#mydigitalworld – Trends und Entdeckungen Oktober 2017

Der Oktober in #mydigitalworld stand ganz im Zeichen von zwei Debatten: Zum einen hat Facebook mal wieder einen Aufschrei ausgelöst mit seinem neuen Explore-Feed und der daraus folgenden Annahme, dass Facebook-Seiten künftig kaum noch organische Reichweite bekommen könnten. Zum anderen hat sich der Hashtag #metoo zu einer ganzen Bewegung gegen sexuelle Belästigung entwickelt, kuriose Entwicklungen inklusive. Aber lest am besten selbst.

 

Aktuelle Debatte: Facebook und der Explore-Feed

Bei Facebook steht womöglich wieder eine größere Veränderung ins Haus, die unter Facebook-Seitenbetreibern in den letzten Tagen für viel Aufregung gesorgt hat: Der Explore-Feed, oder auch Entdecker-Feed, wie er bei uns heißt, wurde als zusätzlicher Feed eingeführt. Darin finden sich Beiträge von Seiten, die wir nicht geliked haben, die uns aber aufgrund unseres bisherigen Verhaltens auf Facebook gefallen könnten. Das ist ja an sich nicht schlimm, in einigen Testländern ist Facebook aber einen Schritt weiter gegangen und experimentiert mit zwei getrennten Feeds, dem eben genannten Explore-Feed und dem Seiten-Feed, in dem sich nur noch Beiträge von Freunden, aus Gruppen sowie bezahlte Posts befinden sollen.

Die Sorge ist nun groß, ob Facebook die organische, also unbezahlte Reichweite von Seiten auf 0 herunterfährt. Das hätte zur Folge, dass Sichtbarkeit nur durch Werbung oder geschicktes Posten in Gruppen möglich wäre. Alles nicht so schlimm sagt Christian Müller von Sozial PR und rät in einem Facebook-Video zur strategischer Gelassenheit und professioneller Arbeit. Werbebudgets dürften auf Facebook wichtiger werden, sind aber auch nicht alles, wenn der Inhalt nicht stimmt, so Müller.

 

 

Kurios: von #metoo zum Shitstorm

Wie ihr ja bestimmt alle wisst, hat sich unter dem Hashtag #metoo eine ganze Bewegung gegen sexuelle Belästigung von Frauen gebildet. Ausgelöst durch Harvey Weinstein, ermutigt die Debatte Frauen dazu, über sexuelle Übergriffe zu reden. Eine, die auch ihren Senf zur Debatte abgab, war die österreichische Schauspielerin Nina Proll, die sich in einem Facebook-Post über die Initiative empörte. Sie finde sexuelle Annäherungsversuche grundsätzlich erfreulich und würde sich schämen, damit hausieren zu gehen. Ihr Statement erntete großes Entsetzen, erst recht, als sich Stratosphärenspringer Felix Baumgartner auch in diese Debatte einbrachte und Nina Proll den Rücken stärkte. 

Das Proll-Post ist übrigens in der Zwischenzeit von Facebook gelöscht worden und nach Initiative eines Standard-Redakteurs nun wieder sichtbar. Hier ist es:

 

 

Lieblingsblog: Vanilla Mind

Bei der Rubrik Lieblingsblog tu ich mir immer besonders schwer, weil ich so viele Lieblingsblogs habe – macht nichts, ich stelle sie euch einfach der Reihe nach vor. Besonders aufgefallen in den letzten Wochen ist mir wieder Melinas Blog Vanilla Mind. Das ist ein Business Blog, bei dem es schwerpunktmäßig um Persönlichkeitsentwicklung für Schüchterne geht. Melina hat ihren Blog mit ganz viel Liebe gestaltet und kommt mit ihrem Thema so gut an, dass sie unlängst auch ein Buch dazu veröffentlicht hat: “Verstecken gilt nicht” (Kailash Verlag, 2017).

