Pinterest: So gestaltest du zahlreiche Pin-Variationen

Seit einigen Monaten wissen wir, dass Pinterest möglichst viel frischen, sprich neuen Content von uns gepinnt haben möchte. Vorbei sind die Zeiten, als einfach nur möglichst viel und gedankenlos gepinnt wurde. Auch das immer wieder neue Pinnen ein und desselben Pins von dir selbst (sogenanntes Loopen wie es mit dem mittlerweile eingestellten Tool Boardbooster praktiziert wurde) ist laut Pinterest keine gute Idee: Pinterest wertet es nicht als Engagement und erkennt, dass es dein eigener Pin ist, den du immer wieder repinnst. 

Pinterest will vielmehr, dass wir laufend frischen Content pinnen. Auch die Quantität der Pins spielt eine geringere Rolle als die Qualität der Pins. Qualitätsvolle Pins erkennt Pinterest daran, dass sie möglichst viele Interaktionen erfahren wie Klicks, Kommentare und natürlich das Pinnen auf andere Boards von anderen Usern. Und zwar zuerst von den eigenen Followern, denen sie zuerst im Folge-Feed ausgespielt werden, und bei Erfolg auch im Smart-Feed fremder User. Weiters empfiehlt Pinterest jetzt, möglichst viele eigene Inhalte zu pinnen und nur den Rest mit fremden Pins aufzufüllen.

Das bedeutet für uns, dass wir uns überlegen müssen, wie wir möglichst viel frischen, qualitätsvollen eigenen Content auf Pinterest pinnen können. Die Königsvariante ist, einen Pin für einen nagelneuen Blogpost zu erstellen. Nur werden wir nicht so viel bloggen, wie wir pinnen müssen, um erfolgreich zu sein. Pinterest wertet aber auch als “frisch”, wenn du zu älteren Blogposts neue Pins erstellst. Dabei ist egal, wieviele Pins zu ein und demselben Blogpost führen.

Ich habe früher einmal den Fehler gemacht und für jeden Blogpost nur einen Pin erstellt, den ich auf verschiedene relevante Boards gepinnt habe. Später habe ich mehrere Pins pro Blogpost erstellt, aber nun ist es noch wichtiger, frischen Content zu haben, daher möchte ich einige Tipps mit dir teilen, wie du noch mehr Pin-Variationen erstellen kannst und dir auch gleich praktische Beispiele anhand eines Themas zeigen.

 

Original Pin

Pinterest-Pin-Variationen

 

Variante 1: Selber Text, anderes Bild

Das ist einfach: Tausche das Bild in deinem Pin gegen ein anderes aus. Achte dabei aber immer auf dein Branding. Pinterest empfiehlt, dass das Bild in deinem Pin auch auf der Seite, zu der er verlinkt, zu sehen ist.

Pinterest-Bilder-Variationen

 

Variante 2: Selbes Bild, anderer Text

Hier verwendest du eine alternative Überschrift bzw. einen anderen Text in deinem Pin.

9-Pin-Variationen

 

Variante 3: Selbes Bild, selber Text, anderes Design

Die optische Gestaltung deines Pins kannst du variieren, wie du möchtest. So kannst du etwa andere Bilder verwenden, andere Hintergrundfarben, eine andere Darstellung usw. – hab dabei aber immer dein Branding im Blick. Am besten du überlegst dir mehrere Designs und gestaltest Templates dafür, die du immer wieder verwendest. Das dient auch dem Wiedererkennungseffekt deiner Pins.

Pin-Variationen-gestalten     Varianten-Pins

 

Variante 4: Selbes Bild, selber Text, andere Pin-Größe

Pinterest empfiehlt Pins im Verhältnis 2:3, idealerweise 600x900px bzw. seit neuestem 1.000×1.500px aufgrund der stärkeren mobilen Nutzung. Du kannst dich aber auch an Pins mit bis zu 2.061px oder auch quadratische Pins probieren. Nur horizontale Pins solltest du meiden.

