FAQs – Kommunikation in Zeiten der Corona-Krise

FAQs – Kommunikation in Zeiten der Corona-Krise

FAQs – Kommunikation in Zeiten der Corona-Krise

In der aktuellen Krise sorgen sich viele Unternehmen um ihre Zukunft, die Frage nach PR und Kommunikation gerät da verständlicherweise in den Hintergrund. Dennoch sollte die Unternehmenskommunikation derzeit nicht komplett eingefroren werden. Es stellen sich dabei Fragen wie: Was sollen wir überhaupt während der Corona-Krise kommunizieren? Welche PR- und Marketing-Aktivitäten machen derzeit Sinn, wo sich Medien und Verbraucher nahezu ausschließlich auf das Thema Corona fokussieren? Soll ich so tun als wäre alles normal oder soll ich meine Kommunikations-Strategie adaptieren? Und was sollen wir auf unseren Social-Media-Kanälen posten?

Fragen über Fragen, auf die ich in diesem FAQ ein paar Antworten geben möchte. Wie immer empfehle ich, diese generischen Tipps auf die eigene Branche und das eigene Unternehmen zu adaptieren. 

 

Frage: Machen Kommunikationsmaßnahmen in der derzeitigen Situation überhaupt Sinn?

Antwort: In einer so schwerwiegenden Krise wie dieser interessieren sich die meisten Menschen für die Auswirkungen der Corona-Krise, haben gesundheitliche, wirtschaftliche oder existentielle Sorgen und sind natürlich weniger empfänglich für klassische Unternehmensbotschaften oder Produktkommunikation. Daher ist von Kommunikation as usual derzeit nicht zu raten, da diese auf taube Ohren stoßen wird. Es empfiehlt sich jetzt also nicht, den PR-Jahresplan abzuarbeiten und auf Social Media zu posten als wäre nichts gewesen. Gleichzeitig wäre es nicht gut, kommunikativ total in der Versenkung zu verschwinden und die eigene PR einzufrieren, denn auch das ist ein Signal. Eine Gratwanderung mit einer angepassten Kommunikationsstrategie ist daher gefragt!

 

Frage: Worauf sollte ich jetzt in der Kommunikation fokussieren?

Antwort: Am besten ist es zu hinterfragen, was die eigenen Stakeholder bzw. das eigene Publikum derzeit rund um COVID-19  und seine Auswirkungen beschäftigt und flexibel in seiner Kommunikation darauf zu reagieren. Sprich: Kann mein Unternehmen einen Beitrag leisten, ein Problem lösen oder aktuelle Fragen rund um die Corona-Krise beantworten? Welchen hilfreichen oder auch humorvollen Content kann man gerade beisteuern? Was kann man über die Auswirkungen auf das eigene Unternehmen in der Corona-Krise berichten? Insgesamt lässt sich sagen, dass vor allem vertrauensbildende Kommunikation, die eigene Positionierung stärkende Botschaften und Transparenz rund um das eigene Unternehmen in einer sensiblen Form derzeit am meisten Sinn macht.

 

Frage: Kann ich jetzt etwas falsch machen? Was sollte ich besser unterlassen?

Antwort: Kann man jetzt nichts Sinnvolles beitragen, würde ich eher Zurückhaltung empfehlen. Insbesondere von aggressiven Verkaufs-Botschaften und Produkt-Werbung würde ich derzeit unbedingt absehen. Die Krise ist einfach nicht die richtige Zeit um zu verkaufen. Das könnte der Marke auch nachhaltigen Schaden zufügen, weil in einer Krise, Menschen besonders sensibel sind und oft auch weniger Budget für Konsum zur Verfügung steht.

Auch davon, die Krise zu seinen eigenen Gunsten zu nutzen, unpassende Bezüge zur Corona-Krise zu konstruieren, Ängste zu schüren oder (Verkaufs-)Druck auszuüben – “Deine letzte Chance!” – ist dringend abzuraten. Es gilt vielmehr Information und Dialog statt hartem Verkauf!

 

Frage: Welche Kanäle soll ich für meine Kommunikation nutzen?

Das hängt ganz davon ab, was zu deiner Marke passt und wo auch dein Publikum unterwegs ist, so wie sonst auch. Wo hast du bereits eine engagierte Community? Dort solltest du auch jetzt kommunizieren.

 

Frage: Was soll ich in Zeiten der Corona-Krise auf Social Media posten?

Antwort: Auch hier gilt es, sich in seine Stakeholder oder genauer gesagt in seine Personas hineinzuversetzen und gegebenenfalls seine Social-Media-Strategie anzupassen. Content, der auf die Sorgen und aktuellen Probleme der Personas eingeht, durch Authentizität Vertrauen in die eigene Marke bildet und die Beziehung zum eigenen Publikum vertieft, macht derzeit am meisten Sinn. Eine gute Kundenbindung und Solidarität in der Krise macht sich auch langfristig bezahlt.

Viele Menschen nutzen Social Media derzeit verständlicherweise verstärkt, um Hilfestellung und Austausch rund um private Sorgen zu finden, weniger um Marken-Content zu konsumieren. Facebook und Instagram haben sogar einen 40%-igen Anstieg der Nutzung seit Beginn der Corona-Krise verzeichnet (siehe TechCrunch).

Eine temporäre Reduktion der Posting-Frequenz von markenspezifischem Content kann daher für Unternehmen Sinn machen, wenn stattdessen auf hilfreichen Content gesetzt werden kann. Es empfiehlt sich in dieser Zeit übrigens auch, sein Social Media Wissen aufzufrischen und ein Social-Media-Audit zu machen: Bin ich noch auf den für mich richtigen Plattformen unterwegs? Kann ich meine Content Strategie noch verbessern?

 

Wichtig: Bitte verbreite keine Falsch-Informationen rund um COVID-19, im besonderen keine medizinischen Fake News. Social Media Netzwerke von Facebook bis Pinterest gehen streng dagegen vor und löschen falsche Informationen.

 

Welche Fragen hast du rund um das Thema Kommunikation in Zeiten der Corona-Krise? Schreib mir gerne einen Kommentar, dann ergänze und beantworte ich deine Frage hier.

Falls du jetzt deine Zeit nutzen möchtest, um dein Social-Media-Wissen aufzufrischen, eine Content-Strategie zu erstellen oder ein Social-Media-Audit machen möchtest oder aber Hilfe bei deiner Kommunikations- und PR-Strategie brauchst, melde dich gerne bei mir unter info@sylviafritsch.com! Ich biete meine Dienstleistungen und Consulting auch digital bzw. telefonisch an.

 

Kommunikation in der Corona Krise

 

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