Pinterest Neuerungen und wie du sie für deine Strategie nutzen kannst

Inspiration finden, Ideen teilen – eine der besten Plattformen dafür ist Pinterest. Auf keiner anderen Plattform ist es so einfach, neue spannende Profile und Brands zu finden wie auf Pinterest. Pinterest hat 2018 einige größere und kleinere Änderungen vorgenommen, bestimmt hast du davon gehört. Es lohnt sich daher, die eigene Pinterest-Strategie einer Prüfung zu unterziehen, will man auf der Plattform weiterhin erfolgreich unterwegs sein. Ich hab mir angeschaut, wie man die einzelnen Neuerungen strategisch nutzen kann. Wenn du Anfänger auf Pinterest bist, empfehle ich dir, zuerst noch den Anfänger-Guide von Alexandra Polunin zu lesen oder meinen Beitrag für Einsteiger Geheimtipps für Erfolg auf Pinterest.

 

Kommen wir zu den wichtigsten Änderungen 2018, die sich auf deine Pinterest-Strategie auswirken:

 

Folge-Feed – Sammle schneller relevante Fremdpins

Der Folge-Feed wurde im April 2018 eingeführt. Du siehst dort ausschließlich Pins jener Profile, denen du folgst und zwar in chronologischer Reihenfolge. Der alte Entdecken-Feed spielt dagegen wie gehabt für dich relevante Pins verschiedenster Pinterest-Nutzer aus. Wenn du Accounts mit ähnlichen Interessen folgst, wirst du den Folge-Feed gut nützen können, um schneller qualitätsvolle Fremdpins zu finden, die du auf deinen Boards pinnen kannst. Accounts, denen du bereits folgst, haben sich meist bereits mit hochwertigen Pins bewährt, sodass du sie meist ohne Sorge weiterpinnen kannst. Zur Erinnerung: Das ist wichtig, damit du eine genügend große Zahl an Pins pinnst und das ist schwierig, wenn man nur auf den eigenen Content zurückgreift.

 

 

Pinterest Folge-Feed

 

 

Die ersten 5 Pins – Entscheide, welche Pins besonders gepusht werden

Pinterest empfiehlt, die ersten 5 Pins eines Tages besonders gut auszuwählen und strategisch zu pinnen. Die ersten 5 Pins werden nämlich vom Algorithmus bevorzugt ausgespielt, im Folge-Feed immer zuerst die 5 ersten Pins jedes Accounts und im Entdecker-Feed, wenn diese Pins gut performen. Überlege dir daher gut, welche 5 Pins das sein sollen. Pinne unbedingt auf deine eigenen Boards, die für das jeweilige Thema am relevantesten sind, nicht aber auf Gruppenboards. Das machst du besser später im Verlauf des Tages. Pinne auch nicht 5 gleiche Pins auf verschiedene Boards gleichzeitig, denn das könnte für deine Follower im Folge-Feed sehr spammy wirken. Pinne daher besser 5 verschiedene Pins auf eines oder mehrere Boards.

Wann beginnt nun der Tag für Pinterest? Um Mitternacht UTC, das bedeutet für uns im DACH-Raum 2 Uhr morgens.

Pinterest hat übrigens die 5-Pins-Regel wieder aus seinem Best-Practice-Guide genommen, aber gegenüber dem Buffer-Blog nochmals bestätigt. Regelmäßiges Pinnen von frischem eigenen Content ist in jedem Fall wichtig!

 

Hashtags – Mach deine Pins chronologisch auffindbar

Die Einführung von Hashtags auf Pinterest liegt auch noch nicht so lange zurück. Mit Hashtags lassen sich nun Begriffe suchen und zwar in der Reihenfolge, in der sie gepostet wurden. Während du also bei der normalen Pinterest-Suche relevante Pins angezeigt bekommst, bekommst du bei der Hashtag-Suche die Pins chronologisch angezeigt. Gib daher jedem deiner neuen Pins 2-3 aussagekräftige Hashtags in der Beschreibung, sogar 20 Hashtags sind bei Bedarf möglich! Die Hashtags auf Pinterest dürfen ruhig breiter sein, während nischigere Insider-Hashtags auf Pinterest kaum Sinn machen.

