So verbrennst du kein Geld mehr mit Influencer Marketing

Machst du Influencer Marketing? Wenn du bereits Kooperationen mit dem einen oder anderen Influencer gemacht hast, dann musstest du vielleicht feststellen, dass es sich nicht wirklich ausgezahlt hat. Vielleicht bist du mit dem Beitrag des Influencers unzufrieden oder die Reaktionen darauf sind nicht so, wie du es erwartet hast. Von positiven Auswirkungen auf deine Marke oder mehr Verkäufe deines Produktes ganz zu schweigen. 

Wie ist das passiert? Nun, vielleicht hast du den einen oder anderen wichtigen Punkt übersehen, den du für gelungene Influencer Kooperationen beachten solltest. Denn wie überall in der Kommunikation brauchen wir auch beim Influencer Marketing ein gezieltes Vorgehen und sollten ein paar Dinge beachten, wenn wir kein Geld in den Sand setzen wollen.

Hier sind meine Tipps, damit du deine Influencer Kooperationen effizienter gestalten kannst:

 

Erstelle zuerst einen übergreifenden PR- und Marketingplan

Ein klassischer Fehler, den ich leider immer wieder sehe: Unternehmen, die sich auf Influencer Marketing stürzen, aber keine zugrundeliegende Strategie für ihre Kommunikation haben. Zuerst muss immer hinterfragt werden, wie die Ausgangssituation, Brand-Strategie und Positionierung einer Marke ist, erst dann kann ein PR- und Marketingkonzept erstellt werden. Ich muss wissen, wen ich überhaupt erreichen will und welche Ziele ich mir stecke, erst dann kann ich mir überlegen, welche Maßnahmen dafür geeignet sind. Influencer Marketing kann eine Möglichkeit sein, muss aber nicht unbedingt für dich funktionieren. Wenn du deine Zielgruppen nicht über Influencer ansprechen kannst, dann vergiss Influencer Marketing besser vorerst.

 

Sorge für Brand Awareness auf mehreren Kanälen

Verlasse dich nicht nur auf Influencer, um die Bekanntheit deiner Marke zu steigern! Brand Awareness geschieht über viele verschiedene Touchpoints – ein einziger Influencer-Post wird zu wenig sein. Sorge also zuerst dafür, dass du die eigenen Marken-Kanäle aufbaust und kontinuierlich pflegst, bevor du dich an die Reichweite-Erweiterung durch Influencer machst. Website, Blog, Social-Media-Präsenzen und Newsletter sollten bereits mit relevanten Inhalten gefüllt sein und idealerweise generierst du auch Brand Awareness über Pressearbeit und Kooperationen und verlässt dich nicht auf Influencer alleine.

 

Sende keine kostenlosen Produkte unangekündigt an Influencer

Influencer bekommen jede Menge Pakete zugeschickt, die sie gar nicht angefordert haben. Manche Unternehmen erhoffen sich dadurch, dass der Influencer bzw. die Influencerin damit kostenlos für ihr Produkt wirbt, vielleicht ein Unboxing-Video auf Instagram macht oder das Produkt auf dem Blog vorstellt. Das mag vielleicht bei dem einen oder anderen unerfahrenen oder Micro Influencer noch zutreffen, die meisten hauptberuflichen Influencer sehen diese Vorgangsweise jedoch skeptisch. Nicht wenige bitten sogar darum, keine unangekündigten Pakete zu senden. Was du stattdessen machen solltest: Frag den Influencer einfach davor an, ob er an deinem Produkt interessiert ist und ob du es ihm zuschicken darfst.

 

Checke Influencer vor einer Kooperation sorgfältig durch

Hast du einen Influencer mit einem Sponsored Post beauftragt, aber das Resultat der Zusammenarbeit verlief für dich wenig zufriedenstellend? Dann war der ausgewählte Influencer womöglich nicht der richtige für deine Marke, weil er eine ganz andere Zielgruppe bedient, als du erreichen möchtest. Oder sein Image passt nicht zu dem Image deiner Marke. Oder er ist in Wahrheit gar kein Influencer, weil sich seine Followerschaft zu großen Teilen aus Fake Accounts zusammensetzt oder mit Follow-Unfollow-Bots aufgebaut wurde. Schau dir daher die Kandidaten deiner Wahl ganz genau an: Welche Themen behandeln sie und für welche Zielgruppe? Wie ist ihr Image und ihr Brand-fit zu deiner Marke? Wie haben sie bisherige Kooperationen umgesetzt? Würden sie deine Produkte auch von sich aus kaufen und haben sie einen hohen Bezug dazu? Lass dir das Media Kit zuschicken und studiere die Angaben darin. Ein Blick auf Tools wie Socialblade und eine Analyse der Instagram-Followerschaft gibt dir die Antwort auf die Frage, ob es sich um einen Schein-Influencer handelt, der sich mit unehrlichen Methoden seine Followerschaft aufgebaut hat.

 

Schau dir andere Kooperationen des Influencers an

Hat dein gewählter Influencer bereits Kooperationen mit anderen Unternehmern gemacht? Wie ist das Resultat? Gefällt dir die Umsetzung und könntest du dir das ähnlich für deine Marke vorstellen? Gab es viele authentische Kommentare seiner Community unter diesen Posts? Schau dir auch an, ob dein Wunsch-Kandidat nicht zu häufig Kooperationen eingeht und auch genügend eigenen Content liefert. Er könnte nämlich durch zahlreiche wahllose Kooperationen das Vertrauen seiner Community verlieren und würde damit auch für dich als Kooperationspartner wertlos werden.

 

Stelle deine Erwartungen an die Influencer Kooperation klar

Ist eine Kooperation mit deinem Wunsch-Influencer fix vereinbart, stelle in deinem Kooperations-Briefing und im Vertrag klar, was du von der Kooperation erwartest. Nur einen Blogpost? Social Media Postings? Wieviele genau und wann? Welche Botschaften müssen unbedingt übermittelt werden, welche Hashtags werden verwendet und wie wird die Kooperation gekennzeichnet? Welche Daten werden im Reporting enthalten sein? Natürlich kannst du das nur tun, wenn du auch eine Gegenleistung – meist als Bezahlung – an den Influencer leistest. Ansonsten liegt es im eigenen Ermessen des Influencers, ob er über deine Marke berichtet oder nicht. Wenn du nicht bezahlst, darfst du dir auch nichts erwarten. 

 

Überprüfe den Beitrag des Influencers

Es ist bei bezahlten Kooperationen üblich, dass man den Beitrag des Influencers mindestens einmal zu sehen bekommt, bevor er veröffentlicht wird. Du solltest jetzt nicht zu streng sein, denn der Influencer kennt seine Community am besten und weiß, wie er Inhalte so aufbereitet, dass seine Follower eine Freude damit haben. Genau das sollte auch dein Ziel für die Kooperation sein. Dennoch: Wenn dir grobe Fehler oder Missverständnisse auffallen, oder deine Botschaft falsch rüberkommt, solltest du dem Influencer das rechtzeitig mitteilen.

 

Ist dir jetzt klar, wo du das nächste Mal ansetzen könntest, um besser von Influencer Kooperationen zu profitieren? Schreib mir gerne einen Kommentar, wenn du Fragen dazu hast!

 

Influencer Marketing

 

 

Foto: Pexels.com 

 

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    • Hallo Theresa,

      Produkte sind natürlich naheliegend, aber man kann auch Influencer Kooperationen im Rahmen von Dienstleistungen eingehen oder mit Influencern auch für Awareness Kampagnen für Themen zusammenarbeiten. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

      Liebe Grüße
      Sylvia