Mein persönlicher #personalbrandmix – Blick hinter meine strategischen Kulissen

Für alle Solopreneure unter uns ist Personal Branding ein wichtiger Baustein, um nicht in der Masse an Mitbewerbern unterzugehen. Personal Branding hat sich in den letzten Monaten aber auch zu einer Trend-Disziplin in der Kommunikation entwickelt. So einige Kommunikationsexperten haben in letzter Zeit über diesen Trend geschrieben. Kerstin Hoffmann, bekannt als PR-Doktor, hat im Jänner sogar zu einer Blogparade zum Thema Mein persönlicher Kommunikationsmix #personalbrandmix aufgerufen. Ein perfekter Anlass, hier auf meinem Blog Rose&Bots, der sich ja rund um das Thema “Wie baue ich mir eine digitale Personal Brand” dreht, einmal mehr über meinen eigenen Zugang zu erzählen. 
 
Zunächst einmal möchte ich mit einem häufigen Missverständnis aufräumen: Personal Branding hat nichts zu tun mit Täuschung oder Fakes. Denn jeder, ob er es bewusst macht oder nicht, wirkt auf seine eigene Personal Brand ein. Die eigene Personal Brand ist, was andere über dich denken, welche Emotionen sie dir gegenüber haben. Und hier kann man sehr wohl steuernd eingreifen, indem man für sich definiert, was einen eigentlich ausmacht und wie man wahrgenommen werden möchte. Schließlich ist es keine gute Idee, es anderen komplett zu überlassen, was sie über dich denken.
Deine Personal Brand ist nichts anderes als du selbst, das Beste von dir, das du ganz klar kommunizierst. Natürlich gibt es Techniken, den eigenen Kern herauszuarbeiten und Strategien, damit man in seiner Kommunikation immer klar auf Linie bleibt, visuell und inhaltlich. Aber es ist keine Gemeimwissenschaft. Jeder, der sich etwas damit beschäftigt, kann das für sich selbst in die Hand nehmen. 
 

Meine Blogs

Als ich meinen Hauptblog PR Spionin gegründet habe, ist das durchaus mit der Idee dahinter entstanden, mich zum Thema moderne PR zu positionieren. Mir war von Anfang an klar, dass wenn ich regelmäßig einen Blog zum Thema PR schreibe, einen wichtigen Baustein in der Bildung meiner persönlichen Brand gelegt habe. PR Spionin existiert jetzt ein gutes Jahr, aber ich denke ich kann heute schon behaupten, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich hoffe, das klingt jetzt nicht arrogant, aber wenn ich bei Veranstaltungen in meiner Branche sage, dass ich den Blog PR Spionin schreibe, dann ist das den meisten ein Begriff und ich freue mich jedes Mal von Herzen über Lob und nette Worte. Man muss also nicht jahrelang bloggen, um etwas zu bewirken, das kann auch schneller gehen. Ich kann mich erinnern, dass ich die Idee hinter meinem Blog anfangs länger erklären musste, als ihn noch so gut wie niemand gekannt hat. Das ist jetzt anders, und das ist sehr erfreulich für mich. Es zeigt mir auch, dass jeder sich mit ein bisschen Mühe und Hingabe selbst seine Personal Brand aufbauen kann.
 
Alles, was ich durch mein eigenes Beispiel und durch die Beobachtung anderer gelernt habe, und was ich auch aus der praktischen Erfahrung als Kommunikationsstrategin weiß – von der Betreuung einzelner Personen bis hin zu Weltkonzernen – möchte ich meinen Leserinnen zur Verfügung stellen. Daher hab ich im Herbst 2017 diesen Blog Rose&Bots ins Leben gerufen. Dieser Blog richtet sich anders als der Blog PR Spionin explizit nicht an Kommunikationsfachleute, sondern soll Solopreneuren, Unternehmerinnen und Expertinnen Hilfestellung beim Aufbau und bei der Kommunikation ihrer Personal Brand in der digitalen Welt geben. Ich gehe hier Fragen nach wie:
 
  • digital Personal Branding – wie baue ich meine Personal Brand online auf?
  • digital Storytelling – wie nutze ich Methoden des Storytellings für meine Brand?
  • smart Blogging – wie kann mir ein Blog helfen, mich selbst zu positionieren?
  • Social Media Tipps – wie kann ich Social Media nutzen, um mich selbst zu positionieren?
  • Selbst-PR – wie bringe ich Journalisten und Influencer dazu, über mich zu schreiben?

