Wie du ein konsistentes Thema auf Instagram aufbaust

Instagram ist eine Bilderplattform, bei der ein entscheidender Erfolgsfaktor die Ästhetik des gesamten Feeds ist. Im Prinzip kannst du dir Instagram als dein kreatives Outlet vorstellen, bei dem du den Look & Feel deiner Brand darstellst. Es geht hier um den Spaß an ästhetisch ansprechenden Bildern – Instagram ist nicht die Realität! 

Wenn Instagram Teil deines digitalen Auftritts ist, solltest du an deinem eigenen Stil und deiner Branding-Strategie arbeiten. Du kennst sicher diese Profile, die wunderschön stimmig aufgebaut sind, wo man einfach gerne hängen bleibt. Mit starken Bildern und einem bewusst gestalteten Feed wird es dir viel leichter gelingen, mehr Follower um dich zu scharren. Das kennst du wahrscheinlich auch von dir selbst: Erfüllt ein Account nicht nur deine inhaltlichen Interessen, sondern ist einfach auch schön anzusehen, klicken wir viel eher auf “Follow”, als wenn wir die sprichwörtlichen Kraut und Rüben vor uns sehen. Und ja, auf meinem Hauptaccount @sylvia_fritsch bin auch ich schon durch diese Phase des Chaos gegangen.

In diesem Beitrag soll es nur um den visuellen Stil gehen. Neben der ansprechenden Optik ist es aber genauso wichtig, dass du ein Gesamtkonzept hast, bei dem du weißt, was du mit deinen Bildern beabsichtigst. Denn jedes einzelne Bild zahlt in deine Marke ein und mit jedem Bild erzählst du ein Stück weit einen Teil deiner Brandstory. Dazu aber mehr in einem eigenen Blogpost.

Wie baust du also ein konsistentes visuelles Thema auf Instagram auf? Diese vier Schritte haben sich für mich in der Praxis bewährt:

 

#1 Entscheide dich für die Art der Bilder

Zunächst brauchst du ein übergreifendes Thema. Die Art der Fotos, die du verwendest, sollte stimmig und konsistent sein. Zeigst du etwa Fotos von deinen Projekten, deinem Lifestyle oder teilst du Bilder aus deinem Alltag? Möchtest du für einen bestimmten Stil bekannt sein, etwa indem du regelmäßig kreative Selfies postest oder deinen Weg zur Arbeit? Überleg dir, welches Motiv du aufgreifen könntest, das du immer wieder einbringst. Worum kreisen die Mehrzahl deiner Fotos? Denk aber auch immer daran, dass du damit eine Aussage über dich machst – das “I woke up like this”-Selfie würde ich als seriöse Rechtsanwältin dann doch nicht empfehlen. Frag dich etwa, ob du seriös und neutral rüberkommen willst oder feminin und verspielt.

Noch ein Wort zu Selfies und zum Thema “sein Gesicht präsentieren”: Du musst keine Selfies posten, wenn du dich nicht wohl damit fühlst. Selfies dosiert eingesetzt kommen zwar meist gut an, aber wenn das nicht zu dir passt, lass es. Es gibt auch Leute, die bewusst Selfies so machen, dass das Smartphone immer das Gesicht verdeckt und nur der Körper zu sehen ist. Oder du zeigst dich nur von hinten mit Blick in die Landschaft. Sei kreativ und spiele mit den Möglichkeiten!

Übrigens musst du nicht unbedingt ausschließlich deine eigenen Bilder auf Instagram posten. Du kannst auch auf gute Stockbilder für Instagram zugreifen, wenn sie in deine Ästhetik passen. Achte aber immer auf die Rechte der Bilder oder nutze CC Creative Commons Bilder. Wenn du Bilder repostest, stelle sicher, dass du den Urheber vorher um Erlaubnis fragst.

 

#2 Wähle ein Farbschema

Idealerweise entscheidest du dich schon zu Beginn für ein einheitliches Farbschema, das du fortan kontinuierlich befolgst. Mit deinem Farbschema kannst du deine Markenwerte transportieren. Welches Gefühl sollen die Leute bekommen, wenn sie deinen Feed sehen? Welche Stimmung möchtest du vermitteln? Sieht man bei dir warme Erdtöne oder einen cleanen Businessstyle? Du musst dich bei deinen Bildern dann nicht ganz streng an das Schema halten, aber achte darauf, dass alle Fotos dennoch möglichst gut in dein gewähltes Farbschema passen.

