Snapchat-Special 1: Meine Snapchat-Story

Na snappt ihr schon alle fleißig? Ich bin jetzt seit rund einem Jahr dabei – Anlass mal Bilanz zu ziehen. Snapchat ist ein Social Media Netzwerk, auf das vor allem Jugendliche abfahren, weil sie dadurch Freunde an ihrer Alltagswelt teilhaben lassen können. Laut der Anfang dieser Woche veröffentlichten Saferinternet Jugend-Monitor-Studie 2017 hat Snapchat nochmals kräftig unter Österreichs Jugendlichen zugelegt und wird mittlerweile von zwei Dritteln der 11- bis 17-Jährigen regelmäßig genutzt und sogar als relevanter als Instagram eingeschätzt. (By the way: Facebook rutscht immer weiter ab.) Bei Snapchat dreht sich alles um Unterhaltung, Spaß und Unmittelbarkeit und das alles verpackt in Storys – daher hab ich für euch meine eigene Snapchat-Story verschriftlicht. Im zweiten Teil meines Snapchat-Specials wollen wir uns dann ansehen, ob und wie man Snapchat für Public Relations und Marketing nützen kann. 

Meine Snapchat-Story

Ich hatte bereits viel über die spaßige Fotosharing- und Instant-Messaging-App Snapchat gehört, aber als ich sie endlich im Frühjahr 2016 auf meinem Smartphone installiert hatte, konnte ich zunächst gar nichts damit anfangen. Ich stand quasi wie die Kuh vor dem Tor und wusste nicht so recht, wie diese App funktionieren soll und was so toll daran sein sollte. Bestimmt zwei, drei Wochen lang schaute ich immer wieder in die App und dachte mir schon, dass da ein Fehler dabei sein muss – eine intuitive Bedienung ist bei Snapchat gar nicht gegeben. Also begann ich mich intensiver damit zu beschäftigten und las mir Tutorials im Internet durch und davon gibts nicht ohne Grund genug und nicht zufällig haben einige “endlich verstehen” im Titel (Tutorials: PR-Blogger.dedigital-media-manager.com, oder philippsteuer.de).

Ich weiß noch, als ich endlich die beliebten Face-Lenses aktivieren konnte, ging mir wahrlich ein Licht auf. Von da an machte es viel Spaß, mit der App herumzuspielen.  Wobei: Bei manchen Lenses braucht man auch Mut zur Hässlichkeit, und Angst sollte man auch keine haben… Aber was bringt der ganze Spaß, wenn man ihn mit niemandem teilen kann? Also suchte ich in meinen Kontakten und im Freundeskreis nach weiteren Snapchattern. Zugegeben, mein Freundeskreis beginnt bei Leuten ab 30+, und die Hauptnutzergruppe sollen 14-18-Jährige sein. Die Ausbeute war dementsprechend mager, nur 4-5 Leute konnte ich nach und nach adden. Leider sind sie alle kaum aktiv auf Snapchat. Also fügte ich Leute hinzu, die im Internet als Snapchat-Vorreiter empfohlen werden, außerdem Blogger und sogar österreichische Politiker (Sebastian Kurz und Muna Duzdar sind etwa aktiv). Mittlerweile sind auch österreichische Medien aufgesprungen, etwa derstandard.at.

Das Adden auf Snapchat ist übrigens auch eine Wissenschaft für sich. Man kann nicht einfach nach einem Namen suchen, nein, man muss entweder den exakten Nutzernamen kennen oder den Snapcode herausfinden und einscannen. Man kann auch in der eigenen Kontaktliste nach Nutzern suchen oder via GPS Nutzer aus seiner Nähe adden. Ziemlich geheimnisvoll irgendwie, auch dass man keinen Überblick hat, wer einen selbst geaddet hat. Wenn mich jemand hinzufügt – und das kann jeder ohne meine Erlaubnis solange er mich erwischt – bekomme ich nur einmal eine kurze Nachricht. Ich habe aber keine Liste meiner Follower, nur eine Liste jener “Freunde”, die ich selbst hinzugefügt habe. Vielleicht ist deshalb auch das Logo der Snapgeist, weil dieser Benutzungsmodus irgendwie geisterhaft, nicht greifbar ist, wer weiß…

Mit meinen neuen Freunden an Bord begann ich auch eigene Storys zu posten. Man muss dazu wissen, dass man jedes Snap, also jedes Bildchen oder Video, ob bearbeitet oder nicht, in seine “Story” posten kann. Dort sind alle als Story auserwählten Snaps 24 Stunden lang abrufbar. Was diese Storys so erfolgreich macht, ist ihre Authentizität, ihre Unmittelbarkeit. Man kann quasi am echten Leben der Leute teilhaben. Ich schau mir auch gerne die Storys meiner Kontakte an, wobei mein Gefühl ist, dass da immer weniger passiert, immer weniger Storys gepostet werden.

Neben der Möglichkeit Snaps an Freunde zu schicken, theoretisch auch zu chatten, Storys zu posten und anzusehen, gibt es auch noch eine weitere Funktion bei Snapchat: die Nachrichten-Kanäle. Das sind professionell produzierte Geschichten von meist englischsprachigen Medienhäusern wie BuzzFeed, DailyMail, MTV, Vice oder CNN, die man auch abonnieren kann. Damit generiert Snapchat einen Großteil seiner Werbeeinnahmen. Über die Funktion “Discover” könnte man hier suchen, aber zugegeben, hierhin verirre ich mich äußerst selten. Für Medienhäuser dürfte es ziemlich teuer sein, regelmäßigen Content für so ein Nachrichten-Kanal zu produzieren und so gibt es derzeit keine mir bekannten Anbieter aus Österreich.

 

Fazit:

Wenn man es einmal verstanden hat, funktioniert Snapchat ganz einfach. Mittlerweile hab ich sogar schon einigen Leuten eine Snapchat-Einschulung gegeben, nutzen tu ich die App aber nur noch ab und zu um meine Kinder mit dem Selfie-Filter zu unterhalten. Als Messenger nutze ich die App fast nie, zu groß die Gefahr, dass die Beiträge übersehen werden, weil meine Kontakte die App offenbar auch kaum als Messenger verwenden. Außerdem entwickelt sich die App ständig weiter. Wenn ich mal ein paar Wochen nicht hineingeschaut habe, finde ich wieder neue Funktionen. Zwischendurch hat Snapchat auf meinem Smartphone gar nicht mehr funktioniert und ich wollte die App schon löschen. Ich bleib jetzt aber dabei, weil ich neugierig bin, wie sie sich weiterentwickelt.

 

Im zweiten Teil meines Snapchat-Specials geht es in Kürze weiter mit dem Thema, wie man Snapchat für PR und Marketing nützen kann.

 

Achja, wer mich auf Snapchat adden will, findet mich über meinen privaten Nutzernamen sylviafritsch oder addet mich über den Snapcode im Bild oben. 

Happy snapping!

 

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