Im Grunde geht es somit um eine spezifische Kommunikationsdisziplin, die ich auf meinem PR-Blog nicht so im Detail behandeln möchte, auch weil meine Leser dort als PR-Fachleute andere Interessen haben als meine Leserinnen hier. Dieser Blog soll letztendlich auch in meine Positionierung als “Expertin” (klingt immer so hochgestochen) für digitales Brandbuilding für Personen einzahlen. Weniger, weil ich schon alles zu diesem Thema weiß – noch lange nicht! – sondern, weil mich dieses Thema einfach wahnsinnig fasziniert und weil ich merke, dass sehr wohl auch Nachfrage vorhanden ist. Am amerikanischen Markt ist das Thema schon weit verbreitet, bei uns kommt es gerade erst an. Ich denke wir werden die nächsten Jahre auch noch deutlich mehr davon hören und lesen.

Update im April 2018: Ich habe mich entschlossen, meinen Blog Rose&Bots aufzulassen und alle Inhalte in PR Spionin zu integrieren.

 

Meine Social-Media-Präsenzen

Als PRlerin, deren Leidenschaft es ist, neue Entdeckungen zu machen (daher auch der Blog Name “PR Spionin”), bin ich natürlich auf sehr vielen Social Media Kanälen unterwegs. Bei mir sind es Facebook, Twitter, zwei Instagram-Accounts (je Blog einen), Pinterest, Snapchat, Google+, Tumblr, LinkedIn, XING und jetzt auch probeweise Vero sowie viele kleinere Kanäle, die ich ausgetestet habe. Nicht jeden Kanal betreue ich natürlich intensiv, das würde auch meine Zeit nicht erlauben. Meine Hauptkanäle sind Instagram, Pinterest, Twitter und Facebook.

Hier ist ein kleiner Einblick in meine persönliche Kommunikationsstrategie auf meinen Hauptkanälen:

 

Instagram

Instagram war seit meinem Start im Jahr 2016 eine große Leidenschaft für mich. Wie viele andere auch, hab ich meinen Account @sylvia_fritsch anfangs ausschließlich privat genutzt und sehr viel Liebe in das Bearbeiten der Bilder gesteckt. Seit ich den Blog PR Spionin führe, nutze ich meinen Account auch dafür und jetzt ist es mein Account für Blog und Business. Es war ehrlich gesagt ein Prozess von “Ich poste ein Bild und schreib etwas zu meinem aktuellen Blogpost” hin zu der Art und Weise, wie ich den Kanal heute führe. Nämlich ganz anders: Ich sehe Instagram nicht als Traffic-Bringer für meinen Blog, wie es viele Blogger nämlich tun und dann sehr enttäuscht sind, wenn das nicht klappt. Das kann nämlich gar nicht klappen! Sondern ich betrachte Instagram für mich als visuelles, ästhetisches Outlet meiner Marke, für mein Branding. Look&Feel sollen hier transportiert werden. Die zweite Strategie, wie ich Instagram nutze, liegt im Community Building. Ich freu mich, über Instagram so viele interessante Persönlichkeiten kennengelernt zu haben, und es hat sich schon die eine oder andere digitale Freundschaft – notgedrungen aufgrund der Entfernungen – ergeben. Ich nutze auch die Captions, die Bildunterschriften, zum Mikrobloggen und teile dort zum einen Wissen, das ich am Blog nicht in dieser Form teile und zum anderen auch, um mich auch persönlich einzubringen und vorzustellen. 

Für @roseandbots hab ich einen eigenen Instagram-Account ins Leben gerufen, weil ich inhaltlich andere Menschen anspreche, als mit meinem Hauptkanal. Die inhaltliche Strategie ist hier sogar noch stärker auf den Educational-Part gelegt, bei dem ich mein Wissen teile. Aber auch Inspiration in Form von Motivationszitaten hat auf diesem Kanal Platz.

 

Facebook

Auf meiner Facebook-Seite zur PR Spionin hab ich meine Strategie seit dem Jahresanfang und der angekündigten Änderung des Algorithmus grundlegend geändert. Nur noch einmal wöchentlich poste ich meinen aktuellen Blogpost und versuche dabei aber auch, eine kleine Diskussion anzustoßen. Das klappt auch sehr gut und meine Reichweite ist zum Glück dadurch auch noch immer relativ hoch (im Schnitt liegt sie bei knapp 100%). Daneben beteilige ich mich in für mich relevanten Gruppen sowie natürlich in meiner eigenen Facebook-Gruppe Wiener PR-Community an Gesprächen und gebe Hilfestellungen rund um meine Themen.

 

Twitter

Twitter ist für mich der Kanal, auf dem ich neben meinem eigenen Content auch den Content meiner Branchen-Kollegen teile und mich hin und wieder auch an Gesprächen beteilige oder solche in Gang setze. Es ist für mich die Plattform, um selbst up-to-date zu bleiben und – indem ich aktuellen Content teile – auch zu zeigen, dass ich up-to-date bin. Denn informiert sein ist Teil meiner Markenpersönlichkeit.

