Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand #3: Die Blog-Personality

Wir erschaffen eine Lovebrand mithilfe eines Blogs mit meiner Blog-Serie “Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand”. 4 Bausteine braucht es dafür und heute geht es um den zweiten Baustein: die Blog-Personality, den jeder erfolgreiche Blog lebt auch von der Persönlichkeit seines Autors bzw. seines Autorenteams. Ein Corporate Blog bietet die Chance, das dahinter stehende Unternehmen zu vermenschlichen, ihm ein Gesicht zu verleihen, ansprechbar und authentisch zu sein. Somit kann ein Blog mithelfen, ein Unternehmen aus der Anonymität herauszuheben, und schafft einen Weg, es besser kennenzulernen.

 

Baustein #2: Die Blog-Personality

„Menschen kaufen keine Produkte oder Dienstleistungen. Sie kaufen Beziehungen, Geschichte, Magie und Image.“

Dieses legendäre Zitat von Seth Godin kann man auch wunderbar auf Corporate Blogs übertragen: Menschen wollen keine nüchternen, trockenen Informationen in einem Blog lesen. Dafür können sie auch Online-Zeitungen und -Magazine aufsuchen. Menschen interessieren sich für Menschen. Sie wollen Beziehungen, Geschichten und einen persönlichen Touch in einem Blog wiederfinden. Auch und gerade in Corporate Blogs. Es gilt, dem Blog ein Gesicht zu geben, ihm Persönlichkeit und Leben einzuhauchen.

Ein guter Blog ist daher persönlich. Die Persönlichkeit scheint immer durch und mit ihr auch die Leidenschaft, die in der Marke steckt. Alle Blog-Inhalte werden durch den persönlichen Filter ihres Autors aufbereitet. Daher ist es auch so wichtig, dass passionierte Autoren, die voll und ganz hinter der Idee der Marke stehen, für den Blog schreiben. Das füllt den Blog mit Leidenschaft und haucht ihm Leben ein. Eine lebendige Sprache setzt den Texten dann noch die Krone auf.

Leidenschaft ist ansteckend und dadurch wollen sich loyale Leser wieder und wieder mit dem Blog verbinden. Voraussetzung ist natürlich, dass die vorab definierte Blog-Personality den Lesern sympathisch ist und mit ihren Werten harmoniert.

 

Wie bringst du Persönlichkeit in den Corporate Blog? Dazu gibt es mehrere Ansätze:

 

Der Chef bloggt

Bloggen macht viel Arbeit, aber wenn es gelingt, auch den Unternehmenschef wenigstens ab und an zum Bloggen zu bringen, bringt das einen Corporate Blog einen großen Schritt weiter in Richtung Vertrauenswürdigkeit. Es zeigt nämlich, dass es dem Unternehmen wichtig ist, mit den Lesern auf Augenhöhe zu kommunizieren, dass ein Dialog gewünscht ist. Natürlich kann man die Texte auch ghostwriten lassen, jedoch in enger Abstimmung mit dem Chef.

 

Mitarbeiter bloggen

Bloggende Mitarbeiter fungieren als Markenbotschafter. In ihren persönlich geprägten Blogbeiträgen geben sie der Marke ihr Gesicht. Eine nette Idee ist etwa auch, Mitarbeitern einzelne Rubriken zuzuweisen, die sie mit ihrer Identität branden und deren Inhalte sie auch auf ihren eigenen Social-Media-Kanälen teilen. Umgekehrt könnten auf dem Corporate Blog auch Blogs der Mitarbeiter vorgestellt werden. IKEA macht das beispielsweise so.

 

Persönliche Prägung und Blog-Stimme

In jedem einzelnen Blogpost sollte die Persönlichkeit seines Autors durchscheinen. Wenn es mehrere Autoren gibt, so soll unbedingt auch die individuelle Persönlichkeit erkennbar sein, aber dennoch auf eine gemeinsame Blog-Stimme geachtet werden. Werden Leser mit „du“ oder „Sie“ angesprochen? Ist der Tonfall eher klar, frech, blumig oder ausschweifend? Diese persönliche Prägung sollte sich durch den ganzen Blog ziehen. 

