In 7 Schritten zu deiner umfassenden Instagram-Content-Strategie

Instagram kann magisch sein, nämlich dann, wenn wir Accounts folgen, die uns inspirieren. Aber wie nutzen wir selbst Instagram? Posten wir einfach drauf los oder haben wir uns eine Strategie zurechtgelegt? Ohne eine gute Strategie wird’s nämlich nix mit Instagram, es sei denn wir heißen Kim Kardashian. Was ich damit sagen will: Je weniger bekannt die Marken, für die du Instagram betreibst sind bzw. je weniger bekannt du selbst bist, desto eher solltest du dir Gedanken zu deiner Content Strategie auf Instagram machen.

  • Ein Selfie nach dem anderen? Keine gute Idee, außer du bist ein Influencer
  • Ein werblicher Post nach dem anderen? Überhaupt keine gute Idee…
  • Kraut, Rüben und Chaos im Feed? Ganz schlecht!
  • usw.

Du brauchst also eine Instagram Strategie, die dir hilft, eine starke Marke auf Instagram aufzubauen, um die richtigen Follower anzuziehen – nicht wahllos irgendwelche. Auf Instagram entscheiden nur wenige Sekunden, ob unser Profil Anklang findet und ob andere User erkennen können, was es ihnen bringt, deinem Account zu folgen, daher sollten wir uns besondere Mühe mit einem ansprechendem Feed geben. 

Heute möchte ich dir wertvolle Tipps geben, wie du eine professionelle Instagram-Content-Strategie für deinen Feed entwickeln kannst.

 

It’s all about… Brand Experience

Zuerst einmal müssen wir erfassen, was Instagram eigentlich ist. Ja, vordergründig ist es eine Social-Media-Plattform, auf der Fotos geteilt werden. Blickt man aber hinter die glänzende Fassade erfolgreicher Accounts, kann man beobachten, wie manche Brands und Personen die Plattform sehr strategisch bespielen. Was haben sie alle gemeinsam? Einen schönen Feed? Ja! Eine gute Content Strategie? Ja! Ein tolles Community Management? Ja, auch!

Aber dennoch ist da eine Ebene, über die zu wenig gesprochen wird, und die viele intuitiv richtig gut bedienen: das Branding. Damit meine ich nicht nur, wie der Feed als Ganzes aussieht, nämlich stimmig und konsistent. Das ist natürlich auch wichtig, keine Frage! Wovon ich jetzt aber spreche, ist die Brandstory, in die gute Marken ihre Community einbeziehen. Bild um Bild und zusätzlich mit den Stories bauen sie ihre Brandstory immer wieder aus und bauen damit eine Welt auf, in die die Community sich ganz einlassen kann, die sie emotional begreifen und Teil davon werden kann.

Das ist die Magie von Instagram, die keine andere Plattform in der Weise bietet – zumindest ist mir keine bekannt. Menschen ganz in die Marke eintauchen und teilhaben lassen – wenn wir das schaffen, dann haben wir Instagram richtig verstanden und können es perfekt für uns nützen. Instagram ist Look and Feel einer Marke, ist visuelles Storytelling, ist Brand Experience. Instagram ist kein Kanal, auf dem mehr oder weniger platte Werbung (ich spreche hier nicht von Ads) oder Marketing gemacht werden sollte, sondern wir sollten uns bemühen, unsere Marke in ein visuelles Gesamtbild zu übertragen und die Geschichte mit jedem einzelnen Bild, mit jeder Story weiterzuentwickeln. Storytelling baut Beziehungen und Vertrauen auf, und lässt deine Community auf deine neuen Posts und Stories brennen.

Instagram ist zu einem guten Teil Branding. Branding hilft den Leuten, deine Marke zu verstehen, und zwar den Leuten, die du auch wirklich ansprechen willst. Damit ist Instagram auch sehr gut für das Community Building geeignet, weil Leute mit ähnlichen Interessen hier einfach zusammenfinden können. Instagram bildet einen Vibe, ein Gefühl, eine Brand Experience, die die Menschen mit deiner Marke verbinden.

