Instagram: 6 essenzielle Posting-Typen für Lifestyle Brands

Instagram: 6 essenzielle Posting-Typen für Lifestyle Brands

Instagram: 6 essenzielle Posting-Typen für Lifestyle Brands

 

Jedes Unternehmen benötigt eine durchdachte Content Strategie auf Instagram, um die jeweiligen Marketing- und Kommunikationsziele zu erreichen. Diese Strategie sollte auf die jeweilige Marke individuell zugeschnitten werden. Auf Instagram einfach nach Gefühl posten? Keine gute Idee!

Instagram-Strategie ist natürlich ein komplexes Thema mit vielen Facetten, in die man sich vertiefen kann. In diesem Beitrag möchte ich aber den Fokus auf den Zweck legen, den ein Instagram-Post speziell für Lifestyle-Brands erfüllen sollte. Für Labels aus Bereichen wie Fashion, Design, Accessoires, Beauty, Food & Beverages oder Wellness ist es nämlich wichtig, die Marke emotional aufzuladen und damit ein gewünschtes Image in der Öffentlichkeit zu kreieren.

Für Instagram bedeutet das, dass jedes einzelne Posting einen von vorab festgelegten Sinn haben sollte. Frag dich, welches Ziel jedes individuelle Stück Content unterstützen kann. So stellst du sicher, dass du nicht ziellos und ohne Effekt postest.

Im Wesentlichen kann man den Zweck von Postings von Lifestyle-Brands auf Instagram auf 6 verschiedene Typen herunterbrechen. Schau dir diese Typen an und entscheide, welche davon du in welcher Gewichtung in deinem Content verwenden möchtest.

 

Typ 1: Der Mehrwert-Post

> Boostet den Trust-Faktor des Know-Like-Trust-Faktors

Der Mehrwert-Post ist ein Posting, das einen hohen Nutzen und Mehrwert für dein Publikum hat. Er gibt ihnen etwas, das sie rund um die Thematik deiner Marke „brauchen“. Er löst ein Problem, indem er relevantes Wissen teilt, etwa durch Tipps, Systeme, Strategien, Schritte, Antworten, FAQs, Mini-Tutorials etc. Oder er informiert sie zum Beispiel über relevante Trends und Neuigkeiten deines Themas oder deiner Branche. Je nachdem, in welchem Bereich dein Unternehmen tätig ist, kann Mehrwert etwas unterschiedliches bedeuten. Wichtig ist hier, dass du deine Zielgruppe sehr gut kennst und weißt, welche Informationen sie zu schätzen wissen.

Der Mehrwert-Post dreht sich nicht um deine Marke sondern sollte einzigartige, aber doch unabhängige Informationen liefern. Diese Postings werden gerne gespeichert und geteilt, sind also shareable. Sie helfen dabei, Vertrauen in die Expertise der Marke aufzubauen. Dadurch kann man als Marke mit wertvollen Inhalten im Gedächtnis bleiben, deren Content es sich lohnt zu konsumieren.

 

Typ 2: Der Likes-Post

> Boostet Likes

Hierbei geht es um Posts, die ganz darauf abzielen, viele Likes zu erhalten und dein Publikum zum Herzen motiviert. Wozu das gut ist? Postings, die häufig geliked werden, werden vom Algorithmus als wertvoll erachtet und häufiger ausgespielt. Das bleibt auch dann noch relevant, wenn Instagram den Like-Count tatsächlich ganz abschaffen sollte.

Gib deinem Publikum also Inhalte, zu denen sie einfach zustimmen müssen, zum Beispiel:

  • ein ansprechendes Motiv, ein schönes Bild
  • etwas sehr Liebes, Süßes
  • ein Selfie oder ein Bild mit Menschen im Fokus, denn Posts mit Gesichtern erhalten mehr Likes
  • Lustiges, das sie unterhaltet, etwa in Form eines Memes, dem man einfach zustimmen muss

 

Typ 3: Der Community-Post

> Boostet Interaktionen und fördert die Beziehung zur Community

Community-Posts haben den Zweck, die eigene Community zu involvieren und aktivieren. Indem das Publikum direkt angesprochen und einbezogen wird, helfen diese Posts eine begeisterte Gemeinschaft aufzubauen, die sich von der Brand wertgeschätzt fühlt. Das stärkt auch die Beziehung zwischen Marke und Publikum.

Gib dafür deinem Publikum einen konkreten Anlass, mit dir auf Instagram zu interagieren, indem du etwa:

  • Fragen stellst
  • Gedankenanstöße teilst
  • Mitmachen-Aktionen und Challenges startest
  • ein Gewinnspiel veranstaltest

Dieser Typ von Postings wird gerne kommentiert oder verleitet die Community, sich per Direct Message direkt an dich zu wenden. Dadurch wird zugleich der Algorithmus gepusht und diese Postings stärker ausgespielt.

