Machst du einen dieser häufigen Fehler bei deinem Medien Pitch?

Nicht jedes Thema eignet sich für eine Pressemitteilung und in vielen Fällen ist es viel geschickter, eine PR Story für einen individuellen Medien Pitch auszuwählen, als an zahlreiche willkürliche Medien gleichzeitig auszusenden. Dabei wird ein Themenvorschlag bzw. eine Idee für eine Geschichte einzelnen Redakteuren per E-Mail präsentiert (Story Placement). Mag der Journalist die Idee, wird er sie aufgreifen und dem Vorschlag entsprechend umsetzen oder nähere Informationen einholen. Daher ist es so wichtig, dass ein Presse Pitch möglichst perfekt gestaltet wird. Zwar gibt es keine exakte Definition davon, wie ein solcher Pitch auszusehen hat, aber einige typische Fehler gilt es beim Medien Pitch unbedingt zu vermeiden, um das beste Ergebnis zu erzielen.

 

Fehler #1: Du sprichst den falschen Redakteur an

Du hast lang und breit recherchiert, welches Ressort bzw. welche Rubrik die beste für deine Geschichte wäre und schreibst jetzt den ersten Redakteur dieses Ressorts an. Bei kleinen Medien, bei denen ein Redakteur viele Unterthemen abdeckt, ist das auch kein Problem, aber bei größeren Medien kann es passieren, dass du dabei den falschen Redakteur erwischt. Verschiedene Redakteure decken nämlich unterschiedliche Schwerpunkte eines Themas ab. Nicht immer ist es außerdem die richtige Strategie, einfach den Chefredakteur anzusprechen – der hat nämlich meist gar keine Zeit dafür! Mit dem richtigen Redakteur erhöhst du also die Chance, dass dein Thema aufgegriffen wird, ungemein.

Daher solltest du sicherstellen, dass du wirklich den für dein Thema richtigen Journalisten ansprichst. Recherchiere die letzten Beitrage des Mediums und schaue, wer über welche Themen geschrieben hat. Mach dich mit den Inhalten sehr gut vertraut und recherchiere die Publikation, das TV-Format oder die Radiosendung sorgfältig. Oft ist auch ein Blick in die Redakteursliste auf der Website des Mediums hilfreich, wenn nicht nur das Ressort, sondern auch Themenschwerpunkte aufgelistet sind. Kommst du hier nicht weiter, lohnt sich ein Anruf in der Redaktion, bei der du dich informierst, wem du deinen Themenvorschlag am besten schicken sollst.

 

Fehler #2: Du kommst nicht auf den Punkt

In der Kürze besteht die Würze – das gilt auch für den Presse Pitch! Beim Schreiben eines Themenvorschlages geht es nur darum, eine Idee vorzustellen und ihre Grundlagen darzustellen. Statt langatmiger Geschichten, Hintergründen und Details solltest du daher kurz und knapp formulieren, worum es geht, warum das ausgerechnet für dieses Medium interessant sein könnte und wo es weitere Informationen oder Interviewpartner gibt. Bedenke, dass Redakteure jeden Tag sehr viele E-Mails mit Pressemitteilungen und Themenvorschlägen erhalten. Sie haben keine Zeit, lange Ausführungen zu studieren, sondern müssen sehr rasch entscheiden, ob sie mit dem jeweiligen Thema etwas anfangen können oder nicht. Schlecht geschriebene Pitches landen schneller im Papierkorb. Indem du rasch und gut formuliert zum Punkt kommst, erleichterst du dem Redakteur seine Arbeit und erhöhst deine Chance auf einen Erfolg.

Konzentriere dich daher auf eine starke und interessante Botschaft. Alle Details und Hintergründe findet der Redakteur dann entweder in einer beigefügten Presseinformation, in deiner Basis-Pressemappe im Anhang (siehe auch Fehler #5) oder über verlinkte Websites mit entsprechenden Informationen sowie natürlich über dich als Ansprechpartner. Wenn der Redakteur das Thema interessant findet und die ganze Geschichte will, wird er sich bei dir melden.

 

Fehler #3: Du formulierst keine überzeugende Betreffzeile

Die Betreffzeile deiner Pitch Mail ist manchmal sogar noch wichtiger als der Text, den sie entscheidet oft darüber, ob der Redakteur auch die Mail liest oder nicht. Und hier rede ich nicht vom Clickbaiting! Vermeide aber unbedingt, nichtssagenden, langweilige Betreffzeilen zu schreiben.