 

Podcast: “Facebook-Spionage für deine Inspiration”

Wie steht meine Facebook-Page eigentlich im Vergleich zur Konkurrenz da? Facebook-Expertin Katrin Hill hat sich dieses wirklich sehr spannenden Themas in einer Podcast-Folge in ihrem Podcast “Facebook-Marketing leicht gemacht” gewidmet. Hört euch das unbedingt an, wenn ihr euch nach der Aufregung um den Explore-Feed noch intensiv mit Facebook auseinandersetzen wollt. Spionage auf Facebook bringt Katrin Hill zufolge neue Content-Ideen, die für die eigene Zielgruppe auch interessant sein könnten.

 

Studie: Mobile Communications Report 2017

Österreicher nutzen im Schnitt ihr Mobiltelefon über 3 Stunden täglich. 93% surfen mit ihrem Smartphone im Internet, bei den 15- bis 29-Jährigen sind es sogar 100%. Der durchschnittliche österreichische Smartphone-Besitzer hat ganze 30,4 Apps auf seinem Handy installiert! Die Studie Mobile Communications Report 2017 wurde in Kooperation zwischen der MMA Austria und MindTake Research  im Frühjahr/Sommer 2017 durchgeführt. Es wurden repräsentativ für die österreichische Bevölkerung 1.007 österreichische Internet-NutzerInnen zwischen 15 und 69 Jahren befragt.

 

Tool: Füllwörter-Test

Manch einer von uns hat einen ausschweifenden Schreibstil, der mit Füll- und Blähwörtern reichlich gespickt ist. Oft ist das gar nicht schlecht, denn Füllwörter können die Schreibe lebendiger machen. In den meisten Fällen kann man aber auf Füllwörter wie “allerdings”, “bereits” oder “etwa” gut verzichten und dafür eignet sich der Füllwörter-Test von Schreiblabor.com sehr gut. Dazu kopiert man den eigenen Text in ein Textfeld und bekommt dann gefundene Füllwörter rot markiert zurück. 360 Füllwörter sind vorgegeben, wobei auch Wörter aus dem Test ausgeschlossen werden können.

 

Füllwörtertest
Screenshot Schreiblabor.com

 

 

 

 

 

 

 

 

Pinterest-Queen: Barbara Riedl-Wiesinger

Pinterest ist für viele Unternehmen noch Neuland, der Erklärungsbedarf über diese Plattform ist zusätzlich relativ gr0ß. Zum Glück gibt es Pinterest-Spezialisten, die ihr Wissen mit uns teilen. Eine von ihnen ist Barbara Riedl-Wiesinger, die über den Blog ihrer Agentur KaleidoCom, sowie über Online- und Offline-Kurse ihr umfassendes Pinterest-Wissen teilt. Ganz interessant ist zum Beispiel dieser aktuelle Blogpost: Was sollten Sie im Herbst pinnen.

 

 

 

Social Media vor der Lupe: Tumblr

Tumblr ist hierzulande nicht ganz unbekannt, bezieht seinen Traffic aber hauptsächlich aus den USA. Im Prinzip ist Tumblr eine Mischung aus Blogging-Plattform und Social Media. Das heißt, man richtet sich dort seinen eigenen Account wie einen Blog mit Template ein, kann aber auch anderen Usern folgen. Der Clou ist, dass auf Tumblr Inhalte von Anderen nicht nur geliked werden können, sondern auch im eigenen Blog “rebloggt” werden, ähnlich den Retweets auf Twitter. Die Plattform hat einen starken visuellen Fokus und eignet sich besonders gut für Bilder-Blogs. Eine Besonderheit sind auch sehr hochwertige GIFs, die auf Tumblr großen Anklang finden. Ich finde Tumblr genial vor allem für künstlerische, kreative, persönliche Themen, aber auch zur Inspiration.

Es gibt übrigens PR Spionin auch als lustigere Tumblr-Variante: prspionin.tumblr.com

Schaut euch die Tumblrs unbedingt immer in der Desktop-Version an, da kommen sie besser zur Entfaltung.

 

 

Das war #mydigitalworld für Oktober, Ende November gibt’s wieder meine interessantesten Entdeckungen und Debatten aus dem Web rund um Social Media.

 

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