Corporate Blog – unerlässlich für die digitale Kommunikation

Bloggen ist nicht nur wieder gerade groß in Mode, sondern auch eine Riesenchance für Unternehmen, die sich digital Gehör verschaffen und eine Reputation aufbauen wollen. Ich beobachte schon lange die Entwicklung digitaler Plattformen und immer wieder bestärkt sich mein Eindruck: Nichts schlägt langfristig einen Corporate Blog. Kein hipper neuer Social Media Kanal, keine gehypten Methoden wie Influencer Marketing. Die haben alle ihre Berechtigung, natürlich! Aber Dreh- und Angelpunkt sollte immer der eigene Content Hub in Form eines Corporate Blogs sein, wenn man eine nachhaltige digitale Kommunikationsstrategie fahren will.

 

Die Sache hat nur einen Haken: Ein Corporate Blog macht nur dann Sinn, wenn er wirklich gut aufbereitet ist und regelmäßig bespielt wird. Ein Alibi-Blog, der nur halbherzig betrieben wird, ist nicht nur vergeudete Zeit, sondern kann dem Unternehmensimage sogar schaden. Somit muss auch ehrlich gesagt werden, dass ein Blog als Kommunikationsinstrument nicht geeignet ist, wenn Zeit und Liebe für das Bloggen fehlen. 

 

Wenn aber die Einstellung und die Voraussetzungen passen, sollte man unbedingt über einen eigenen Blog nachdenken, denn:

 

Social Media Kanäle kommen und gehen, ein Blog bleibt

Es ist kein Geheimnis, dass es unklug ist, sich auf seine Social Media Präsenzen zu verlassen. Viel zu schnell ändern sich Bestimmungen und Algorithmen oder Plattformen verschwinden in die Unbedeutsamkeit. Gerade sehen wir das bei Facebook: Die organische Reichweite von Facebook-Seiten wird drastisch sinken, wenn Facebook seinen Explore Feed fix einführt.  Ein Corporate Blog ist dagegen ein sicherer Hafen für die eigenen Inhalte. Niemand kann mir diese Plattform wegnehmen. Die Inhalte bleiben auch ein Blogleben lang bestehen, während Social Media Inhalte oft schon nach Minuten bis spätestens nach Stunden aus den Feeds verschwinden. 

 

Corporate Blog als Basis für Online PR

Natürlich recherchieren auch Journalisten im Internet. Wenn du einen guten Blog hast, werden Journalisten auf dich, dein Unternehmen, deine Produkte oder deine Expertise aufmerksam und kommen dadurch auch schon mal selbst mit einer Anfrage auf dich zu. Oder der Journalist sucht spezifische Informationen auf deiner Website – wenn du nicht nur einen Pressecorner, sondern auch einen Blog führst, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit auch dort nach Informationen suchen. Aber Achtung: Der Corporate Blog ist nicht der Ort für verlängerte Pressemitteilungen!

 

Bloggen 2.0 – ist sowas von 2018!

Nein, Bloggen ist nicht “sowas von 2007”, wie ich schon mal unter Social Media Freaks höre. Bloggen erlebt gerade einen neuen großen Hype! Aber eines ist richtig: Bloggen ist jetzt anders als früher, Blogs verändern sich! Die Erwartungen der Menschen an Blogs sind enorm gestiegen, außerdem leben wir in Zeiten des “Content Shocks”, was bedeutet, dass es eine viel zu große Masse an Inhalten im Web gibt. Daher sind auch die Anforderungen an Blogs gestiegen, einfach nur irgendetwas ins Netz stellen ist zu wenig. Moderne Blogs nutzen auch verschiedene Content-Formate zusätzlich zum reinen Blogtext, etwa Bildergalerien, Videos, Infografiken oder Podcasts, und gestalten damit ihre Inhalte abwechslungsreicher.

 

Blogs bieten direkten Austausch mit den Lesern

Der Austausch mit den Bloglesern und (potentiellen) Kunden, der Aufbau einer eigenen Blog-Community: Interaktion ist alles! Die auf dem Blog mögliche Dialog Funktion ist eine tolle Spezifikation von Blogs, die man nutzen sollte. Unverständlich ist für mich, wenn Blogs ihre Kommentarfunktion abdrehen. Blogs sind ein Dialoginstrument! Nutz unbedingt die Chance, den Dialog mit deinen Lesern zu forcieren, betrachte den Blog auch als Serviceanlaufstelle. Nimm Kritik als Ansporn für Verbesserungen! Es darf dich aber auch nicht verschrecken, wenn nicht direkt auf dem Blog, sondern an anderen Orten kommentiert wird, etwa unter Facebook-Posts. Die Hauptsache ist, in Dialog zu treten.

 

Über Blogs wird man im Internet gefunden

Stichwort Suchmaschinenoptimierung (SEO): Weil auf dem Blog im Gegensatz zur Website Inhalte laufend erneuert werden, schauen auch die Suchmaschinenbots öfter vorbei. Frische Inhalte sorgen für ein besseres Suchmaschinenranking, weil Google und andere Suchmaschinen es würdigen, wenn ständig frischer Content auf dem Blog landet. Wer also seine Sichtbarkeit im Web erhöhen will, kann sehr von einem Blog profitieren. Dazu sollte ein Blog aber auch Arbeit in weitere Suchmaschinen-Optimierungsmaßnahmen stecken.

 

Es muss aber auch gesagt werden, dass Bloggen zeit- und arbeitsintensiv ist, wenn man wirklich herausragende Inhalte erstellen möchte. Es braucht außerdem eine gewisse Zeit, bis ein Blog bekannt ist. Wer sich von einem Blog erwartet, damit sofort neue Kunden oder Verkäufe zu bekommen, wird ebenfalls enttäuscht sein. Dazu ist ein Blog nicht da. 

 

 

Weitere aktuelle Lesetipps:

bloggerabc: Blogs sind tot, lang leben Blogs

Stephanie Kowalski: Corporate Blog statt Magazin: Der Nutzen von Blogs im Jahr 2017

Meike Leopold: Corporate Blogs – alive and kicking!

Zielbar: (Corporate) Blogs im Jahr 2017: Ist das noch relevant oder kann das weg? – Interview mit Daniela Sprung

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Corporate Blog unerlässlich in der digitalen Kommunikation

 

 

 

Foto: Kaboompics.com 

 

 

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