Digital Storytelling – Wie du mit Content Geschichten erzählst

Digital Storytelling – Wie du mit Content Geschichten erzählst

Content kann viele verschiedene Formen annehmen, aber wenn du mit deinem Content dein Publikum für dich bzw. deine Marke ganz einfach gewinnen möchtest, solltest du Geschichten erzählen. Beim Digital Storytelling sorgst du dafür, dass Menschen deine Marke entdecken können und verstehen, anstatt mit plumpen Marketingbotschaften deine Produkte oder Services zu promoten.

Storytelling verbindet Fakten mit Emotionen und macht uns Menschen damit neugierig. Geschichten helfen dabei, dass sich Erzähler und Zuhörer stärker miteinander verbinden können. Genau das wollen wir auch erreichen: ein Publikum, das sich wirklich mit unserer Marke verbindet, sich damit identifiziert und damit auseinandersetzt. Deine Botschaften verankern sich leichter im Gedächtnis als durch reine Fakten.

Daher solltest du Digital Storytelling in deinem Content nutzen, in deinen Blogposts und Videos, in deinen Instagram Bildern, Captions und Stories, auf Facebook wie auf Twitter und YouTube.

In diesem Blogpost stelle ich dir jene Faktoren vor, die für dein Digital Storytelling wichtig sind.

 

Kenne deine Brand Story

Zunächst musst du natürlich deine Brand Story kennen, die generelle Geschichte, die deine Marke erzählt. Nur wenn du weißt, wofür deine Marke steht, kannst du das auch entsprechend nach außen kommunizieren und dein Publikum es auch verstehen. Menschen lieben es, den bzw. die Menschen hinter einer Marke zu kennen und zu verstehen, warum eine Marke überhaupt gegründet wurde.

  • Wie lautet die Gründungsgeschichte zu deiner Marke?
  • Was ist der höherer Zweck deiner Brand? Wofür steht sie?
  • Was ist das große “Warum” hinter der Marke? Welchen Sinn will sie stiften? (siehe dazu Simon Sinek und The Golden Circle)
  • Welche Transformationen gab es auf dem Weg?
  • Welche Mission und Vision verfolgt deine Brand?
  • Welche Kern-Botschaft möchtest du vermitteln?

Wenn du die Antworten auf diese Fragen gründlich herausgearbeitet hast, wird das die Art und Weise verändern, wie du über deine Brand sprichst. Deine Brand Story ist die Basis für alle weiteren Geschichten, die du rund um deine Marke erzählst.

 

Stelle die Bedürfnisse deines Publikums in den Vordergrund

Du möchtest Storytelling ja nicht zum Selbstzweck betreiben, sondern deine Zielgruppe wirklich erreichen. Wenn du also möchtest, dass sie dir zuhören, dann erzähle ihnen deine Geschichten so, wie sie es brauchen. Natürlich musst du dir dazu zunächst klar darüber sein, wen du eigentlich wirklich erreichen möchtest. Arbeite hier mit Personas, idealen Vertretern deiner Zielgruppe, deren Wünsche und Bedürfnisse du eingehend studierst.

Nicht dein Produkt oder deine Dienstleistung sollte beim digital Storytelling im Zentrum stehen, sondern der Nutzen für deine Persona. Daher stellst du dein Publikum und seine Bedürfnisse beim digital Storytelling in den Vordergrund deines Contents. Starte nicht mit deinem Produkt bzw. Service, sondern damit, mit den Wünschen und Bedürfnissen oder Schmerzpunkten deines Publikums. Fokussiere darauf, was deine Zielgruppe wirklich will und was sie brauchen und stelle dein Produkt oder deine Services in den Hintergrund. 

Zum leichteren Verständnis gebe ich dir hier zwei Beispiele:

  • Bio Tee = das Produkt
  • eine bessere Tee-Qualität und Umweltschutz sind Bedürfnisse
  • verantwortungsvoller Konsum ist ein Wunsch

oder

  • Interior Design = das Service
  • sich in seiner Wohnung wohl zu fühlen ist das Bedürfnis
  • eine schön gestaltete Wohnung ist ein Wunsch

 

Mach dein Publikum zum Helden der Geschichte

Indem du die Wünsche und Bedürfnisse deines Publikums in den Fokus rückst, stellst du sicher, dass dein Content publikumsfokussiert und inspirierend ist. Damit machst du dein Publikum automatisch zum Helden der Geschichte, nicht das, was du verkaufen möchtest oder dein Unternehmen selbst. Dein Produkt oder Service ist in dieser Geschichte nicht der Held, sondern schlüpft in die Rolle eines Mentors. Der Held ist dein Publikum! Bei einer guten Story sollte es nämlich immer um denjenigen gehen, der die Geschichte hört. Deine Story sollte etwas über deine Zuhörer aussagen und deine Marke ist in der Rolle eines Helfers, der das Publikum dabei unterstützt, einen Aspekt ihres Lebens zu verbessern.

Wenn du deine Stories von diesem Aspekt her erzählst und sich dein Publikum in der Story wiederfinden kann, sollte ihnen klar sein, WARUM sie ausgerechnet dir vertrauen und von dir kaufen sollten.