Das Geheimnis einer prägnanten Betreffzeile liegt darin, in wenigen Worten herauszuarbeiten, was das Besondere an der Geschichte ist. Am besten versetzt du dich dazu in die Position des Redakteurs, den du anschreiben möchtest und fragst dich, auf welche Formulierung du reagieren würdest. Bedenke, dass Journalisten oft auf der Suche nach den neusten Nachrichten oder Trends sind und keine langweiligen Unternehmensinformationen abarbeiten wollen. Gut funktioniert auch alles was “neu” oder “exklusiv” ist oder etwas Besonderes verspricht. Oder arbeitest du einen Opinion Leader deiner Branche? Nenne ihn auch bereits in der Betreffzeile.

 

Fehler #4: Alles dreht sich nur um dich oder deine Marke

Wie langweilig! Wie gesagt, sind Redakteure keine Unternehmenschronologen, sondern immer auf der Suche nach News und Stories, die Anklang beim eigenen Publikum finden. Einer der größten Fehler also, die du machen kannst, ist den Schwerpunkt deiner Formulierung auf dein Unternehmen bzw. deine Marke zu legen. Wenn du jetzt kein sehr bekanntes oder relevantes Unternehmen bist, wirst du damit mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern.

Versuche daher, in deinem Themenvorschlag ein für das Medium passenden Anker zu finden und herauszuformulieren, warum diese Geschichte für genau jenes Medium so interessant sein könnte. Teile dem Journalisten mit, welchen Nutzen er davon hat, genau diese Story aufzugreifen. Sei hier nicht zu generisch, sondern arbeite wirklich heraus, was für das jeweilige Medium der passende Aufhänger ist, das Thema zu übernehmen.

 

Fehler #5: Du sendest zu große Anhänge mit

Ein No Go, das aber trotzdem immer wieder passiert: Presse Pitches, die mit Tonnen an Material aufwarten, zahlreiche Presseaussendungen, deine Basis-Pressemappe und unzählige Fotos im Gepäck. Nicht nur, dass die Mail durch die Anhänge unendlich groß wird und womöglich gar nicht zugestellt werden kann. Das Problem ist auch, dass sich der eine oder andere Redakteur erschlagen fühlen kann von der Masse an Material, die du mitschickst.

Besser ist es, wirklich sorgfältig auszuwählen, was du in den Anhang packst und die jeweiligen Dateien klein zu halten. Bilder und pdfs kannst du mit Tools wie smallpdf oder tinypng komprimieren. Noch besser ist ein Link zu deinem Pressecorner, wo alle Materialien, Presseinformationen und Bilder bei Interesse heruntergeladen werden können.

 

Fehler #6: Nach dem Pitch meldest du dich nicht mehr

Nicht selten passiert es, dass die gewünschte Antwort des Redakteurs nach einem Medien Pitch ausbleibt. Wenn du alles richtig gemacht hast und überzeugt davon bist, dass du eine gute Geschichte für dein Wunschmedium entwickelt hast, solltest du daher sanft nachfassen. Gib dem Journalisten aber erst genug Zeit, dir zu antworten. Ein paar Tage bis eine Woche würde ich hier schon zuwarten. Dann kannst du nochmals ein E-Mail hinschicken und nochmals die wichtigsten Punkte aufgreifen. Nicht immer steckt nämlich hinter der ausbleibenden Antwort wirkliches Desinteresse. Schon öfter ist mir passiert, dass der Redakteur hinterher dankbar war, dass ich ihn nochmals auf ein Thema aufmerksam gemacht habe, das vielleicht in der Flut an E-Mails untergegangen ist.

Was tun bei einer Absage? Wenn das Thema gerade wirklich nicht passt, dann kannst du den Redakteur fragen, welche Themen ihn in deinem Bereich interessieren würden und du notierst dir das gleich für deine weitere Pressearbeit. Oder du versuchst die Geschichte zu überarbeiten und bietest einen anderen Blickwinkel an.

 

Bestimmt fallen dir jetzt auch Fehler ein, die du aus eigener Erfahrung kennst oder bei anderen beobachtet hast. Hinterlass mir sehr gerne einen Kommentar und erzähl davon!

 

Presse Pitch

 

Zum Weiterlesen:

5 Tipps für deine Story Placements in der Presse

inkl. einem Story-Placement-Guide zum kostenlosen Download

 

 

Foto: Kaboompics.com 

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  • Danke dir für diese tollen Tipps!
    Hab daraus grad genug Mut geschöpft, um eine PR-Mail raus zu schicken, die ich schon längst hätte schreiben wollen ? manchmal braucht es einfach einen kleinen Stupser.

    Lieber Gruß
    Maggie von stahlpink