Nun, wie gehen wir es an? Ich folge beim Erstellen einer Instagram Strategie folgenden 7 Schritten:

 

Schritt #1: Zweck

Im ersten Schritt überlegst du dir, wofür du Instagram eigentlich nutzen möchtest. Was sind deine Ziele auf der Plattform? Was versuchst du dort zu erreichen? Welche Art Unternehmen hast du oder vertrittst du? Welche Produkte oder Dienstleistungen werden verkauft? Was sind die Unternehmensziele und wie könntest du Instagram nutzen, um sie zu unterstützen? 

Das könnte etwa sein, die Brand Awareness zu erhöhen oder ein Portfolio deiner Arbeit zu zeigen. Für Unternehmen könnte es zum Beispiel auch interessant sein, Produkte oder die Unternehmenskultur zu zeigen. Sich mit seiner Community zu vernetzen ist ein weiteres Ziel, das eigentlich jeder Marke auf Instagram am Herzen liegen sollte. Dein Zweck wird die Art deines Contents festlegen.

Letztendlich wirst du auf Instagram auf visuelle Weise kommunizieren, worum es bei deiner Marke geht. Dazu solltest du natürlich eine generelle Markenstrategie haben, auf der du nun aufbauen kannst. Es ist wichtig, sein “Warum?” zu kennen. Ohne grundsätzliche Gedanken zur eigenen Marke wird es sehr schwierig Content zu kreieren, der langfristig Follower begeistern und letztendlich auch zu Kunden machen kann.

 

Schritt #2: Zielgruppe

Als nächstes definierst du deine Zielgruppe auf Instagram. Wen möchtest du mit deinen Bildern ansprechen? Üblicherweise sind es auf Instagram nicht nur (potentielle) Kunden, sondern auch Leute, mit denen man die gleichen Interessen teilt, also durchaus auch Mitbewerber und Leute aus verwandten Businesses. Natürlich kannst du ganz generell nur eine gewisse Zielgruppe auf Instagram erreichen, die sich dort bewegt. Aber das sind nicht mehr nur die ganz jungen, digitalaffigen Leute. Derzeit wächst Instagram enorm, weltweit gibt es über 800 Mio. Profile, allein in Österreich 2 Mio. (2017), 2016 waren es noch 1 Mio. Profile! In Deutschland sind es 15 Mio. monatlich aktive Profile und es werden immer mehr.

Du kannst dir – wie im Content Marketing auch – für Instagram eine Persona, einen idealen Follower basteln. Du definierst Geschlecht, Alter, Wohnort, Job, Interessen, aber auch Wünsche und Bedürfnisse, Probleme und Fragestellungen in Bezug auf deine Brand. Du wirst dein gesamtes Profil, deine Bio, jedes einzelne Bild mit den Captions, deine Hashtags und auch deine Stories auf diese Persona abstimmen. 

Überleg dir auch eine Strategie, wie du diese Personen erreichen wirst. Viele Menschen sind erstaunt, wenn sie zum ersten Mal mitbekommen, wieviel Arbeit es ist, sich auf Instagram eine organische Community aufzubauen. Das geht nicht von selbst, dazu musst du aktiv werden und dich mit jenen Menschen vernetzen. Denke an Hashtags, die diese Personen nutzen könnten und baue sie in deine Captions ein. Nutze auch Hashtags, um deine neuen Follower gezielt zu finden. Interagiere ehrlich mit den Menschen und mach nicht dieses grausliche Follow-Unfollow-Spiel. Arbeite nicht mit Bots, um dir eine größere Reichweite aufzubauen. Nicht nur aus moralischen Gründen finde ich die Arbeit mit Bots verwerflich (Wie unsympathisch ist es, wenn einem jemand nur folgt, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und dann wieder entfolgt? Eben!). Instagram arbeitet kräftig daran, solche Bots und unethische Praktiken wie Engagement Pods auszumerzen. Noch schlimmer finde ich den Kauf von Followern. Dazu muss man sich bewusst sein, dass Follower Farmen oft mit Identitätsdiebstahl arbeiten. Wer Follower kauft, nimmt bewusst in Kauf, dass die Profile anderer User gehackt werden. Die New York Times hat dazu vor kurzem einen umfassenden Artikel geschrieben. Gekaufte Follower werden sich außerdem niemals mit deinem Content engagieren und schon gar nicht zu Weiterempfehlern oder Kunden deiner Brand werden. Verzichte also bitte auf jegliche Tools und Praktiken, die deinen Account auf unehrliche, nicht organische Art wachsen lassen. 