Wenn du Filter benutzt, ist es leichter deine Fotos in dein Farbschema einzupassen. Ich verwende dafür am liebsten Apps wie A Color Story, VSCO oder Snapseed. Du kannst natürlich auch Photoshop verwenden, wenn du deine Bilder lieber am Desktop bearbeitest. Am besten legst du immer die gleichen 1-2 Filter über deine Bilder oder bearbeitest sie auf die gleiche Weise. Die hauseigenen Filter auf Instagram würde ich nur bedingt empfehlen und wenn überhaupt, dann nur in einer dezenten Stärke.

Ein nettes Tool, mit dem du dein aktuelles Farbschema herausfinden kannst, ist ColorKuler. Du kannst damit kostenlos jeden Instagram-Account testen und bekommst sogar den Namen deiner Instagram Color Palette dazugeliefert.

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#3 Überleg dir ein individuelles Bearbeitungsschema

Was ist dein eigener Signaturstil? Mit diesem Schritt gehst du schon in den professionellen Bereich, aber wenn dir das Bearbeiten von Bildern Spaß macht und du Zeit dafür aufbringen kannst, versuch es doch. So könntest du zum Beispiel für einen bestimmten Bildausschnitt oder Blickwinkel bekannt sein, oder Bilder erstellen, die körnig sind oder einen gewissen Glow haben. Oder du arbeitest mit Helligkeit und Schatten und arbeitest Vintage- oder Glitch-Effekte in deine Bilder ein. Du verwendest immer einen bestimmten Rahmen oder gestaltest deine Bilder in Schwarz-Weiß. Hier kannst du richtig kreativ werden.

 

#4 Achte auf einen konsistenten Feed

Die letzten 9 oder 12 Bilder deines Feeds sollten jeweils stimmig sein, denn die meisten Leute erfassen den Grid aus jeweils drei Bildern in einer Reihe auf einen Blick. Du kannst deinen Feed leichter konsistent gestalten, wenn du ihn vorplanst. Dazu brauchst du einen Content-Plan, mit dem du für die nächsten 1-3 Wochen Beiträge planst. Worauf man inhaltlich achten sollte, werde ich in einem eigenen Blogpost ausführlich behandeln. Für das optische Erscheinungsbild kannst du dir mit Apps wie UNUM, Later.com, Preview.app oder Planoly behelfen. Mit diesen Apps kannst du dir deinen Feed so vorbereiten, dass alle geplanten Bilder perfekt zueinander passen, damit zum Beispiel nicht drei Selfies und dann drei Büropics hintereinander folgen.

Wertvolle Unterstützung für einen konsistenten Feed kann dir auch dein eigener Visual Content Style Guide bieten. Darin notierst du dir, welchen generellen Look&Feel dein Instagram-Profil vermitteln soll, deine Farben, deine Bildsprache, deine Stimmungen. Auch welche Bildbearbeitungsschritte du üblicherweise vornimmst, solltest du hier notieren, damit dieses Wissen nicht verloren geht, etwa welche Apps und welche Filter du für die Bildbearbeitung nutzt, Kontrast, Helligkeit, Farbsättigung usw.

 

Es ist kein Beinbruch, wenn du länger am Gesamterscheinungsbild deines Feeds arbeiten musst. Manchmal probiert man eben was aus, verwirft es wieder und beginnt etwas Neues, bis man seinen Stil gefunden hat, mit dem man glücklich ist. Hol dir ruhig Inspiration bei deinen Lieblingsaccounts. Vergleich dich aber nicht mit ihnen – vielleicht sind sie schon Jahre lang dabei und dir ein gutes Stück voraus. Geh einfach deinen eigenen Weg!

 

Brauchst du Inspiration?

Die PreviewApp sammelt immer wieder inspirierende Beispiele.

Auch am Blog der Later App findet sich immer wieder neue Inspiration.

 

Hast du dir schon Gedanken über deinen visuellen Stil auf Instagram gemacht? Wie ist deine visuelle Strategie?

 

Instagram Thema

 

 

Foto: Unsplash.com

 

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