 

Storytelling

Eine weitere Möglichkeit ist es, Storytelling im Großen wie im Kleinen zu betreiben. Was meine ich damit? In Fachartikeln können kleine Anekdoten oder persönliche Erfahrungen eingebaut werden. Daneben kann man auf Formate setzen, die eine Geschichte erzählen, etwa Behind-the-Scenes-Texte, Making-of Texte, Erfahrungsberichte, Interviews mit Mitarbeitern usw. Mit den Erzählungen gelingt es idealerweise, starke positive Emotionen aufzubauen.

 

Über mich-Seite: Vorstellung der Blog-Autoren

Auf keinem Blog darf eine „About/Über mich“-Seite fehlen: Das ist die Seite, die erwiesenermaßen am häufigsten angeklickt wird. Es ist auch klar, warum: Leser wollen immer wissen, mit wem sie es zu tun haben, wer hier schreibt. Auf der About-Seite stellt sich der Autor des Blogs vor. Wenn es mehrere Autoren gibt, sollte jeder einzelne Autor vorgestellt werden. Bei einem Corporate Blog bietet es sich zusätzlich an, Autorenkästen unter jeden einzelnen Beitrag zu heften. Das hilft den Lesern, den Text einzuordnen. Eine nette Idee ist es auch, Autorenkästen individuell an den einzelnen Beitrag anzupassen und einen persönlichen Bezug zum jeweiligen Text herzustellen.

All diese Methoden haben ein Ziel: Beim Leser Verbundenheit, „Zuneigung“ und damit letztlich auch Vertrauen herzustellen. Leser haben dann idealerweise das gute Gefühl, mit einem „Freund“ zu sprechen. Sie wollen wissen, wie es dem Freund ergeht, haben positive Assoziationen mit ihm.

Tipps für die About-Seite

Gute Über mich-Seiten zu schreiben ist gar nicht so einfach, wie es klingt! Das Geheimnis von gut gestrickten Über mich-Seiten liegt nämlich darin, herauszuarbeiten, warum Leser den Blog besuchen sollten, welchen Benefit sie sich davon erwarten dürfen. Leser suchen nämlich die About-Seite auf, weil sie wissen wollen, was der Blog für sie bereithält, welche ihrer Probleme er lösen kann und wie sie den Blog einordnen sollen.

Erst darunter sollte man Hintergrundinformationen zum Autor bzw. den Autoren des Blogs einbauen. Auf keinen Fall sollte hier die blanke Unternehmensgeschichte in epischer Breite heruntergerattert werden – aus der Firmengeschichte zitieren ist viel besser.

Was gehört in die Über mich-Seite:

– Anreiz, den Blog zu lesen – was ist für die Leser drin?
– Worüber wird auf dem Blog geschrieben?
– Autorenporträt(s) – die wichtigsten für den Blog relevanten Fakten in Form einer netten Geschichte, knackig verpackt
– Foto des Blog-Autors bzw. der Autoren

 

Zum Schluß folgt noch das große ABER:

Ein Blog braucht zwar die Persönlichkeit seines Autors bzw. seiner Autoren, aber letztendlich dreht sich ein zielgerichteter Blog nie um seine Autoren, sondern um seine Leser. Was das bedeutet, erfährst du im nächsten Teil dieser Serie, wenn es um den Content geht.

 

 

Blog Personality

 

SERIE: Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand

In meiner 5-teiligen Blog-Serie „Mit dem Corporate Blog zur Lovebrand“ entmystifizieren wir die Geheimnisse genialer Corporate Blogs. Im vierten Teil dieser Serie werden wir uns Baustein #3 anschauen: den vielgepriesenen sinnstiftenden  Content.

 

Du hast die ersten Teile verpasst?

Teil #1: Was der Blog für die Brand tun kann

Teil #2: Die Blog-Identity

 

 

 

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