Denk stattdessen über Instagram hinaus: Wo sonst könntest du auf deinen Instagram Kanal aufmerksam machen? Auf deiner Website, deinem Blog, deinen anderen Social-Media-Kanälen? Könntest du Personen deiner Nische, befreundete Instagrammer oder Influencer dafür gewinnen, einen Shoutout für dich zu machen? Sprich: Können sie Werbung für deinen Account machen? Es gibt auch einige große Accounts, die regelmäßig Shoutouts machen, suche nach ihnen.

 

Schritt #3: Signature-Style

Auf Instagram geht es darum, eine visuelle Brand Experience zu schaffen: eine digitale, ästhetisch ansprechende Atmosphäre, die den Look & Feel deiner Marke widerspiegelt. Eine schlecht gepflegte Marke wird austauschbar, gerade auf Instagram. Du brauchst daher einen Signature-Style, ein individuelles visuelles Branding, ein Theme für deinen Account. Idealerweise baust du auf dem bereits entwickelten digital Branding deiner Marke auf und entwickelst diese Strategie nun konsequent für Instagram weiter. Dein Theme sollte zu deiner Brand oder deinem Blog passen. 

Wie du bestimmt aus eigener Erfahrung weißt, zählt der erste Eindruck auf Instagram. Wie sehen die ersten 9 bis 12 Fotos aus? In nur wenigen Sekunden werden Instagram-User ein Urteil über deinen Account fällen und entscheiden, ob sie dir folgen oder nicht. Ein konsistentes Thema auf deinem Grid wird es dir erleichtern, neue Follower für deinen Account zu begeistern.

Zum Glück gibt es zahlreiche Möglichkeiten, deinen Feed mit einem passenden Branding einheitlich zu gestalten, dazu hab ich auch bereits einmal einen Blogpost geschrieben. Fokussierst du zum Beispiel auf bunte Farben oder auf einen Vintage-Look? Möchtest du, dass dein Feed luftig und frisch aussieht oder sollen bestimmte Objekte im Fokus stehen? Beachte, dass du mit deinem Instagram-Branding ein gewisses Publikum anziehen möchtest. Nutze dafür Wissen aus der Farbpsychologie, visuellen Kommunikation und Symbolik. 

 

Mood Board

Der erste Schritt zu deinem Signature-Style ist die Gestaltung eines Mood- oder Inspiration Boards. Dieses Board soll deine Marke und deinen gewünschten Stil auf Instagram widerspiegeln. Dazu sammelst du auf Papier oder digital auf Pinterest alle Bilder, die dich inspirieren und die zu deiner Marke passen. Farbpaletten, Bilder, die Gefühle erwecken, Schriften, Zitate, Styling-Ideen usw. Im nächsten Schritt löscht du Bilder, die nicht stimmig mit dem Gesamtbild deines Mood Boards sind. Welche Themen und Farben haben sich herauskristallisiert, welche Bildsprache passt zu dir?

 

Mood Board PR Spionin
mein Mood Board für PR Spionin

 

Brand Colours

Farbe kann etwa einer der effektivsten Wege sein, um die Essenz deiner Marke zu kommunizieren. Definiere daher eine Farbpalette für deine Marke auf Instagram und verwende diese Farben konsequent in deinen Bildern. Entscheide dich, ob du mit warmen, neutralen oder kalten Farben arbeitest und switche nicht hin und her. Mit der Nutzung eines immer gleichen oder ähnlichen Bildbearbeitungsschemas und festgelegter Filter tust du dir viel leichter, einen konsistenten Feed aufzubauen. Ich lege zum Beispiel derzeit auf alle Bilder immer 2 Filter der App A Color Story, um einen leicht eisigen, kühlen Look zu erhalten.

Deine Brand Colours solltest du nach einem von dir selbst festgelegten Muster in deinen Feed einfließen lassen, um eine gute Ausgewogenheit zu erzielen. Du könntest dich zum Beispiel auf drei Hauptfarben festlegen und jede zu einem Drittel verwenden oder den Feed mit nur zu 100% einer Farbe in ihren Schattierungen gestalten. Die Farben kannst du natürlich auch ändern, aber achte darauf, dass immer die letzten 9 bis 12 Fotos gut zusammenpassen. Es gibt übrigens auch Accounts, die mit einem Regenbogen-Grid arbeiten, in dem sie die Farben immer durchwechseln. Alles ist okay, solang du ein Schema dahinter hast.

