Wie du mehr Persönlichkeit auf deinen digitalen Plattformen einbringst

Tust du dir auch schwer damit, dich auf deinen digitalen Präsenzen persönlich zu zeigen? Mir geht es jedenfalls so: Ich fühle mich damit nicht so richtig wohl, zu viel Persönliches zu präsentieren. Dabei ist es so wichtig, wenn wir an unserer Personal Brand arbeiten, ein bisschen mehr von uns selbst zu zeigen. Menschen wollen nämlich online mit Menschen interagieren, nicht mit gesichtslosen Unternehmen – ein Fakt, von dem gerade wir Solopreneure und Kleinunternehmer besonders profitieren können.

Wenn du Persönliches von dir teilst, können deine Leser viel leichter eine Verbindung zu dir aufbauen und werden damit auch eher zu treuen Fans deiner Marke. Vielleicht hast auch du schon festgestellt, dass du die meisten Interaktionen auf persönliche Posts bekommst? Eben!

 

Hier sind ein paar Möglichkeiten, deine Persönlichkeit in deinen Online-Präsenzen durchscheinen zu lassen, ohne es zu übertreiben und zum Selbstdarsteller zu werden.

 

Stelle Bilder von dir auf deinen Blog / deine Website

Mit einem Foto bzw. einem Headshot (Porträt) von dir auf deiner About-Seite gibst du deinen Lesern die Möglichkeit, sich dich besser vorstellen und dich kennenlernen zu können. Achte darauf, dass du ein möglichst sympathisches, natürliches, von einem Profi erstelltes Bild verwendest. Auf dem Foto solltest du ein Outfit tragen, in dem du dich wohl fühlst und das deinen Stil zeigt. Du solltest wie du aussehen!

Beim Foto-Shooting sollte der Fotograf deines Vertrauens eine Wohlfühlatmosphäre erschaffen, damit du möglichst unverkrampft dreinblickst. Leichter gesagt, als getan – davon kann auch ich ein Lied singen! Überleg dir auch, wo du dich ablichten lassen willst: In deinem Büro oder deinem Geschäftslokal? Gemütlich auf einer Couch sitzend? In einem Studio vor neutralem Hintergrund? Oder passt vielleicht besser eine Aufnahme in der Natur? Der Ort sollte etwas über dich aussagen.

Dieses Bild solltest du wie gesagt in deine About-Seite stellen. Du kannst auch weitere Bilder von dir in die Kurz-Bio in der Sidebar unterbringen oder gleich prominent auf deine Startseite stellen. Wie auch immer: Mindestens ein Foto von dir sollte auf deinem Blog oder deiner Website vorhanden sein.

 

Schreibe eine About-Seite für deinen Blog / deine Website

Die About-Seite ist auch gleich der richtige Ort, mehr über dich zu erzählen. Deine About-Seite solltest du auf jeden Fall nützen, denn diese Seite gehört zu den am meisten geklickten Seiten! Nahezu jeder Leser der zum ersten Mal deinen Blog oder deine Website besucht, wird auf diese Seite schauen. Das ist deine Chance, einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

Hier kannst du deine Persönlichkeit in den Vordergrund stellen und dein Warum und dein Was zeigen. Achte aber darauf, dass du keine langweilige Biographie von dir schreibst oder eine öde Liste deiner Qualifikationen wiedergibst. Vielmehr gibst du deinen Lesern Insights, wer du bist, worüber du bloggst und warum sie auf deinem Blog für mehr Inhalte bleiben sollten bzw. was sie auf deiner Website erwarten dürfen.

Übrigens: Auf deiner About-Seite geht es gar nicht so sehr über dich selbst, sondern um deine Leser. Aber das is ein anderes Thema, dem ich mich ein anderes Mal widmen werde.

 

Teile deine Gedanken und Erfahrungen in deinen Blogposts

In deinen Texten kannst, nein sollst du sogar dich selbst einbringen. Wenn du das nicht machst, schreibst du wahrscheinlich nüchterne Fachtexte. Wer solche Texte lesen will, besucht Fachmagazine oder Fachblogs, nicht aber Blogs und Social Media Profile, wie du sie als Solopreneur erstellst.

Leite deine Blogposts mit einer kurzen Geschichte oder deiner persönlichen Erfahrung ein, schreibe deine Meinung und Einschätzung zu Themen. Das ist es, was die Leute interessiert und weshalb sie genau deinen Blog lesen. Sei nicht schüchtern, sondern versuche dich wirklich in jeden Text persönlich einzubringen. Du musst es natürlich nicht übertreiben, gerade wenn du für dein Business bloggst.

Eine Denkhilfe: Stelle dir deinen idealen Leser, deine Persona vor, die deinen Text lesen soll. Dann schreib so, wie du mit dieser Person freundschaftlich im Wohnzimmer plauderst. Gerade heraus und nicht zu steif, garniert mit ein bisschen Small Talk, aber schweife nicht ab. Blieb bei deinem Kernthema.

 

Nutze Begrüßungs- oder Abschiedsformeln

Eine weitere Möglichkeit, online mehr Persönlichkeit einzubringen, sind individuelle Begrüßung- oder Abschiedsformeln. Vielleicht entspricht es deinem Stil, jeden Blogpost mit der gleichen Begrüßung zu beginnen oder mit den gleichen Worten wieder zu beenden? Das erschafft eine vertraute, persönlichere Atmosphäre und eine schnellere Wiedererkennbarkeit. Hast du andere einzigartige Phrasen, die zu dir passen oder ein Motto? Füge sie auch in deine Texte.