 

Typ 4: Der Branding-Post

> Boostet den Like-Faktor des Know-Like-Trust-Faktors

Der Branding-Post fördert ein tieferes Verständnis und Sympathie für deine Marke. Er gibt deinem Publikum alles, was es wissen muss, um deine Marke zu mögen und sich mit ihr verbunden zu fühlen:

  • Brand Story: Warum wurde die Marke gegründet?
  • Mission und Vision: Leidenschaft und höheres Ziel hinter der Marke
  • Kernwerte der Marke: Was ist der Marke wichtig?
  • Markenphilosophie: Woran glaubt die Marke?
  • Positionierung und Alleinstellungsmerkmale: Was macht die Marke einzigartig und besonders?
  • Gesichter: Wer sind die Menschen hinter der Marke? Gründer, Mitarbeiter…
  • Persönliches: das ist v.a. bei EPUs und Selbständigen relevant
  • Behind-the-Scenes: mit hinter die Kulissen nehmen
  • Behind-the-Brand:
    • Arbeitsweise: Wie arbeiten wir?
    • Materialherkunft und Produktion: Wo beziehen wir unsere Materialien? Wo lassen wir produzieren?
    • CSR: Nachhaltigkeit, Umweltschutz, soziales Engagement…

Diese Art von Postings erhält in der Regel weniger Interaktionen, trotzdem sind sie wichtig, damit eine Marke von ihrem Publikum tiefer verstanden und wirklich als sympathisch empfunden werden kann.

 

Typ 5: Der Lifestyle-Post

> Boostet das Begehren der Marke

Den Lifestyle-Post setzt du ein, um das Begehren nach deiner Marke zu fördern. Dieser Posting-Typus lädt zum Schwelgen ein, fördert das Verlangen und weckt positive Emotionen zu deiner Brand.

Gib deinen Followern den Extra-Kick durch:

  • Lebensgefühl deiner Brand herzeigen und Dinge, die damit verknüpft sind
  • die Schönheiten oder Besonderheiten der Produkte herausstreichen
  • Anwendung: zeigen, was man mit dem Produkt anfangen kann und dadurch die Fantasie anregen: z.B. Rezeptideen oder Stylingtipps
  • Inspiration: den Tag versüßen, tolle Quotes, schöne Bilder passend zum Lifestyle der Marke
  • Motivation: zu einer Handlung aktivieren

Diese Postings fördern das schöne Gefühl, wenn man an die Marke denkt. Sie verursachen meist keine spezielle digitale Reaktion, fördern aber das Verlangen nach dem Produkt oder der Dienstleistung, damit diese nachhaltig in Erinnerung bleiben.

 

Typ 6: Der Promotion-Post

> Boostet den Know-Faktor des Know-Like-Trust-Faktors

Last but not least braucht es selbstverständlich auch Postings, die deine Community sanft auf deine Angebote hinweist. Der Promotion-Post zeigt ihnen also, was sie bei dir kaufen können und gibt ihnen einen Anlass, zum Kauf bzw. zur Buchung zu schreiten:

  • Produkt oder Dienstleistung vorstellen und erklären: was bietet das Unternehmen an?
  • Benefits bzw. den Nutzen deiner Angebote darlegen
  • Produkt oder Dienstleistung in der Anwendung zeigen: Einsatz im echten Leben
  • Verständnis für die Bedeutung des Produktes oder der Dienstleistung fördern: warum brauch ich das überhaupt?
  • Transformation und Ergebnisse durch eine Dienstleistung zeigen: Case Studies, Before & After, Testimonials
  • Shoppable Posts kreieren mit Verlinkung zu deinem Webshop (derzeit nur bei physischen Produkten möglich)

Diese Postings erfahren zwar meist auch weniger Interaktionen, dennoch ist es wichtig, sie ab und an zu erstellen, um auch auf deine Produkte oder Services hinzuweisen. Dein Publikum darf ruhig daran erinnert werden, was deine Marke anbietet. Achte nur darauf, dass dein Promotion-Post nicht zu salesy und pushy wird. Du solltest deine Produkte auch nicht in eintöniger Katalog-Manier präsentieren, sondern versuchen, den Promotion-Post mit einem Mehrwert für dein Publikum auszugestalten. Der Promotion-Post sollte nicht zu häufig ausgespielt werden, da er sich am Ende der Customer Journey befindet, also kurz bevor jemand tatsächlich kaufen wird.

 

Bedenke: Ein Instagram-Posting kann niemals alle Zwecke gleichzeitig erfüllen. Wichtig ist es daher, sich für jeweils einen Zweck pro Posting zu entscheiden und das gut umzusetzen. Meine ausführliche Anleitung für gute Instagram Captions ist dabei vielleicht hilfreich.

 

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Alles, was du über Lifestyle-PR wissen musst

 

 

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