5 Inspirationsquellen für PR-Leute

Wem von uns fehlt nicht manchmal die Inspiration, wer von uns kennt das nicht: Da sitzt man an einem PR-Konzept und es fallen einem absolut keine kreativen Strategien und originellen Maßnahmen ein, mit denen man seinen gut herausgearbeiteten Kommunikationszielen Leben einhauchen könnte. Komm jetzt ja nicht auf die Idee, von anderen Konzepten abzuschreiben. Immer das Gleiche nach Schema F in nur leichten Variationen rechnet sich nicht: Erstens fällt es negativ auf und zweitens wirst du damit keine sinnvolle, zielgerichtete Kommunikationsarbeit leisten können.

Ich hab ein paar Ideen gesammelt, die deiner Inspiration auf die Sprünge helfen können.

 

#1 Brainstormings und andere Kreativitätstechniken

Brainstormen mit Kollegen ist für mich eine der wichtigsten Inspirationsquellen. Ein Mensch allein – und sei er noch so erfahren und kreativ – wird niemals so viele Ideen entwickeln und abwägen können wie viele Profis im Rahmen eines Brainstormings. Wenn du also die Möglichkeit hast, dich mit anderen PR-Leuten und Kollegen auszutauschen, dann nütze sie. Es lohnt sich auch, externe Berater oder pr-affine Freunde zu einem Brainstorming einzuladen, die dann frische Sichtweisen beisteuern können. Damit das Brainstorming aber gut funktionieren kann und sich nicht alle gegenseitig beim Denken behindern, sollte man sich an die vier Grundregeln von Brainstorming-Begründer Alex Osborn halten: Keine Kritik – Masse statt Klasse – Kein Copyright – Unbedingt Querdenken. Neben dem berühmten Brainstorming gibt es aber noch eine Reihe weiterer Kreativitätstechniken, an die man sich auch heranwagen kann.

 

#2 Ideen durch Fachzeitschriften und Branchenmedien

In den einschlägigen Magazinen on- und offline finden sich nicht nur Neuigkeiten aus der PR-Branche, sondern sie liefern immer wieder frische Inputs für die eigene Kommunikationsarbeit. Neben den österreichischen Medien wie Horizont, Medianet, Der Österreichische Journalist, Newsroom.at oder derstandard.at/etat lohnt es sich unbedingt auch, deutschen Fachmedien und Magazinen zu folgen, etwa PR ReportPressesprecher, PR Journal oder Alles über Interviews. Ganz besonders empfehlen kann ich auch das SocialHub Magazin, das Upload Magazin, Zielbar und t3n. Kein Mensch wird die Zeit haben, sich da täglich durchzuklicken. Besser und effizienter ist es, RSS-Feeds etwa via Feedly einzurichten, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

 

#3 Inspiration durch PR-Influencer

Es gibt eine ganze Reihe von PR-Koryphäen, denen du auf ihren Kanälen wie Blogs, Twitter oder über RSS-Feeds folgen kannst. So bleibst du up-to-date was neue Entwicklungen in unserer Branche betrifft und bekommst immer wieder neue Inputs für die Kommunikationsarbeit geliefert. Als meine richtungsweisenden Influencer für moderne Kommunikation würde ich etwa PR-Blogger Klaus Eck, dem ich auch auf seiner super kuratierten Flipboard-Sammlung folge, PR-Doktor Kerstin Hoffmann und Meike Leopold nennen, wobei es noch eine Reihe weiterer inspirierender Kollegen gibt und es kommen immer wieder neue dazu, die ich leider hier nicht alle aufzählen kann. Ich folge sehr vielen Experten auf Twitter, weil Twitter einfach das Expertenmedium ist. Außerdem habe ich Podcasts wie Talking Digital – Der Podcast über Kommunikation abonniert. Sich PR-Influencern an die Fersen zu heften lohnt sich durchaus!

 

#4 Monitoring der Bezugsgruppen

Über was sprechen die Kunden deines Unternehmens bzw. PR-Auftraggebers? Was beschäftigt sie, was interessiert sie? Wo ergeben sich vielleicht Fragen oder wo stoßen sie auf Schwierigkeiten zu deinem Thema? Worüber diskutieren sie in sozialen Medien? Wer diese Fragen herausfiltern kann, hat einen wichtigen Hebel für Kommunikationsarbeit gefunden. Wem es gelingt, hilfreich und nützlich in der Kommunikation mit seinen Bezugsgruppen zu sein, ist klar im Vorteil, wird eher wahrgenommen und schafft Vertrauen. Daher ist es für mich eine Inspirationsquelle, mir die wahren Fragen der jeweiligen Kunden und Bezugsgruppen anzuschauen und mit Lösungen in Dialog mit ihnen zu treten. Herausfinden, welche Wünsche und Fragen diese Personengruppen haben, kannst du, indem du etwa eine Meinungsforschung in Auftrag gibst, eine eigene Umfrage startest oder auch durch Social Listening. Aber das sollte sowieso jedes Unternehmen machen, das nicht hinter dem Mond lebt.

 

#5 Storyentwicklung mit den Mitarbeitern

Eine weitere, sehr simple Möglichkeit, um an Ideen zu kommen, ist das Gespräch mit Mitarbeitern aus dem Unternehmen, sei es aus der Produktentwicklung, der Produktion, dem Vertrieb oder einem anderen relevanten Bereich. Mitarbeiter kennen die Produkte und ihre Entstehungsgeschichte meist viel genauer als die Kommunikationsverantwortlichen. Im direkten Dialog mit den Mitarbeitern lassen sich so Stories über das Produkt oder das Unternehmen aufstöbern, die es vielleicht Wert sind, erzählt zu werden und die man in schöne Kommunikationsmaßnahmen verpacken kann. Idealerweise kombiniert mit einem Nutzwert für die Bezugsgruppen.

 

Das waren ein paar meiner Inspirationsquellen für PR-Ideen.

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5 Inspirationsquellen für PR-Leute

 

 

Foto: Unsplash.com

 

 

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  • Danke für deinen Artikel! Ich muss jedoch unterstreichen, dass Brainstorming nicht jedes Mal funktioniert 🙁 Vielleicht hängt es von einem Menschen in der Firma ab und ich möchte nicht nörgeln, aber vielleicht ist es in meiner Firma besser …

  • Hi Sylvia, danke für die Blumen! Eine tolle Zusammenfassung. Unser Team hat sich sehr darüber gefreut, dass du unser SocialHub Magazin gerne liest <3 Die nächste Ausgabe, die Anfang März veröffentlicht wird dreht sich übrigens um das Thema "Content". Sind schon ganz gespannt wie die neue Ausgabe ankommt. LG nach Wien – David & Team

  • Hey Sylvia,

    ein toller Artikel und tolle Ideen. Danke für die Erwähnung von Upload, wir brainstormen viel für neue und interessante Ideen.
    Wir werden deinen Beitrag bei uns in den SM teilen.

    Viele Grüße,
    Sandra

    p.S.: Für mich ist oft eine Inspirationsquelle, wenn ich raus gehe. Nachdem der Frsut einzug gehalten hat und sowieso nichts mehr geht, schnapp ich mir den Hund und gehe los. Es dauert oft keine 5 Minuten, bis es wieder läuft im Kopf.