Hier ist ein Trick, falls du dir schwer tust, deine eigene Farbpalette zu definieren: Wähle ein Bild, dass deine Brand Colors am besten repräsentiert und lade es auf einem Color Scheme Generator wie Coolors hoch. Der Generator wird dir ein Farbschema vorschlagen und du kannst ein bisschen herumexperimentieren, was dir am besten gefällt. Vielleicht hilft es dir, einen Visual Content Style Guide für Instagram anzulegen, auf dem du deine Farben, die Stimmung, die du vermitteln willst und deine Bildbearbeitungsschritte inkl. verwendeter Apps und Filter notierst.

 

Komposition

Zum Signatur-Style zählt auch, wie die Gesamtkomposition deines Instagram Feeds (= Grid) aussieht. Wie arrangierst du die einzelnen Bilder, damit dein Feed als Ganzes gut durchdacht ist und die Bilder schön miteinander harmonieren? Wie sollen Menschen, die deinen Account zum ersten Mal sehen, ihre Augen über deine Bilder schweifen lassen? Hier hilft es, wenn du dir deine Gesamtkomposition als eine Art Muster vorstellst. Lass dich von anderen Accounts inspirieren und werde kreativ, versuche dann aber eine Strategie für deine Komposition zu erstellen. Damit tust du dir leichter mit der Entscheidung, was du als nächstes posten sollst.

Abwechslung bzw. Kontrast der verschiedenen Bilder ist schon einmal eine gute Idee, um eine schöne Balance hinzubekommen. Wechsle etwa Bilder mit dir oder Menschen generell mit Objektbildern ab, wechsle den Fokus und die Nähe zum Objekt usw. Ein weiteres Design-Prinzip ist es, Platz für Weißräume oder sogenannten Negative Space zu lassen, sprich: Nicht jedes Bild muss voll ausgefüllt sein, im Gegenteil ist es oft sogar schöner, wenn Platz rundherum freigelassen wird. Auch Bilder mit einem minimalistischen, reduzierten Design zwischendurch eingestreut können das Auge beruhigen (“Filler pics”). Umgekehrt kann mit Bildern, die eine ganze Szene darstellen, Storytelling auf Instagram betrieben werden. Abwechslung macht den Unterschied, um eine ausbalancierte Komposition zu erhalten.

Notiere die Grundprinzipien deiner Feed Komposition ebenfalls in deinem Visual Content Style Guide.

 

 

Schritt #4: Content Buckets

Dein Content Mix auf Instagram ist abhängig von deinem Business und davon, was deine Follower gerne von dir sehen möchten. Überleg dir maximal 4-5 Buckets, aus denen du deinen Content speist. Du kannst sie dir wie Content Kategorien am Blog vorstellen. Gängige Content Genres sind:

  • educational: Tipps + Tricks, Informationen, von dir lernen …
  • inspirational: mit Bildern inspirieren und den Tag versüßen, motivierende Zitate
  • Behind-the-Scenes (BTS): Blick hinter die Kulissen deiner Brand, Alltag, Making-Of,  über dich & Team (Herstellung einer persönlichen Beziehung)
  • Lifestyle: das Feeling deiner Marke
  • promotional: Produkte und Services, aber auch Blogposts oder dein Portfolio – bitte auf Instagram abgestimmt (nutze Styled Images statt reiner Produktbilder, z.B. mit Flatlays) und werde nicht werblich! Denke auch an Anwendungsfotos.
  • Community: wie kann deine Community Teil deiner Instagram Welt werden? Integriere Bilder deiner Community in deinen Feed (nutze Hashtags) und gib immer Credit, wenn du repostest!
  • Unterhaltung: unterhalte deine Community

Aus diesen Buckets wählst du einen Mix aus jenen, die zu dir passen, um die verschiedenen Aspekte der Marke darzustellen. Du musst auf keinen Fall alle dieser Elemente bedienen, sondern wählst bewusst aus. Das kann auch nur ein Bucket sein, wenn das zu deiner Marke passt. Jeder deiner Posts sollte dann zu einem der gewählten Buckets gehören und in einer sinnvollen Abwechslung gepostet werden.

Zusammen betrachtet sollten alle deine Instagram Posts deine Brandstory erzählen, jeder Post zahlt in dieses übergreifende Ziel ein. Behalte immer das “Big picture” im Kopf: Worum geht es in meiner Marke? 

