Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand #2: Die Blog-Identity

Wir erschaffen eine Lovebrand mithilfe eines Blogs mit meiner Blog-Serie “Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand”. 4 Bausteine braucht es dafür und heute geht es um den ersten Baustein: die Blog-Identity, die gründlichen Positionierung, strategische Ausrichtung und das Branding des Blogs.

 

Baustein #1: Die Blog-Identity

Bevor ein Corporate Blog aufgesetzt wird, sollte man sich die Mühe machen, seine Blog-Identity gründlich herauszuarbeiten. Die Blog-Positionierung steht natürlich im Einklang mit der Marken-Positionierung und sollte darauf aufbauen. Der Blog sollte letztendlich die Marke widerspiegeln und mit ihr assoziiert werden können.

Aber: Ein Corporate Blog darf und soll sogar etwas Eigenes haben, eine eigene Blog Identity, einen eigenen Daseinszweck. Damit wird klar, dass der Blog kein Werbemedium ist, sondern ein eigenständiges Format, bei dem es nicht direkt um die Marke geht, sondern um etwas Höheres, Tieferes, Breiteres – rund um die Brand herum.

Die Blog Identity gibt dem Blog einen Wiedererkennungswert und legt fest, wie der Blog wahrgenommen werden soll. Eine klare Positionierung sorgt dafür, dass der Blog und sein Content unverwechselbar und stimmig ist und verhindert, dass Leser durch diffuse Inhalte verwirrt werden und damit letztendlich vom Blog abgestoßen werden. Dazu braucht es auch Mut zu fokussieren und zu reduzieren.

Wichtig ist auch ein ansprechendes, professionell gestaltetes Blog Design, das mit dem Inhalt gut zusammenspielt. Dabei gilt: Der erste Eindruck zählt! Das Design sollte an das Corporate Design der Marke angepasst sein und dennoch eigenständig bestehen können. Eine moderne Optik mit Gesamterscheinungsbild, Farben und Motive sollen die Kraft haben, Leser anzulocken. Auch eine übersichtliche, klare Struktur mit festgelegten Rubriken gehört dazu.
Mit dem folgenden Worksheet kannst du die Blog Identity gründlich herausarbeiten.

 

Fragen zur Blog-Identity

Versuch die folgenden Fragen eingehend zu beantworten. Das eine oder andere ist vielleicht im Moment noch nicht ganz klar, dann versuch eine vorläufige Antwort zu geben und erlaube dem Blog eine gewisse Entwicklung. Du wirst sehen, dass sich das eine oder andere auch erst im Laufe der Zeit herauskristallisiert.

 

  • Welchem Zweck dient der Blog?
  • Vision: Wo will ich mit dem Blog hin? Welches Ziel will ich damit erreichen?
  • Mission: Wie lautet das Blog-Mission-Statement?
  • Welche Leser, welche Bezugsgruppe soll damit erreicht werden und wer ist der ideale Leser (Persona)?
  • Welche Persönlichkeit hat der Blog? Wie sieht sein Charakter aus? (z.B. bodenständig, inspirierend, charmant, intelligent, einfallsreich usw.)
  • Welche Werte verkörpert der Blog und welche Werte haben unsere Leser?
  • Welche emotionalen Verbindungen wollen wir mit dem Blog herstellen, wozu wollen wir inspirieren, welches Gefühl wollen wir in unseren Lesern hervorrufen?
  • Welchen Nutzen haben die Leser davon?
  • Wie lautet die – inspirierende – Key-Message des Blogs?
  • Welche weiteren Botschaften möchte ich auf dem Blog transportieren?
  • Wie lauten die Brand-Keywords, die im Blog immer wieder auftauchen?
  • Wie ist die Stimme des Blogs (Schreibstimme/Schreibstil/Tonalität)?
  • Welches Wording hat der Blog?

 

Corporate Story

Beim Gestalten der Blog-Identity ist es auch hilfreich, sich die Corporate bzw. Brand Story wieder in Erinnerung zu rufen. Laut dem Story-Experten Markus Gull von thestorydude.com ist das Herzstück jeder Corporate Story der Sinn und die Bedeutung der Marke. Die Corporate Story macht ihre Kunden zu Helden, nicht sich selbst. Das Publikum muss die Hauptrolle spielen und nicht von oben herab bespielt werden. Dabei geht es aber nicht um die Erzählung, das Narrativ selbst, sondern um die emotionalen Werte, die dahinter stehen und die sie mit dem Publikum verbindet. Werte wie etwa Sicherheit, Gerechtigkeit oder Vertrauen werden nicht erzählt, sondern geteilt und so kann etwas Gemeinsames entstehen. Durch das Teilen einer gemeinsamen Story (Storysharing) entstehen Beziehungen auf Augenhöhe.

