Das Geheimnis guter Instagram Captions und eine 6-Schritte-Anleitung

Fragst du dich auch manchmal, was du in die Instagram Captions, die Bildunterschriften, schreiben sollst? Dann ist dieser Beitrag für dich. Ich erkläre dir, warum Instagram Captions so wichtig sind, worauf du achten musst und wie du deine Captions gestalten kannst. Denn der Instagram Feed besteht nicht nur aus hübschen Bildern und coolen Stories: Mindestens genauso wichtig sind die Captions zu jedem einzelnen Bild. Gute Captions können uns neue Follower bringen, die ernsthaft an unserem Content interessiert sind und die Beziehung zu unseren Followern vertiefen, daher sollten wir große Sorgfalt in die Formulierung der Captions legen.

Viele Accounts nutzen Captions sogar als Micro-Blogging-Plattform für ihr Storytelling. Bis zu maximal 2.200 Zeichen Text kannst du in die Bildunterschrift packen. Eine aktuelle Studie von Quintly hat sogar herausgefunden, dass rund ein Drittel aller Beiträge über längere Texte von über 300 Zeichen verfügt und über 90 Prozent der Texte mindestens 50 Zeichen haben. (Das gesamte Studienergebnis findest du auf Onlinemarketing.de

Mir persönlich haben meine Captions geholfen, eine tolle Community auf Instagram aufzubauen und eine überdurchschnittlich hohe Engagement-Rate von mindestens 10% zu erzielen.  

 

Was ist eine gute Instagram Caption?

Vereinfacht gesagt, geht es darum, mit der Caption deine Community zu Interaktionen zu bewegen:

Well, put simply, a good Instagram caption is one that provides context, adds personality, and inspires your followers to take action

(Later Blog)

Gut überlegte, ehrlich gemeinte Captions können dir dabei helfen, eine Community aufzubauen, weil sie Interaktionen unter deinen Followern fördern. Deine Bilder sollten idealerweise deine Follower dazu bringen, beim Scrollen durch ihren Feed zu stoppen und sich das Bild genauer anzuschauen. Davon inspiriert sollten sie deine Captions lesen. Deine Captions sollten deine Follower direkt adressieren und so interessant formuliert sein, dass deine Follower deine Captions immer lesen wollen, weil sie darin einen Nutzen für sich erkennen. Sei es, dass du Tipps gibst oder kleine Geschichten erzählst, oder eine kleine Motivation oder Inspiration für ihren Tag bereit hältst – abhängig von deinem Thema und deiner Strategie. Captions geben deinen Bildern Kontext und fügen deinem Post Emotionen, Geschichten und Persönlichkeit hinzu.

Wenn es dir gelingt, dass deine Follower “lernen”, dass du immer interessante Captions hast, dann werden sie auch häufiger deine Bildtexte lesen und kommentieren. Das wiederum fördert das Engagement auf deine Posts, was ja ein wichtiger Faktor für den Algorithmus ist. Denn wenn deine Posts viele Likes und Kommentare erhalten, ist das für Instagram ein Qualitätszeichen und ein Signal, den Post weiteren Followern auszuspielen.

 

So schreibst du gute Captions, die zu deiner Marke passen

Es ist gewiss nicht leicht, immer eine kreative Idee für eine sinnvolle Caption zu haben. Ich habe sogar schon beobachtet, dass die eine oder andere Instagrammerin auf Pinterest nach Vorlagen sucht, die sie dann abschreiben kann. Ja sogar Caption-Templates sind mittlerweile käuflich erwerbbar. Damit du gar nicht auf die Idee kommst, deine Captions abzuschreiben, habe ich hier eine Anleitung für dich, mit der du gute Captions schreiben kannst. Mit der Zeit bekommst du bestimmt ein Gespür für die richtige Caption, auch ohne diese Anleitung.

 

Schritt #1: Was sind deine Themen auf Instagram?