 

 

Instagram Grid
Beispiel für die abwechslungsreiche Gestaltung eines Grids

 

 

Schritt #5: individuelle Bilderwelten + Captions

Im nächsten Schritt überlegst du dir konkreter, woraus sich deine Bilder und Captions (Bildunterschriften) speisen sollen. Brainstorme Ideen, die in eines der Content Buckets passen. So könntest du zum Beispiel beim “Behind-The-Scenes”-Content Bilder deines Arbeitsplatzes oder der Produktionsstätte zeigen, Bilder von dir oder deinem Team bei der Arbeit. Educational Content könntest du als Zitat oder Catchphrase bebildern. Oder auch einfach mit einem schönen Bild, zu dem du eine passende Caption schreibst.

In den Captions kommt deine Brand Voice zum Vorschein. Nutze sie unbedingt, um die Persönlichkeit deiner Marke zu zeigen, für dein Brand Storytelling und dich mit deiner Community zu vernetzen. Biete ihr nützliche Informationen oder Inspiration, je nachdem aus welchem Content Bucket sich der Post speist. Erzähle die Entstehungsgeschichte der Bilder oder starte eine Konversation. Microblogging durch längere Captions hat sich auf Instagram bereits bewährt, aber auch Short & Sweet Captions zwischendurch sind inspirierend. Captions sollten ihre Aufmerksamkeit erwecken und deine Community dazu motivieren, dir einen Kommentar zu hinterlassen. Zeig deiner Community, dass dir ihre Meinung wichtig ist. Letztendlich kannst du mit inspirierendem Content Gespräche aktivieren, und ja: das macht Arbeit! Aber auch sehr viel Sinn, denn Social Media ohne Social ist eben nur Media.

Übrigens: Bild und Caption müssen sich nicht aufeinander beziehen, jedoch sollte das Gesamtbild stimmig sein. Bei Lifestyle-Content könntest du etwa zeigen, wo du Inspiration findest oder du bebilderst, wie es ist mit dir oder deinen Produkten zu arbeiten.

 

Schritt #6: Content Produktion oder Kuration

Jetzt solltest du eine Strategie für deinen Instagram Content haben, aber du stellst dir vielleicht die Frage: Woher mit dem ganzen Content? Wo sollst du die Bilder und Captions hernehmen? Ein Instagram Post besteht schließlich nicht nur aus einem Bild, sondern erst die Captions machen den gesamten Post aus.

Bei den Bildern solltest du dir überlegen, ob du eigene Bilder hast oder aufnehmen wirst, oder ob du Bilder von anderen nutzt und diese kuratierst oder einen Mix aus beidem machst. Schießt du eigene Bilder, dann lohnt es sich, Fotoshootings zu planen und gleich mehrere Aufnahmen aus unterschiedlicher Perspektive oder mit verschiedenen Props und Hintergründen zu machen. Diesen Prozess nennt man Batching, weil man dabei in einem Vorgang viel Content produziert.

Hast du nicht die Möglichkeiten, selbst hochwertige Bilder zu erstellen, kannst du auch auf Bilder anderer zurückgreifen. Eine Variante ist es, Fotos anderer Instagrammer zu reposten, solange du sie zuvor um ihre Erlaubnis gebeten hast. Das kann ein Bild von jemandem aus deiner Community sein oder ein Bild, das gut zu deiner Ästhetik passt. Wie gesagt: Frag vorher an und gib auf jeden Fall Credit, indem du die Person im Foto und in der Caption markierst, ansonsten wäre es Diebstahl.

Eine andere Möglichkeit wäre, auf Stockfotos zurückzugreifen, die zu dir passen. Achte aber unbedingt auf die Lizenz und die Rechte an dem Bild! Wählst du etwa Bilder mit CC0 Lizenz (Creative Commons Zero), dann darfst du die Bilder kostenlos für alle legalen Zwecke verwenden, ohne dass du die Quelle nennen musst und obendrein darfst du die Bilder so bearbeiten, dass sie in deinen Feed passen. Mit deiner individuellen Caption machst du das Bild zusätzlich individueller und on-brand.