 

Blog Namen

Es ist wichtig, dass der Blog einen eigenständigen Namen hat, der aber Bezug auf die Marke nimmt. Der Name kann ruhig kreativ sein. So heißt zum Beispiel der Blog der Gärtnerei Starkl „Die starke Gärtnerin“ oder der Blog der Austria Trend Hotels „A Stockerl Austria“.

Der Blog kann ruhig als „Blog“ bezeichnet werden. Es liegt zwar im Trend, die Bezeichnungen Magazin, E-Mag, Tipps oder Ratgeber zu verwenden, aber das kann auch verwirren. User wollen wissen, was sie erwartet, daher sollte ein Blog als solcher erkannt werden können.

 

Blog Design

Mit dem Blog-Design bekommt der Blog einen optischen Wiedererkennungswert. Folgende Punkte solltest du dir dabei überlegen.

  • Wie sieht das Logo des Blogs aus?
  • Welches Theme (Layout) wird verwendet?
  • Welche Hauptfarben werden auf dem Blog verwendet?
  • Welche 2-3 harmonierenden Schriften werden für Bloggrafiken verwendet?
  • Welche Stilelemente kommen im Blog vor?
  • Welche einheitliche Bildsprache wird verwendet?
  • Welche besonderen optischen Merkmale hat der Blog?

 

Blog Persona

Es ist viel sinnvoller, eine oder mehrere konkrete Blog-Personas zu definieren, als für eine breite Zielgruppe zu schreiben. Eine Persona ist der erfundene ideale Leser des Blogs. Damit ist für Klarheit gesorgt – nicht alle Menschen können und sollen zum Fan des Blogs werden. Bei der Entwicklung der Blog-Persona stellt man sich am besten eine reale Person vor, auf die Blogposts exakt zugeschnitten werden. Mit anderen Worten: Alle Texte werden für diese Persona geschrieben.

Fragebogen Persona

  • Welchen Namen gibst du der Persona?
  • Ist sie männlich oder weiblich?
  • Wie alt ist sie?
  • Wie ist ihr Familienstand?
  • Wie lebt sie?
  • Was macht sie beruflich?
  • Wie verbringt sie ihre Freizeit?
  • Was sind ihre Interessen?
  • Wie sieht ihr Alltag aus?
  • Mit welchen Problemen kämpft sie?
  • Welche Sorgen und Ängste hat sie?
  • Wie kann dein Blog Fragen rund um diese Sorgen beantworten und Hilfestellung geben?

 

 

Blog Strategie

Ist die Blog-Identity erstellt, geht es an die Strategie.

Darin wird definiert:

 

# Welche Ziele mit dem Blog erreicht werden sollen (z.B. Image verbessern, als Themenführer/Experte positionieren, Kunden gewinnen, Kundenbindung und Service, Bewerber gewinnen)

# Welche Keywords verwendet werden (mit denen man ganz oben in den Suchmaschinenergebnissen ranken will)

# Wie der Blog in die gesamtheitliche Unternehmenskommunikation integriert wird

# Wer die Blog-Autoren sind (intern/Mitarbeiter, extern/Ghostwriter/Gast- autoren)

# In welchem Rhythmus neue Artikel erstellt werden (z.B. 1-2 Mal pro Woche) und ob es fixe Veröffentlichungszeiten gibt

# Worüber gebloggt wird (Themenplan)

# Wie Leser adressiert werden: du/Sie?

# Welche Rubriken der Blog hat (3-5) und welche Tags bzw. Schlagworte verwendet werden

# Ob der Blog Extras (Freebies, nützliche Links, Video-Tutorials usw.) anbietet

# Auf welchen Social Media Kanälen der Content verbreitet wird.

# Wie die Blog-Inhalte außerdem noch promotet werden können, z.B. über einen Newsletter, über die Unternehmens-Website usw.

# Mit welchen Kennzahlen der Erfolg gemessen wird

 

Ganz schön spannend, nicht? Wenn du dich mehr für das Thema Blog Branding und Strategie interessierst, dann darfst du dich auf mein umfassendes eBook freuen, an dem ich gerade arbeite. Da sind all diese Themen und noch viele weitere ausführlich im Detail erklärt. Melde dich doch für meinen Newsletter an, dann erfährst du, sobald es verfügbar ist. (Anmeldeformular unten im Footer.)

 

Blog Identity

 

 

SERIE: Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand

In meiner neuen 5-teiligen Blog-Serie „Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand“ gehen wir in die Tiefe und entmystifizieren die Geheimnisse genialer Corporate Blogs. Im dritten Teil dieser Serie schauen wir uns Baustein #2 an: die Blog-Persönlichkeit. 

Teil drei der Serie folgt Mitte März!

 

Teil #1 findest du hier: Was der Blog für die Brand tun kann

 

Und noch eine Erinnerung hab ich für dich: Die Inhalte der gesamten Serie stelle ich nach dem letzten Teil in Form eines kostenlosen eBooks zur Verfügung! Du hast jetzt schon Interesse daran? Schreib mir eine kurze eMail an office@prspionin.at

 

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