Wieso du Reverse PR und deinen digitalen Footprint nutzen solltest

Wie wäre das, wenn du nicht immer selbst aktiv auf Media zugehen musst, um Berichterstattung für dein Unternehmen zu bekommen, sondern umgekehrt Journalisten auf dich zukommen und dich anfragen? Etwa weil sie gerne eine Auskunft, ein Statement oder ein ganzes Interview von dir hätten? Was früher nur bekannten Unternehmen vorbehalten war, können im digitalen Zeitalter durchaus auch kleine Unternehmen oder Personal Brands relativ einfach erreichen.

Die Antwort lautet Reverse PR, ein Phänomen in der digitalen PR, bei der du “passive” statt aktive PR betreibst. Hier spielt uns das Internet, digitale Kommunikation, Content Marketing und Social Media in die Hände, denn auch Journalisten suchen nach Informationen im Internet. Sie suchen in Suchmaschinen nach Experten, die sie interviewen und zitieren können. Oder sie recherchieren nach konkreten Geschichten und Fällen zu dem Thema, das sie gerade bearbeiten.

Wenn du also von Reverse PR profitieren möchtest, solltest du einige Aktivitäten setzen, damit auch dein Unternehmen bzw. du als Personal Brand gefunden werden kann.

 

1. Content Creator werden

Nutze Content Marketing, um dich als Expertin in deinem Bereich zu etablieren. Definiere 3-5 Themen, über die du dich regelmäßig äußern möchtest, etwa in deinem Blog, Podcast, über deine Social-Media-Kanäle oder auch über Gastartikel , Online PR oder als Podcast-Gast. Werde dann zum Content Creator und erstelle regelmäßig relevanten Content, den du über diese Kanäle verbreitest.

 

2. Digitalen Footprint aufbauen

Baue dir damit Schritt-für-Schritt deinen digitalen Footprint (im positiven Sinne) auf. Je öfter dein Name bzw. der deines Unternehmens mit wertvollem Content im Internet auftaucht, desto weiter wächst dein digitaler Footprint. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, sondern braucht Zeit und Geduld.

 

3. SEO nutzen

Auch Journalisten suchen via Google und anderen Suchmaschinen. Achte daher darauf, dass du die Inhalte auf deiner Website bzw. auf deinem Blog für Suchmaschinen optimierst, damit deine Inhalte auch wirklich gut bei Google ranken. Informiere dich über SEO oder hol dir Hilfe dafür. Du musst SEO nicht bis zum Exzess betreiben, aber es wäre doch schade, wenn deine wertvollen Inhalte nicht gefunden werden.

 

4. Pressecorner einrichten

Mal angenommen, ein Redakteur wurde nun auf dich aufmerksam: Sicher schaut er sich auf deiner Website um, ob du professionell aufbereitete Unterlagen bereitstellst. Ein Pressecorner muss also her, ein Bereich auf deiner Website, wo Medien sämtliche relevante Informationen zu dir finden, etwa eine Basis-Presseinformation, ein Fact Sheet zu Unternehmen und Produkten, evtl. deine Experten-Bio (als Personal Brand), aktuelle Pressemitteilungen, Fotomaterial und Grafiken sowie den Pressekontakt für Journalisten.

 

5. Recherche Plattformen nutzen

Eine weitere Möglichkeit ist es, dich auf Rechercheplattformen wie etwa ResponseSource (einem Recherchetool für Journalisten) als Unternehmen anzumelden. Über diese Plattform können Unternehmen, Organisationen und Kommunikationsverantwortliche ihre Expertise den anfragenden Journalisten zur Verfügung stellen.

 

6. Via Social Media vernetzen

Weiters kannst du dich via Social Media mit für dich relevanten Redakteuren, Influencern, Bloggern und Podcastern vernetzen, dich selbst so auf den Schirm bringen und die Beziehung pflegen. So hat man dich bzw. dein Unternehmen gleich im Hinterkopf, wenn einmal ein konkreter Ansprechpartner aus deiner Branche gesucht wird.

 

7. Erreichbar sein

Jetzt solltest du für Redakteure, die dich kontaktieren, auch erreichbar sein und bei Anfragen möglichst rasch und professionell reagieren. Denn tust du das nicht, war die ganze Vorarbeit nahezu umsonst – du profitierst natürlich auch ohne Medienanfragen vom digitalen Aufbau deiner Brand. Stimme Anfragen unbedingt zu, wenn das anfragende Medium für dich relevant ist. Dann solltest du über die Zeit auch weitere Anfragen bekommen.

 

Wie du siehst ist Reverse PR auch jede Menge Arbeit, die sich jedoch lohnt, wenn du dran bleibst. Um den digitalen Aufbau deiner Marke über Online PR, Content Marketing und Social Media Marketing solltest du dich ohnehin bemühen.

 

Reverse PR nutzen

 

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Foto: Pexels.com

 

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