.

Auch die Meinung der Nutzer kann eingefangen werden und als Anregung für die Verbesserung von Blog oder auch der Marke genommen werden. Gutes Community Management verhilft letztendlich zu einem Gespür für die Interessen und Sorgen der Leser.

Übrigens: Keine Angst vor negativen Kommentaren! Neun von zehn Lesern erinnern sich nur an die positiven Kommentare, nur 7% an negative Kommentare. Nutze Kritik als Chance zur Verbesserung! Biete Lösungen an, die den Kritikern wirklich weiterhelfen!

Wer einen Schritt weitergehen will, dreht den Spieß um und gibt seinen Fans etwas zurück. So bietet es sich etwa an, seine treuesten Fans zu sich ins Unternehmen oder zu einem Event einzuladen. Insta-Walks sind ein beliebtes Format, bei dem Fans eingeladen werden, gemeinsam eine Fototour zu machen. Die entstandenen Bilder werden auf Instagram oder anderen Kanälen geteilt. Somit erhält man gleichzeitig User-Generated-Content, den man nutzen kann. Eine andere Möglichkeit ist es, Sonderaktionen oder Rabatte für die treuesten Fans bereitzuhalten und dies via Blog und Social Media zu kommunizieren.

 

Kooperationen mit anderen Blogs

Um neue Leser für den Blog zu gewinnen, sollte man sich auch Unterstützung durch andere Blogs holen. Zum einen hilft es, Beziehungen mit Bloggern aufzubauen, indem man ihre Blogposts teilt oder kommentiert und sie dann hoffentlich auch etwas zurückgeben wollen, indem sie auch umgekehrt interagieren. Denn wie heißt es so schön: „Sharing is caring.“ Ein Blog steht schließlich nicht isoliert da, sondern kann ungemein davon profitieren, wenn er Mitstreiter findet.

Blogger Relations kann man aber auch ganz strategisch angehen, etwa indem gegenseitig Gastartikel geschrieben werden oder Interviews vereinbart werden. Das können durchaus auch Corporate Blogs miteinander machen! Aber auch Kooperationen mit Influencern sind eine gute Option. Ein Unternehmen, das einen Corporate Blog führt, kann den daraus entstehenden Content auch für sich selbst verwenden. Es kann sich auch andere Varianten der Zusammenarbeit überlegen. Möglichkeiten gibt es so viele, man muss nur kreativ werden!

 
Wichtig ist zu wissen, dass man eine Blog Community nicht von heute auf morgen aufbaut. Hier braucht es einen langen Atem, Ausdauer und Disziplin, um nachhaltiges Vertrauen herzustellen und Beziehungen aufzubauen.

Blog Community

 

 

SERIE: Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand

In meiner 5-teiligen Blog-Serie „Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand“ entmystifizieren wir die Geheimnisse genialer Corporate Blogs. Das war der fünfte und letzte Teil der Serie.

 

Du hast die anderen Teile verpasst?

Teil #1: Was der Blog für die Brand tun kann

Teil #2: Die Blog-Identity

Teil #3: Die Blog-Personality

Teil #4: Sinnstiftender Content

 

Ich hoffe, dir hat diese Serie gefallen und einen kleinen Einblick darin gegeben, was es heißt einen beliebten Corporate Blog aufzubauen. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich gerne bei mir an office@prspionin.at.
Wie angekündigt, gibt es auch die gesamte Serie in einem kostenlosen eBook inkl. praktischer Worksheets.
Hier kannst du es dir herunterladen:
ebook Blog Lovebrand
 

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