Um herauszufinden, welche Hashtags du verwenden sollst, bzw. auf welche Keywords du setzen solltest, kannst du die Pinterest-Suchmaske nutzen, sie ist perfekt dafür geeignet.

 

Pin-Format – Beachte die Empfehlungen zur Pin-Größe

Pinterest empfiehlt jetzt ein neues Format für die Pins: 600×900 Pixel als optimale Pin-Größe. Pins in diesem Format werden vom Algorithmus bevorzugt ausgespielt. Das entspricht dem Verhältnis 2:3. Aber auch längere Pins, so genannte Giraffen-Pins mit bis zu 1.260 px werden gut dargestellt. Ebenso gut sind auch – und das ist auch neu – quadratische Pins. Mehr zu den Pin-Größen findest du in diesem Beitrag von Kaleidocom. Halte dich an diese Empfehlungen und vergiss den alten Tipp mit 735 x 1.102 px.

 

Pincodes – Mach deine Pins außerhalb von Pinterest auffindbar

Eine weitere Neuerung sind Pincodes. Diese funktionieren ähnlich QR-Codes und können auf verschiedene Marketingmaterialien platziert werden. Werden sie mit der Pinterest-Kamera gescannt, landet man auf dem entsprechenden Pinterest-Profil oder auf einer bestimmten Pinnwand. Pincodes sind ganz einfach zu erstellen: Klicke einfach auf das entsprechende Symbol bei deinem Pin oder Board, für das du den Code erstellen willst.

Und so sieht beispielsweise mein Pincode für mein Blog-Board aus:

 

Pincode PR Spionin

 

Profil-Cover – Nütze das Coverbild für dein Branding

Business-Accounts haben seit diesem Jahr ein Profil-Cover über den Profil-Informationen. Das Profil-Cover nutzt du am besten für dein Branding: Es soll Usern einen ersten Eindruck geben, worum es auf deinem Account geht. Wähle daher am besten eines deiner öffentlichen Boards, und zwar dein Hauptboard, für diese Funktion. Alternativ könntest du dort auch die neuesten von dir gesammelten Pins oder deine letzten Aktivitäten anzeigen lassen – das zahlt sich jedoch nur bei zahlreichen eigenen Pins aus.

 

Pinnwand-Ordner – Räume dein Profil auf

Ebenfalls seit diesem Jahr bietet uns Pinterest die Möglichkeit, innerhalb der Pinnwände Ordner anzulegen, um die Pinnwände besser zu strukturieren. Damit kannst du Pins zu verschiedenen Unter-Themen innerhalb deiner Pinnwand ordnen. Wenn du also zum Beispiel ein Board mit sehr vielen Pins hast, könntest du die Pins fortan gleich in den passenden Ordnern speichern oder die Pins im Nachhinein in die Ordner verschieben, falls du die Zeit dafür findest. Ein aufgeräumtes Profil wird nicht nur dir selbst mehr Freude bereiten, sondern wirkt auch ansprechender für deine Follower. Übrigens hast du neuerdings auch die Möglichkeit,  Pinnwände selbst nach verschiedenen Aspekten zu ordnen: benutzerdefiniert (meine Empfehlung), alphabetisch, als letztes gemerkt und nach dem Erstellungsdatum der Pinnwand.

 

Betrachter pro Monat – Wie gut ist deine Pinning-Strategie?

Business Accounts haben seit kurzem statt der Follower-Anzahl die Zahl der Betrachter pro Monat in der Profil-Informationen prominent platziert – ob man will oder nicht. Das macht uns einmal mehr deutlich, dass die Followerzahl auf Pinterest sekundär ist, wichtiger ist, wieviele Betrachter die von dir gepinnten Pins (eigene wie fremde) sehen. Noch wichtiger als die Zahl der Betrachter wäre noch die Zahl derer, die auf deinen Blog oder deine Website finden, sprich, wieviel Traffic du von Pinterest generieren kannst. Dazu nutzt du am besten Google Analytics oder ein anderes Website-Statistik-Tool deiner Wahl.