Wichtig ist in jedem Fall, dass du nur qualitätsvolle Bilder postest. Poste zum Beispiel nicht den letzten Schnappschuss von deinem Abendessen, wenn er nichts mit deiner Brand zu tun hat und nicht ästhetisch in deinen Feed passt. Editiere alle Bilder vor dem Posten, damit sie ein einheitliches Gesamtbild abgeben – Ausnahme sind natürlich Reposts von anderen, die du nicht ohne Erlaubnis abändern wirst. 

 

Schritt #7: Feed-Planung

Wenn du dich nicht jeden Tag mit Intsagram auseinander setzen möchtest, solltest du deinen Feed vorab planen. Das kannst du wöchentlich tun oder auch monatlich, wenn du nicht so oft postest. Du kannst dazu einen Content Kalender führen, der alle Informationen wie Datum, Bild, Caption und Content Bucket (Kategorie) enthält. Nachdem Instagram eine visulle Plattform ist, ist es sehr hilfreich, eine Planungsapp zu nutzen, mit der du deinen Feed als Ganzes vorplanen kannst. UNUM wäre meine Empfehlung, aber auch Apps wie Planoly, Later.com, Preview App und einige andere tun hier auch ganz tolle Dienste. Hier kannst du ausprobieren, wie die verschiedenen Bilder miteinander harmonieren, bevor du sie postest. Achte auf die Ausgewogenheit des Contents aus den verschiedenen Buckets und dass die einzelnen Bilder stimmig zueinander passen. 

Notiere dir besondere Tage, an denen du ein ganz bestimmtes Bild posten willst, etwa zur Promotion eines neuen Blogposts oder zu Events oder Produkt Launches. Oder wenn du gemeinsam mit einem Unternehmen eine Kooperation geplant hast und dazu postest. Darum herum komponierst du weitere Posts aus deinen verschiedenen Content Buckets, die nicht an ein fixes Veröffentlichungsdatum gebunden sind.

Auch die Frequenz deiner Postings solltest du dir überlegen. Je nach Brand machen 4 bis 7 Posts die Woche Sinn. Viel seltener sollte es nicht sein, um nicht vom Instagram Algorithmus mit mangelnder Reichweite deiner Posts abgestraft zu werden. Viel häufiger als einmal täglich würde ich auch nur in speziellen Zeiten und Situationen posten. Zu hoch ist die Gefahr, seine Community damit zu nerven. Außerdem könnte es sein, dass jeder einzelne Post dann ebenfalls weniger Reichweite bekommt, weil Instagram einfach eine gewisse Zeit braucht, um jeden Beitrag deinen Followern auszuspielen. Postest du zu oft, wird Instagram daher womöglich nicht jeden Post gleich häufig ausspielen können.

 

 

Fazit

Hast du eine Content Strategie für Instagram entwickelt, gilt es sich konsistent daran zu halten. Aber Achtung: Damit meine ich nicht, dass du deine Strategie nie ändern darfst. Natürlich kann und wird sich dein Stil und Content auf Instagram laufend weiterentwickeln und das ist auch gut so. Versuche aber, nicht allzu schnell die Strategie über den Haufen zu werfen und was Neues zu beginnen. Besser, du bleibst eine zeitlang bei deiner Strategie, um einen konsistenten Feed zu haben und baust Änderungen schrittweise und langsam ein. Denk immer an die letzten 9 bis 12 Fotos, die besonders stimmig miteinander sein sollten.

Und auch für die Stories solltest du dir eine Content Strategie zurechtlegen, wobei du hier durchaus freier und lockerer agieren kannst, aber dennoch on-brand bleiben solltest. Dazu gibt es von mir vielleicht auch demnächst einen eigenen Post.

 

… noch mehr Inspiration

Damit das Ganze nicht zu theoretisch bleibt, werde ich nächste Woche einige inspirierende Beispiele zeigen. Schau gerne auch auf meinem Instagram Account @sylvia_fritsch vorbei, dort findest du übrigens immer wieder Instagram Tipps und Anregungen. Außerdem hab ich hier auf meinem Blog schon weitere spannende Beiträge zum Thema Instagram geplant, schau daher gerne wieder vorbei!

Ich gebe übrigens auch selbst Instagram Coachings und biete Instagram Consulting in Wien und digital an, falls du meine persönliche Hilfe möchtest.

 

Instagram Content Strategie in 7 Schritten

 

 

Beitragsbild: Alisa Anton via Unsplash.com 

 

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.