Wer ist das Gesicht deiner Marke?

Wer ist das Gesicht deiner Marke?

Wer ist das Gesicht deiner Marke?

Vielleicht stehst du auch vor der Frage, ob du deiner Marke bzw. deinem Unternehmen dein Gesicht verleihen solltest oder ob du als Gründerin oder Inhaberin lieber im Hintergrund bleibst. Diese Frage ist essentiell für die Vermarktung deines Unternehmens, daher solltest du hier strategisch klug und überlegt vorgehen.

In diesem Beitrag möchte ich einige Fakten und Überlegungen mit dir teilen, damit du eine informierte Entscheidung für deine Marken-Strategie treffen kannst.

 

Warum Personalisierung wichtig ist

Fakt ist, dass Unternehmen gut beraten sind, wenn sie speziell in der digitalen Kommunikation Menschen und Personalisierung einsetzen. Denn Gesichter geben einer Marke eine menschliche Seite und schaffen Vertrauen, weil letztendlich jede Geschäftsbeziehung eine persönliche Beziehung zwischen Menschen ist. Deine Marke bleibt leichter in Erinnerung, wenn du es schaffst, dass Interessenten einen persönlichen Bezug zu dir bzw. den Mitarbeitern des Unternehmens aufbauen können. Es ist auch erwiesen, dass Menschen und ihre Geschichten Emotionen triggern. Daher sollte auch deine Marke eine menschliche Komponente in ihrer Kommunikation nutzen.

In der Kommunikationsberatung erörtere ich mit meinen Kunden daher immer die Frage: “Ist deine Marke eine Business Brand oder eine Personal Brand?”. Wenn es eine Business Brand sein soll, dann folgt die Frage “Wer soll euer Markenbotschafter sein?” Die Antwort darauf ist unterschiedlich, je nach Branche und Größe des Unternehmens, aber wenigstens ein Gesicht nach außen braucht es. Nicht immer muss es die Geschäftsführung, die Inhaberin oder die Gründerin eines Unternehmens selbst sein, aber gerade kleinere, inhabergeführte Unternehmen dürfen sich ruhig trauen, die Persönlichkeit ihrer Inhaber und Mitarbeiter in den Vordergrund zu stellen und dadurch nahbarer zu sein. Ebenso Kreative, Experten und Dienstleister, die sich eine Personal Brand aufbauen wollen.

Speziell bei größeren Unternehmen können auch Mitarbeiter als Corporate Influencer das Gesicht nach außen darstellen. Das macht ein Unternehmen authentischer und glaubwürdiger, als wenn mit gekauften Testimonials gearbeitet wird. Aber natürlich ist auch die Einbindung von Testimonials oder Influencern als Markenbotschafter sinnvoll. Es hängt ganz vom Unternehmen ab, welche Lösung die beste ist. Manchmal kommen auch Kunden oder die eigene begeisterte Online Community in Frage, die einer Marke viele zufriedene Gesichter verleiht. Und vielleicht erinnerst du dich an frühere Zeiten, als Unternehmen gerne auf Maskottchen zurückgegriffen haben, um sich ein menschlicheres Antlitz zu verleihen – nicht mehr ganz zeitgemäß, aber ebenfalls eine Möglichkeit.

Welche Lösung auch immer für dich und dein Unternehmen in Frage kommt: Wenn du deine Kommunikation und Marketing als reale Person mit menschlichem Bezug betreibst, wirst du damit höchstwahrscheinlich erfolgreicher sein, als wenn du als anonymes Unternehmen daherkommst.

 

Was du bedenken solltest, wenn du das Gesicht deiner Marke bist

Wenn du dich dazu entschieden hast, selbst das Gesicht deiner Marke zu sein und mit deiner Person an die Öffentlichkeit zu gehen, dann sei dir folgendes bewusst: Alles was du als öffentliche Person sagst, kommentierst und teilst, fällt auf dein Unternehmen zurück. Achte daher darauf, dass deine starke Meinung mit deiner Marke übereinstimmt und ihr nicht schadet.

Als Gesicht deiner Marke solltest du auch auf passende Lifestyle-Bilder von dir zurückgreifen können, die du in deinem Social-Media-Content nutzen kannst. Das heißt nicht, dass du von nun an ständig Bilder von dir selbst posten solltest, aber – je nach Geschmack – hin und wieder. Das fördert zum einen die Wiedererkennung deiner Marke, schafft Sympathie und Glaubwürdigkeit und zahlt damit in den Know – Like – Trust-Faktor deiner Marke ein, der essentiell für deine Kommunikation ist.

Du kannst übrigens auch als Gesicht deiner Marke dezent vorgehen und bewusst seltener Bilder von dir posten – so wie ich das übrigens auch mache. Deine Persönlichkeit kannst du nämlich auch in deine Texte, in die Art deines Schreibens, in deine Brand Voice einfließen lassen. 

Menschlichkeit als Unternehmen zeigen schließt auch mit ein, dass man nicht immer nur die rosigen Zeiten, sondern durchaus auch mal Schwäche zeigen kann. Das bedeutet nicht, dass du von deinen privaten Misserfolgen erzählen solltest oder heikle Firmeninterna ausplauderst, die besser nicht an die Öffentlichkeit geraten sollten. Denke aber an Dinge, mit denen sich deine Kunden identifizieren können, etwa kleine Schwächen oder Dinge, die du gelernt hast (die etwas mit deiner Marke oder deinem Unternehmen zu tun haben). Eben all jene Dinge, die dein Unternehmen menschlich und nahbarer machen.

Natürlich kann und wird es passieren, dass deine Marke nicht allen gefällt und man kann auch nicht allen sympathisch sein. Wichtig ist vielmehr, dass man die “richtigen” Menschen anzieht, in dem man seinem Unternehmen ein Gesicht gibt und sich menschlich zeigt. 

 

Wie ist das bei deinem Unternehmen? Wie hast du das gelöst? Bist du selbst Gesicht deiner Marke? 

Gesicht der Marke
Beitragsbild: Unsplash.com


1 thought on “Wer ist das Gesicht deiner Marke?”

  • Hallo Sylvia,
    ich finde deinen Artikel sehr interessant. Gratulation dazu! Sein Gesicht zu zeigen, also stärker sichtbar zu werden, ist immer eine Gratwanderung. Zwischen seiner eigenen öffentlichen Authentizität und einer Selbstvermarktung, die schnell relativ oberflächlich werden kann. Aber genau dieses Ausloten finde ich einen sehr spannenden Prozess.

    Beste Grüße | Ulrich Mellitzer

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