Storytelling in der PR – 3 Spins für langweilige Themen

Storytelling in der PR – 3 Spins für langweilige Themen

Nicht immer haben wir es in der PR mit erstklassigen Themen zu tun, auf die sich die Medien stürzen. Oder besser gesagt: Das ist sogar meistens der Fall. Was also tun, wenn du die Aufgabe hast, Pressearbeit für ein sperriges Thema zu machen oder dein Unternehmen auf den ersten Blick nicht so spannend ist? Hier empfiehlt es sich, schärfer nachzudenken und zu berücksichtigen, was Medienkonsumenten lesen, sehen oder hören wollen und worauf Redakteure dementsprechend achten. Selten sind das reine Unternehmensnews, ausgenommen es handelt sich um bekannte, bedeutende oder außergewöhnliche Unternehmen.

Beim PR-Storytelling geht es also darum, sein Thema so interessant aufzubereiten, dass es einen wirklichen Wert für Medienkonsumenten und Medienproduzenten hat, damit es eine Chance bekommt, von Medien aufgegriffen zu werden.

 

Medien haben unterschiedliche Zugänge und Schwerpunkte:

Während etwa Fachmedien an fachlichen Debatten, Neuerungen, Studien und Statistiken interessiert sind, interessieren sich Laienmedien eher für spannenden Stories, in denen es menschelt oder für wertvolle Ratschläge und Tipps für ihre Konsumenten. Je nachThemenschwerpunkt und Art der Medien, die du für deine Pressearbeit kontaktierst, kannst du daher mit unterschiedlichen Spins arbeiten. 

Drei gängige Ansätze speziell für sperrige Themen möchte ich dir heute vorstellen: mit dem Wissen deines Unternehmens zu arbeiten, mit deiner Brand Story oder über die Einbindung von Multiplikatoren.

 

Dein Know How

Ein beliebter Ansatz ist es, mit dem eigenen Know How zu punkten, denn jedes Unternehmen ist Experte in seinem Bereich. Ob das ein Taschenfabrikant ist, der die neuesten Taschentrends kennt, oder eine Interieur-Designerin, die zu den größten Fragestellungen bei der Einrichtung ein großes Wissen hat. Statt also über die Produkte und Leistungen deines Unternehmens solltest du über das Wissen in deinem Unternehmen punkten.

Frag dich: Welches Know How hast du zu deinem Thema? Hast du ein Spezialgebiet, zu dem du besonders viel erzählen könntest? Kannst du zu einer aktuellen Debatte zu deiner Branche etwas beitragen? Gibt es ein Sonderthema in deiner Branche, das noch nicht so bekannt und breitgetreten ist, zu dem du aber viel erzählen könntest? Hast du einen besonderen Ansatz, eine spezielle Methode oder eine einzigartige Herangehensweise?

Du könntest dir auch anschauen, ob es einen großen Diskurs zu deinem Thema gibt: Gibt es aktuell eine übergreifende Diskussion in deiner Branche? Kannst du mit deinem spezifischen Wissen an diesen Diskurs andocken und den Diskurs ergänzen? Welche Auswirkungen hat der große Themen-Diskurs auf deine konkrete Nische? Findest du vielleicht einen jahreszeitlichen oder anderen terminierten Aufhänger für dich? Oder kannst du dein Thema verschiedenen Ressorts zuordnen und ihm etwa einen wirtschaftlichen, einen Lifestyle oder einen regionalen Bezug geben?

Du kannst dein Thema noch interessanter gestalten, wenn du Spannung hineinbringst, etwa in dem du einen Fakten Check dazu machst und behauptete Tatsachen überprüfst. Eine andere Idee wäre es, eine Rangliste zu erstellen, wenn es dein Thema hergibt. Achte jedoch darauf, dass dein Bewertungschema neutral und nachvollziehbar ist.

 

 

Deine Brand Story

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Geschichte deines Unternehmens, deine Brand Story, auf spannende Weise zu erzählen. Jedes Unternehmen hat eine Geschichte, und es lohnt sich, diese Story herauszuarbeiten, um damit dem Unternehmen ein Gesicht zu geben und es stärker zu personalisieren.

Welche Wurzeln hat dein Unternehmen? Warum wurde es gegründet, mit welcher Mission? Gab es am Anfang Hürden zu überwinden? Gibt es eine Transformation in dieser Geschichte? Finde ein möglichst emotionalen, außergewöhnlichen, lustigen oder spannenden Ansatz für deine Brand Story. Das heißt nicht, dass du etwas erfinden sollst, aber ergründe die tieferen Zusammenhänge hinter der Entstehung deines Unternehmens. Denke dabei auch an deine Zielgruppe und was ihr dabei helfen könnte, dein Unternehmen besser zu verstehen. Im Idealfall hast du nicht nur eine schöne Gründungsstory, sondern eine ganze Reihe von Geschichten in deinem Unternehmen, die sich für Pressearbeit eignen.

Überleg dir eine gute Struktur für deine Brand Story und bau sie schlüssig auf mit einem roten Faden und einem Spannungsbogen. Achte darauf, dass du dich nicht in zu vielen Details verstrickst, sondern halte es möglichst klar und einfach. PR-Spezialisten arbeiten mit speziellen Fragetechniken und Strukturen, um Brand Stories auszuarbeiten.

Deine Brand Story solltest du an ausgewählte Medien pitchen: Welche Medien aus deiner Branche haben Platz für Gründungsstories und Interviews? Wo passt deine Story gut hinein? Wenn du dein Thema den entsprechenden Medien vorschlägst, solltest du unbedingt darauf achten, es auf deren Bedürfnisse und ihren Stil zuzuschneiden. Vergiss nicht, dass gutes Bildmaterial ein wichtiger Erfolgsfaktor dabei sein kann, deine Story Medien schmackhaft zu machen.

 

Einbindung von Multiplikatoren

Prominenz bzw. die Einbindung von wichtigen Multiplikatoren, Opinion Leadern, Markenbotschaftern oder Entscheidungsträgern der eigenen Branche erhöht ebenfalls den Nachrichtenwert einer Story. Schau dir daher an, ob du mit einem “Big name” zusammenarbeiten kannst um damit die Chance auf Berichterstattung zu erhöhen. 

Recherchiere, wer diese wichtigen Persönlichkeiten deiner Branche sind und überleg dir eine Strategie, wie du sie ins Boot holen kannst. Dazu gibt es je nach Branche ganz unterschiedliche Ansätze. In der Medizin könnten es bekannte Studienautoren sein, mit denen du als Interviewpartner zu deinem Thema kooperieren kannst. In der Gastronomie könntest du etwa mit wichtigen Entscheidungsträgern an einem Strang ziehen. Im Lifestyle-Bereich kannst du mit Prominenten oder Influencern zusammenarbeiten. Vertrittst du einen lokalen Verein, so lohnt es sich wahrscheinlich, lokale Politiker in deine PR-Strategie einzubinden – falls das für dich passt.

Achte jedoch sorgfältig darauf, wen du auswählst. Passt das Image dieser Person zum Image deines Unternehmens? Fördert sie deine Reputation und schadet sie ihr nicht? Vertretet ihr ähnliche Interessen? Teilt ihr gleiche Werte?

 

Und, was meinst du? Wie kannst du das PR-Storytelling für dein Unternehmen aufwerten?

 

Möchtest du auch durch PR-Storytelling bei den Medien punkten? Gerne helfe ich dir dabei, Ansätze für dein PR-Storytelling zu finden, frag mich gerne unter info@sylviafritsch.com an.

 

Storytelling in der PR

 

 

 

Foto: Thought Catalog on Unsplash.com 

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