Lege eine Content Strategie für Instagram fest: Über welche Themen möchtest du generell schreiben? Denke nicht nur an deine Marke, sondern denke größer um deine Marke herum. Dein Content sollte sich nicht nur um dein Business drehen. Male ein Gesamtbild aus Themen, die rund um dein Unternehmen und dein Thema geeignet sind. Welche Kernthemen möchtest du auf deinem Instagram Kanal haben? Dein Content sollte sich rund um deine Brandstory drehen und deine idealen Kunden anziehen. Lege 4-6 Content Buckets oder Kategorien fest, die du abwechselnd mit Inhalten bespielen willst. Überleg dir auch, welche Kernbotschaft du auf Instagram vermitteln willst und wie alle deine Themen und Inhalte auf diese Kernbotschaft hinarbeiten. Welche Content Genres möchtest du nutzen und welches Genre soll dominieren?:

  • Education: Was können deine Follower von dir lernen?
  • Inspiration: Wie kannst du ihnen den Tag versüßen?
  • Behind-the-Scenes: Was interessiert deine Follower an deinem Business?
  • Entertain: Wie kannst du sie unterhalten?
  • Community: Wie kannst du sie zu einem Teil deiner Community machen?
  • Lifestyle: Wie kannst du das Feeling deiner Marke vermitteln?
  • Promotional: Produkte und Services, aber auch Blogposts oder dein Portfolio – bitte nur spärlich und nicht werblich

Überleg dir auch, was dein spezieller Inhalt für Instagram sein könnte. Was wirst du nur hier teilen und auf keiner anderen Plattform?

 

Schritt #2: Was will deine Zielgruppe lesen?

Zuallererst solltest du dich fragen, was deine Zielgruppe auf Instagram lesen möchte, oder noch besser deine Persona, dein idealer Follower auf Instagram. Sei dir ganz klar darüber, welches Problem du für diese Person lösen möchtest oder was du ihr geben kannst, damit du sie mit deinem Content erreichen kannst. Hat diese Person Zeit und Interesse daran, längere und ausführliche Texte zu lesen? Oder passen kurz und knapp formulierte Captions besser für sie? Beides ist im Grunde möglich. Möchtest du etwa Beziehungen zu deinen Followern aufbauen, dann ist es keine schlechte Idee, längere Captions zu schreiben, die in die Tiefe gehen und Stories erzählen. Willst du auf Produkte oder Angebote aufmerksam machen? Dann kann auch eine kurze Caption geeignet sein.

Überleg dir, wie du deine Follower ansprechen kannst. Was passt zu ihnen? Welche Wörter nutzen sie? Worauf könnten sie reagieren? Was interessiert sie rund um dein Thema und deine Marke? Wie kannst du Nutzen für sie herstellen? Das Endziel sollte sein, dass deine Follower Vertrauen zu dir aufbauen, dich weiterempfehlen und der eine oder andere später auch zu deinem Kunden wird.

 

Schritt #3: Welchen Zweck hat der Post?

Lege für jeden einzelnen Post einen Zweck fest. Zum Beispiel: Mit diesem Post möchte ich, dass meine Community meine Marke besser kennenlernt. Oder durch diesen Post sollen meine Follower auf meinen aktuellen Blogpost weiterklicken. Und dann gestalte den Text so, dass du diesen Zweck erfüllst und gleichzeitig deinen Followern etwas von Wert schenkst. Gib ihnen etwas, das es sich für sie lohnt, deine Captions zu lesen. Das könnten kleine Geschichten sein, Gedichte, Tipps, Infos, Anleitungen, Zitate, Beobachtungen, Mini-Schritt-für-Schritt-Anleitungen und so weiter,  je nach dem Zweck, den du dir überlegt hast. Frag dich bei jedem Post: Wem bringt das was? Passt das zu mir und meiner Marke? Stellt es Beziehungen her? Findet es meine Community ansprechend?

 

Schritt #4: Sei plauderhaft und erzähle, erzähle, erzähle

Ich habe beobachtet, dass jene Accounts, die in ihren Captions weit entfernt sind von nüchterner, sachlicher Produktinformation und stattdessen ihre Follower in ihre eigene Brandstory mitnehmen, die Geschichten erzählen, aus dem Nähkästchen plaudern und Fragen aufwerfen, viel mehr Kommentare bekommen und bessere Beziehungen zu ihren Followern aufbauen können, als die sachlicheren Accounts. Es ist auch kein Wunder, schließlich ist Instagram eine Community Plattform, es geht hier um den Dialog und nicht um den Monolog.

Nutze das und erzähle ein bisschen über dein Business und dich oder dein Team, wenn es eines gibt. Erkläre deine Markenwerte und deine Mission: Worum geht es dir mit deinem Business? Welche Brandstory steckt dahinter, was ist die Geschichte deines Unternehmens. Erzähle nicht nur Fakten, sondern Stories drum herum und stelle einen Kontext her. Dabei darfst du ruhig persönlich und emotional werden. Gib deiner Community Einblicke in das, was du tust, deine Persönlichkeit oder deine Unternehmenskultur. Erzähl ihnen, worum es bei dir geht, das erlaubt einen Beziehungsaufbau zwischen deinen Followern und dir. Warum tust du, was du tust, was macht dir dabei am meisten Spaß?