Variationen-Pins

 

Variante 5: Selbes Bild, selber Text, andere Pin-Beschreibung und / oder andere Hashtags

Hier sind wir jetzt nicht im Bereich Pin-Grafik, sondern in der Beschreibung, die du bei Pinterest oder einem Tool wie Tailwind eintippst: Ändere die Pin-Beschreibung von ein und dem selben Pin jedes Mal, wenn du ihn neu pinnst. Du kannst die selben Keywords in einem anderen Text verwenden oder auch andere Keywords austesten und schauen, was passiert. Das selbe gilt für Hashtags: probiere verschiedene aus. Maximal 2o Hashtags pro Pin-Beschreibung sind möglich, allerdings solltest du nur 2-5 Hashtags nutzen.

 

Variante 6: Statement aus dem Blogpost statt klassischer Überschrift

Statt einem typischen Pin kannst du auch einen Pin erstellen, der ein wichtiges Statement aus deinem Blogpost enthält. Solche Pins werden gerne gespeichert, jedoch seltener geklickt.

Pinterest-liebt-frischen-Content

 

Variante 7: Infografik aus dem Blogpost basteln

Wir alle lieben Infografiken, die Kompliziertes bildlich einfach darstellen. Warum also nicht Infografiken aus Blogposts basteln, wenn das dazu passt? Praktische Tools dazu ist Piktochart oder Powtoon.

Infografik-Pins

 

Variante 8: Textpin mit den wichtigsten Erkenntnissen oder Aufzählungen aus deinem Blogpost

Eine weitere Variante ist es, denn Schwerpunkt des Pins auf  Text zu legen und zum Beispiel die 5 wichtigsten Erkenntnisse oder 10 Tipps usw. aus deinem Blogpost auf den Pin zu schreiben. Achte darauf, dass der Text gut leserlich ist.

Text-Pin

 

Variante 9: Saisonaler Repin

Wir wissen, dass Pinterest stark auch für die saisonale Suche genutzt wird. Wenn du also einen Blogpost hast, der ganz gut zu einer bestimmten Zeit im Jahr passt, berücksichtige das beim Pinnen. Erstelle einen oder mehrere neue Pins dafür oder repinne ihn mit einer neuen Beschreibung.

 

Und noch mehr Pins…

Für jede dieser Varianten kannst du natürlich nochmals mehrere Versionen herstellen. Ich weiß, das klingt alles furchtbar aufwändig, aber mit einmal erstellten Templates für deine Pins geht es dann doch ganz flott.

Nach einiger Zeit solltest du unbedingt deine Pinterest Analytics ansehen, welche Pins besonders gut performed haben. Für diese kannst du zum einen weitere neue Pins erstellen und zum anderen kannst du versuchen, diese Art von Pin fortan häufiger zu gestalten, da er ja gut funktioniert.

Übrigens: Wenn du pinnst, versuche, nicht ein und denselben Pin gleichzeitig auf alle relevanten Boards zu pinnen und dann nie wieder. Splitte das besser auf, wann du den Pin auf welchem Board pinnst. Das ist wichtig, weil deine Follower im Folge-Feed sonst all deine Pins gleichzeitig sehen und das zurecht als Spam werten könnten. Außerdem ist es viel besser zu unterschiedlichen Zeiten zu pinnen, damit ein Pin die Chance hat, von verschiedenen Nutzern gesehen zu werden.

Umgekehrt kannst du auch die Anzahl deiner Pinnwände erhöhen. Hast du schon für jedes deiner Themen Sub-Themen als Boards erstellt?

 

Mehr aktuelles Wissen zum Thema Pinterest:

Alle neuen Pinterest Funktionen im Überblick (via Kaleidocom)

Pinterest Neuerungen und wie du sie für deine Strategie nutzen kannst

 

 

 

 

 

 

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