 

Pinterest

Ebenfalls zur Content Curation, aber auch für meinen eigenen Content, nutze ich Pinterest. Spezifikum der Plattform ist, dass man keine aktuellen Inhalte teilt, sondern Evergreen-Content, sprich Anleitungen, How-Tos, Ideensammlungen usw. Nicht jeder meiner Blogposts ist daher für Pinterest tauglich. Für jedes Wissensgebiet hab ich einen eigenes Board gestaltet, teilweise auch mit Unterordnern bei sehr großen Sammlungen wie “Bloggen”. Das strukturiert nicht nur den Account, sondern zeigt gleich auf den ersten Blick, mit welchen Themen ich mich beschäftige, nämlich Themen aus der Kommunikation – von Blogging, Branding und PR bis hin zu Social Media und SEO. Somit zahlt auch mein Pinterest-Account in meinen #personalbrandmix ein, weil ich auch hier meinen Themen treu bin. Natürlich habe ich daneben noch einige Geheimboards, die ich nicht öffentlich teile, weil deren Inhalte meinen privaten Interessen entsprechen und meine professionelle Marke verwässern würden.

 

PR in eigener Sache

Zu meinem #personalbrandmix als PRlerin zählt natürlich auch, dass ich dafür sorge, dass auch andere über mich schreiben. Zum Glück musste ich hier noch fast gar nichts selbst aktiv tun – außer im Print-Bereich. Online sind bis jetzt noch immer verschiedenste Menschen, meist andere Blogger oder digital aktive Personen, auf mich zugekommen und haben mich um Interviews oder Gastbeiträge gebeten. Ich schreibe diesen Erfolg meinem Hauptblog PR Spionin zu. Natürlich könnte ich noch proaktiver an die Eigen-PR herangehen, aber im Moment sehe ich keine Dringlichkeit dafür.

 

Was ich dir für deinen #personalbrandmix empfehle

Wenn du dir eine digitale Präsenz aufbauen willst, überlege dir, welchen Kanal du als deinen primären Kanal, als Homebase nutzen möchtest. Für viele ist das ihr Blog, auf dem sie ihre Expertise zeigen, für Grafiker, Illustratoren und Fotografen könnte das Instagram sein, für Coaches und Berater vielleicht ein Podcast. Suche dir neben deinem Hauptkanal mindestens einen weiteren Kanal, um deine Reichweite zu vergrößern und geh dabei strategisch vor: Wie können deine einzelnen Kanäle aufeinander aufbauen? Instagram könnte Look&Feel deines Blogs vermitteln, Facebook könnte neue Hörer für deinen Podcast gewinnen oder ein Blog deine YouTube DIYs verschriftlichen. Twitter könnte der Kanal sein, auf dem du über Dinge sprichst, die dich beschäftigen und Pinterest der Kanal, auf dem du Traffic für deinen Blog generierst.

Jede Plattform hat ihre Eigenheiten und oft dauert es, bis man eine Plattform ganz verstanden hat und sie richtig zu nützen weiß. Aber hier geht es wirklich darum, die Dinge einfach auszuprobieren. Und wenn die eigene Strategie nicht fruchtet, dann kann ich wirklich nur empfehlen, sich intensiver mit der Plattform zu beschäftigen, bevor man das Handtuch wirft.

Siehe mein Lieblings-Beispiel Instagram: So oft klagen Blogger, dass sie keinen Traffic auf ihren Blog durch Instagram bekommen. Da muss man dann leider davon ausgehen, dass der Kanal nicht verstanden wurde: ein Bild der Marke erschaffen und Beziehungen aufbauen, das kann Instagram. Wem gefällt, was er auf deinem Kanal sieht, wer sich davon angesprochen fühlt, der wird sich bestimmt auch deine Website bzw. deinen Blog anschauen. Der wird mit dir ins Gespräch kommen wollen und so bilden sich Beziehungen unter Usern und schließlich ganze Communities. Und darum sollte es doch letztendlich gehen: Um die Menschen, die wir erreichen wollen und aus denen sich unsere Community speist, die Fan unserer Personal Brand werden, sich mit uns austauschen, uns weiterempfehlen oder auch zu Kunden werden. Und nicht um das sture Herausposaunen der eigenen Botschaften ohne Rücksicht auf die Menschen, die wir doch letztendlich damit für uns gewinnen wollen.

 

Blogparade #personalbrandmix: auch mitmachen!

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, auch etwas über deinen #personalbrandmix zu erzählen, dann kannst du noch bis zum 30. April 2018 an der Blogparade von Kerstin Hoffmann teilnehmen. Alle Infos dazu findest du auf PR-Doktor.

 

 

 

Foto: unsplash.com

 

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