Wenn du mehr zu diesem Aspekt des Storytellings erfahren möchtest, empfehle ich dir das Buch “Building a Storybrand: Clarify your Message so your Customers will listen” von Donald Miller.

 

Löse Emotionen aus

Wer Emotionen auslöst, bleibt im Gedächtnis. Aber nicht nur das: Emotionen sorgen auch dafür, dass wir mit Content interagieren. Content, der viele Interaktionen (Kommentare, Shares, Likes) erhält, wird von Social-Media-Algorithmen bevorzugt und stärker ausgespielt. Es ist auch erwiesen, dass Nutzer vor allem Beiträge teilen, die starke Gefühle auslösen.

Achte daher darauf, mit deinen Stories Gefühle zu wecken, emotional zu berühren, zu überraschen und zu faszinieren. Bewegende Stories handeln von den Gefühlen deines Publikums, von Glück und Überraschung, Stolz und Mut, aber auch Ängsten, Sorgen und Zweifeln, Überwindung und Bewunderung. Sie bringen zum Lachen oder zum Weinen, begeistern oder regen zum Nachdenken an. Damit sind gute Stories automatisch auch persönlich, drehen sich immer um Menschen und machen deine Marke menschlicher.

Emotionale Stories werden es deinem Publikum erleichtern, sich mit dir zu identifizieren, deine Botschaften und Geschichten im Kopf zu behalten und darauf zu reagieren.

 

Gib deinem Publikum einen Grund, sich zu engagieren

Überleg dir, welche Aktionen dein Publikum setzen soll, wenn es Kontakt mit deinen Stories gehabt hat. Was sollen sie als nächstes tun? Emotionen in deinen Stories werden das Engagement deines Publikums bereits erhöhen. Du kannst diesen Effekt aber steigern, wenn du einen Dialog mit deinem Publikum startest. Stelle ihnen dazu sinnvolle Fragen in deinen Postings, die sich auf deine Story beziehen. Ermutige sie, sich mit dem Thema zu beschäftigen und ihre Sichtweise wiederzugeben.

Solche Handlungsaufforderungen werden leider oft falsch angewendet: Wenn dein Publikum nicht erkennt, warum sie sich jetzt einbringen sollen, wenn sie nicht emotional berührt sind, werden sie kaum auf deinen Call-to-Action eingehen. Achte daher darauf, dass du sinnvolle, relevante Fragen stellst, keine banalen oder generischen Fragen.

Gehe unbedingt auch auf alle Antworten und Kommentare ein und starte einen echten Dialog mit deiner Community. Damit baust du dir eine nachhaltige Beziehung zu deinem Publikum auf und zeigst, dass du dich für die Antworten wirklich interessierst.  Es heißt schließlich nicht umsonst “Social” Media. Reagierst du dagegen nicht auf Kommentare, signalisierst du damit Desinteresse. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man nicht mehr auf deine Fragen eingehen wird.

 

Halte deine Geschichte einfach und unkompliziert

Deine Stories müssen nicht lang und kompliziert sein. Halte sie simpel und verständlich und konzentriere dich auf Emotionen statt auf einen komplexen Aufbau. Wir Menschen haben eine sehr geringe Aufmerksamkeitsspanne von nur 8 Sekunden – geringer als ein Goldfisch, der immerhin 9 Sekunden schafft!

Sorge unbedingt für einen guten Einstieg in deine Story, der die Aufmerksamkeit deines Publikums erweckt. Bei Texten ist die Überschrift besonders wichtig, bei Videos die ersten paar Sekunden. Auch Bilder können Stories erzählen, Bilderwelten im Kopf erzeugen und eine klare Botschaft vermitteln. 

 

Praktische Tipps für die Umsetzung

Wie du siehst ist Storytelling im Content Marketing keine Hexerei, auch wenn man zum Thema Storytelling natürlich noch viel viel mehr erzählen könnte. Für die Umsetzung deines digital Storytellings gebe ich dir noch ein paar praktische Tipps:

  • Halte deinen Content konsistent, sowohl visuell in der Bildsprache als auch deine Botschaften.
  • Sorge für einen roten Faden und einen Wiedererkennungswert in deinem digital Storytelling.
  • Bleibe authentisch und erzähle keine erfundenen Geschichten!
  • Denke bei der Content Creation immer an dein Publikum bzw. deine Persona und bezieh sie mit ein.
  • Berücksichtige, dass Content für verschiedene Plattformen unterschiedliche Anforderungen hat.
  • Bereite deinen Content spannend und wertvoll auf.
  • Kopiere nicht das, was andere tun, sondern erzähle deine eigenen Geschichten.
  • Richte deine Stories auf Interaktion und Dialog aus.
  • Geh es nicht zu kompliziert an, sondern denke an Wünsche, Bedürfnisse und Emotionen.

 

Viel Spaß beim Storytelling!

 

Digital Storytelling

 

 

Zum Weiterlesen:

Kleiner Leitfaden für Social Media Storytelling

5 wertvolle Essenzen für dein Brand Storytelling

10 Quick Tipps für deine Content Creation

 

 

Foto: Unsplash.com

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