Du könntest zum Beispiel immer mit “Meine lieben Leser” beginnen und mit “deine Trainerin für mehr Selbstvertrauen” beenden. Solche Formeln haben weiters den Vorteil, dass sie deine wichtigsten Keywords in jeden Blogpost integrieren.

 

Gestalte Bios auf deinen Social Media Kanälen

Auch mit deinen kurzen Biographien auf deinen Social Media Accounts hast du eine gute Möglichkeit, etwas von dir preiszugeben. Beachte, dass du jeweils nur sehr wenig Platz dafür hast. Wie du deine Bios generell schreiben solltest, findest du in meinem Beitrag Wie du deine Social Media Kanäle brandest.

Stimme deine Bios aufeinander ab. Es wird zwar oft empfohlen, überall dasselbe Satzerl zu schreiben, aber besser ist es, dein Satzerl für jeden Kanal etwas zu adaptieren. Im Vordergrund steht jeweils, was für andere dabei herausspringt, wenn sie dir folgen, sprich du solltest den Nutzen für deine Leser herausarbeiten. Eine klitzekleine persönliche Eigenheit, Besonderheit oder Schrulle darf aber auch dabei sein. Bist du Matcha-Junkie oder passionierte Wandererin? Baue es ruhig ein, wenn du das Gefühl hast, es passt zum Gesamttext.

 

Biete kleine private Einblicke zwischendurch

Wenn du viele Fachinformationen preisgibst, solltest du dir überlegen, deinen Followern ab und zu einmal auch ein paar kleine Einblicke in dein Privatleben zu gewähren. Das macht dich als Marke interessanter und greifbarer und schafft eine emotionale Kompetente. Es reicht, wenn du manchmal ein paar Worte über dein Hobby oder andere private Interessen verlierst, oder ein passendes Foto teilst. Deine Zielgruppe bekommt damit das Gefühl, ein bisschen an deinem Leben teilhaben zu können.

Keine Angst, du musst nicht dein ganzes Privat- und Familienleben öffentlich machen, oder alles über deinen Gesundheitszustand verraten. Aber ein paar kleine private Infos zwischendurch eingestreut lassen deine Persönlichkeit viel besser greifen.

 

Zeig dich persönlich auf deinen Social Media Kanälen

Fast alle Social Media Kanäle eignen sich, um persönlicher zu werden, schließlich will dort niemand stocksteife Unternehmensinfos sehen. Schreibe auf deinen Socials, als würdest du zu Freunden sprechen und suche den direkten Dialog. Die meisten Menschen reagieren stärker auf persönliche Social Media Posts. Wenn es dir gelingt, Engagement in Form von Likes, Kommentaren oder geteilten Posts zu bekommen, dann verbessert sich meist auch die Sichtbarkeit deiner Posts, weil der Algorithmus darauf reagiert – einmal ganz allgemein gesprochen.

Ich verstehe, wenn du nicht allzu viel von dir preisgeben willst, daher habe ich zwei Tipps für dich, wo du leichter persönlich sein kannst, ohne dich am großen Silberteller zu präsentieren: Das eine ist der sogenannte ephemeral Content, darunter versteht man Content, der nur kurz aufrufbar ist und sich bald von selbst löscht, wie es auf Instagram Stories, Snapchat oder Facebook Stories passiert. Du kannst nicht viel falsch machen, wenn du in den Stories ein bisschen aus deinem Alltag zeigst oder auch mal kurz in die Kamera sprichst – die Inhalte sind bald wieder weg und wenn du dich doch nicht wohl fühlst damit, lösch sie einfach wieder. 

Der zweite Tipp ist: teile auf Twitterdeine Gedanken zu aktuellen Geschehnissen aus deiner Branche oder Trending Topics. Twitter ist so schnelllebig, dass dein Tweet vermutlich nicht lange in den Feeds deiner Follower zu sehen sein wird. Außerdem rechnet man bei Twitter mit solchen Posts, die gehören zu Twitter einfach dazu.

Du siehst: Du musst keinen YouTube-Vlog lancieren oder auf Facebook live gehen, um dich zu zeigen. Auch kleinere Happen von dir können in deine Marke einzahlen.

 

Teile eine Geschichte in deinem Newsletter

In deinem Newsletter kannst du ebenfalls persönlicher werden, als auf deinem Blog oder deinen Socials. Jeder, der auf deinem eMail-Verteiler steht, möchte ganz bewusst deine Nachrichten im Posteingang haben und interessiert sich für dich. Sonst hätte er sich nicht bewusst für deinen Newsletter angemeldet. Newsletter-Abonnenten schätzen es daher vermutlich, mehr über dich zu erfahren.

Du kannst zum Beispiel in jedem Newsletter eine persönliche Geschichte einbringen oder deine Gedanken zu einem aktuellen Thema teilen.

 

Das waren meine Tipps, wie du Persönlichkeit in deine Online-Präsenzen einbringen kannst, auch wenn du kein Selbstdarsteller bist. Hast du noch einen weiteren Tipp? Teile ihn gerne in den Kommentaren! 

 

 

Ähnliche Beiträge

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.