Es kann sein, dass du mit relativ wenigen Followern und einer guten Pinning-Strategie mehr Betrachter bekommen kannst, als mit vielen Followern und einer schlechten Strategie. Nimm daher die Zahl der Betrachter pro Monat als Indikator für deine Pinning-Strategie.

Zu einer guten Strategie auf Pinterest gehört:

  • qualitätsvollen Content zu kreieren, der genau auf deine Zielgruppe abgestimmt ist
  • für jeden Content mehrere Pins erstellen
  • Relevante Pinnwände erstellen (ein Haupt-Board für deinen Blog, Shop oder Website und diverse thematische Boards, breitere wie nischigere)
  • Teilnahme an Gruppenboards
  • tägliches fleißiges Pinnen, kontinuierlich über den Tag verteilt (30-100 Mal)
  • Pinnen von viel fremdem Content, aber auch genügend eigenem Content
  • Pinterest-SEO: strategisches Nutzen von relevanten Keywords

 

Pinterest Strategie

 

 

Aber damit nicht genug, es kommen demnächst noch weitere spannende Pinterest-Neuerungen auf uns zu:

 

Promoted Pins

Werbeanzeigen bzw. Promoted Pins sind in den USA bereits seit einiger Zeit Teil von Pinterest, bei uns steht der große Rollout noch bevor. Wenn man bedenkt, dass auf Pinterest viele kaufkräftige User unterwegs sind, die oftmals kurz vor einer Kaufentscheidung stehen, ist diese Möglichkeit gar nicht so uninteressant.

 

Videos

Videos soll man in Kürze ebenfalls direkt auf Pinterest pinnen können, wobei es diese Funktion zwischenzeitlich schon einmal kurz gab. Pinterest-Expertin Caroline Preuss zufolge sollen Videos ebenfalls in Kombination mit dem Rich-Pins-Format nutzbar sein.

 

Shop the Look

Für Shopbesitzer dürfte die Funktion “Shop the Look” interessant sein, die 2018 jedoch erst in wenigen Ländern eingeführt wurde (Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Japan). Mit der neuen Shopping-Funktion ist es möglich, über Produkt-Pins direkt auf Pinterest einzukaufen. Eine Anleitung dazu gibt es bei Fashion-Bloggerin Verena von Who is Mocca.

 

Apropos Änderungen:

Es ist dir vielleicht nicht entgangen, dass das Tool Boardbooster Ende Juni eingestellt worden ist, nachdem Pinterest es nicht als offiziellen Partner anerkannt und sogar angekündigt hat, die Nutzung von Boardbooster als Spam zu sehen. Alternativen sind etwa Tailwind, Hootsuite oder Buffer oder das manuelle Pinnen, weitere Tipps dazu findest du im Blog von Julia Burget.

Hast du schon alle Änderungen gesehen und in deine Pinterest-Strategie implementiert? Was davon ist für dich am relevantesten? Hinterlass mir gerne einen Kommentar und erzähl mir davon!

 

 

Foto: Kaboompics.com

 

 

 

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  • Danke für diese gute Übersicht zu aktuellen Neuerungen und Änderungen: vieles war mir so noch gar nicht bewusst, zB das mit den 5 ersten Pins. Hashtags verwende ich bislang gar nicht, aber da lohnt es sich vielleicht mal, damit anzufangen. Ich persönlich trauere noch immer BoardBooster hinterher, mit Tailwind bin ich bislang nicht richtig warm geworden. Ich hoffe sehr, das kommt noch! Herzliche Grüße und wir sehen einander drüben auf Pinterest, Bea

    • Liebe Bea,
      Hashtags verwenden lohnt sich wirklich, die 5 ersten Pins hat Pinterest mittlerweile wieder als Empfehlung weggenommen. Tailwind hab ich jetzt einige Zeit bereits in Verwendung und bin ganz zufrieden damit.

      Viele liebe Grüße
      Sylvia