Wenn du dich dafür entschieden hast, educational Content in deinem Instagram Feed zu teilen, dann versuche dich auch persönlich einzubringen und deine Tipps und Ratschläge aufzulockern. Stell dir vor, dass du nur für eine Person schreibst, deinen idealen Kunden. Du kannst aber zum Beispiel auch erzählen, was man auf dem Foto sieht oder wie es entstanden ist.

 

Schritt #5: Starte Unterhaltungen

Nutze Captions, um mit deinen Followern ins Gespräch zu kommen. Mit deiner Handlungsaufforderung (Call-to-Action, CTA) sagst du deinen Followern, was sie als nächstes machen sollen. Sollen sie das abgebildete Produkt kaufen, das Rezept ausprobieren oder möchtest du deine Marke in Erinnerung rufen? Sollen sie auf deinen Link klicken und Instagram verlassen oder sich mit deinem Post auseinandersetzen und dir einen Kommentar hinterlassen? Engagement ist wichtig auf Instagram und zahlt auch positiv in den Algorithmus ein, sodass deine Posts eine größere Reichweite erhalten. 

Versuche daher bedeutungsvolle Konversationen zu starten. Stelle Fragen, denn sie fordern zu bedeutungsvollen Interaktionen auf. Follower können darüber nachdenken und sinnvoller Antworten geben als „Gute Tipps!“. Du kannst auch um Hilfe, Tipps oder Empfehlungen bitten. Du kannst auch andere User mit ihrem Instagram-Handle @… markieren und damit konkrete Personen dazu aufrufen, auf deinen Post zu reagieren.

Du musst aber nicht in jeden Post eine CTA schreiben, denn das kann auch zu marktschreierisch wirken, wenn es dauernd heißt “Lies meinen Blogpost”, “Melde dich für meinen Newsletter an” usw. Den CTA kannst du übrigens auch an den Anfang der Caption stellen, wenn er dir besonders wichtig ist. Lass deine Follower wissen, dass du ihre Meinung wertschätzt! Wichtig ist, dass du dich in den Captions nahbar zeigst und nicht abgehoben unpersönlich schreibst. Das gelingt viel leichter, wenn du dir beim Schreiben einige konkrete Follower vorstellst und dir überlegst, wie dieser Text auf sie wirken könnte.

 

Schritt #6: Gib deinen Captions Struktur

Achte darauf, dass deine Captions gut strukturiert und lesbar sind. Du kannst bei längeren Captions auch mit dem klassischen Aufbau Beginn – Mitte – Ende arbeiten. An den Beginn stellst du eine Einleitung, die Aufmerksamkeit erregt. Bedenke, dass Instagram nach den ersten 2 – 3 Zeilen den Text abschneidet. Es folgt dein Hauptteil, in den du deinen Mehrwert packst und ein Schluß mit einem klaren Call-to-Action.

Arbeite mit Absätzen und Bulletpoints oder Emojis, um den Text aufzulockern. Trau dich ruhig, Emojis zu verwenden, sie geben deinen Captions mehr Pep! 😉💪 🌈 Wenn du magst, kannst du auch Emojis definieren, die als dein Erkennungszeichen gelten und dann für jeden Post verwenden. Bei mir ist das zum Beispiel als PR Spionin das Augenpaar 👀 oder die Spionin🕵🏻‍♀️.

Deine Hashtags # solltest du von deinen Captions trennen, damit sie den Lesefluß nicht stören: Stelle sie an das untere Ende deines Textes. Derzeit ist der Stand so, dass Hashtags in den Kommentaren nicht in der Suche gefunden werden können, wie früher, als man noch empfohlen hat, Hashtags in den ersten Kommentar zu stellen. 

 

Geheimnis Instagram Captions

 

Fazit

Wenn es dir gelingt, packende Geschichten rund um deine Marke zu erzählen, die deine Follower ins Boot nehmen, bist du auf dem richtigen Weg. Analysiere regelmäßig in deinen Post-Insights, welcher Content besonders gut performed hat. Schau dir nicht nur die Likes und die Kommentare an, auch welche Posts besonders häufig gespeichert wurden ist sehr aufschlußreich. Versuche die Captions in einer kreativen Stimmung zu schreiben, nicht in Eile. Du kannst sie auch vorschreiben, etwa in einer Planung-App oder in deiner Notes-App oder sogar auf Instagram selbst, und abändern.

 

 

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