Was ich durchs Neugierig sein gelernt habe – 2 Jahre PR Spionin

Was ich durchs Neugierig sein gelernt habe

Neugierig, oder besser gesagt wissbegierig war ich schon immer. Ich habe meine Nase immer schon gerne in Bücher gesteckt, recherchiere gerne und stelle viele Fragen, um den Dingen auf den Grund zu gehen.  Als ich vor gut zwei Jahren meinen Blog PR Spionin konzipiert habe, musste ich daher nicht lange nachdenken, wie der Blog denn heißen soll. Denn eines war mir von Anfang an klar: Ich möchte mich voll und ganz in dieses Blog-Projekt stürzen und den Blog als Marke aufbauen, nicht als einen beliebigen Agentur- oder Corporate Blog.

Und so wurde der Blog-Name PR Spionin geboren. Mein Fokus dabei ist, Themen rund um klassische und digitale PR auch für Nicht-PR-Experten aufzubereiten, Trends in der Kommunikation zu beobachten und zu bewerten und Menschen aus der PR, Social Media, Medien- und Influencer-Welt vor die Lupe zu holen und in meinen Interviews “auszuspionieren”.

Wichtig ist mir dabei, dass dieser Blog sich nicht um mich selbst drehen soll, denn nichts hasse ich mehr, als im Mittelpunkt zu stehen. Viel mehr verstehe ich mich als diejenige, die in der zweiten Reihe steht und andere durch PR und digitale Kommunikation nach vorne bringt, auf Themen aufmerksam macht und Trends anspricht. Heute, zum zweiten Bloggeburtstag, mache ich aber eine Ausnahme und möchte ein bisschen darüber erzählen, was ich durch das Neugierig-sein in der digitalen PR gelernt habe.

 

Neugierde ist eine Superpower in der modernen PR

Eines ist für mich klar: Wer nicht neugierig ist auf die aktuellen Entwicklungen im digitalen Medienwandel, wer sich nicht weiterentwickeln will und PR anno 2000 macht, der bleibt stehen und kann sich in der digitalen Kommunikation, wo es gefühlt jeden Tag Updates gibt, nicht sicher bewegen. Man muss verschiedene Dinge in der modernen Kommunikation einfach ausprobieren und darf sie nicht von vorne herein ausschließen.

Neugierde braucht es in der PR auch, um wirklich den Kern einer Marke kennenzulernen und darauf basierend passende Themen und Stories für Content und Pressearbeit zu identifizieren. Kein Unternehmen möchte in Zeiten des so genannten “Content Shocks” beliebigen und austauschbaren Content produzieren, um in der Masse an Inhalten unterzugehen. So liebe ich es zum Beispiel, in meinen Workshops viele Fragen zu stellen, um den jeweiligen Markenkern und die Positionierung herauszuarbeiten, auf deren Basis dann erst die konzeptionelle PR-Arbeit stattfinden kann. Denn nur wer neugierig ist, kann spannende Inhalte identifizieren! Und so habe ich im Laufe der Zeit meine Fragen immer weiter verfeinert und erweitert.

Das ist auch notwendig, denn PR hat sich durch die Digitalisierung gravierend gewandelt: Wer heute, in der digitalisierten Welt adäquat kommunizieren möchte, sollte sich viel intensiver überlegen, wofür die eigene Marke wirklich steht, wie man das am besten ausdrücken kann in Botschaft, Tonalität und Visuals und welche PR-Kanäle sich in welcher Form dafür am besten eignen. Gerade die Social Networks, digitale Medienarbeit und Influencer Kooperationen spielen hier eine große Rolle.

Es ist auch wichtig zu verstehen, dass sich durch die Digitalisierung die Ansprüche der Menschen an Kommunikation geändert haben: Sie wollen in einen Dialog treten, kommunizieren und sich austauschen und sie müssen schnell erfassen können, was sie davon haben, einer Brand zu folgen (der berühmte Nutzen oder Mehrwert von Inhalten). Es gilt daher, genauer herauszufinden und neugierig zu sein, wie die eigene Dialoggruppe tickt, was sie denkt, wie sie fühlt und was sie will. Wer das berücksichtigt, kann nur gewinnen!

 

Es ist nicht alles Gold, was digital glänzt

Die Demokratisierung in der digitalen Welt ist einerseits eine feine Sache, denn im Prinzip kann sich jeder eine digitale Präsenz aufbauen und Gehör für die eigenen Themen verschaffen und sogar zu einem Influencer in seiner Branche werden. Leider bekomme ich auch mit, dass es auch viele unseriöse Angebote gibt, speziell in der der PR verwandten Disziplin Online Marketing. Konkret meine ich damit selbsternannte Experten aus der “schnell reich mit einem Online Business”-Fraktion.

Ich beobachte, dass Unternehmern, die im Prinzip an der Brand Awareness für die eigene Marke arbeiten wollen, eingeredet wird, zum Teil sündteure Online Angebote (Kurse, Webinare…) buchen zu müssen, um ihr Unternehmen zu vermarkten. Geld, mit dem sie auch einen erfahrenen PR- oder Marketing-Profi beauftragen oder doch zumindest eine echte Weiterbildung bei einem anerkannten Institut machen könnten. Viele dieser Online-Business-Gurus arbeiten alles andere als seriös und ich hoffe daher, dass diese Blase bald platzt. Ich werde sie jedenfalls weiterhin beobachten!

Auch im Bereich der sogenannten Influencer gibt es leider viele schwarze Schafe, die sich einen Teil ihrer Follower nur gekauft oder durch andere Methoden unehrlich “verdient” haben. Zum Glück haben wir Methoden und Tools, diese Fake Influencer zu identifizieren und auch die Awareness für diese Problematik an sich steigt. 

 

Wer nicht neugierig ist, bleibt stehen

Ohne Neugier gibt es keine Weiterentwicklung – das gilt eigentlich überall, aber in der professionellen (digitalen) Kommunikation und PR ganz besonders. Wer relevant sein will, ob als Unternehmen oder als Personal Brand, muss anderen zuerst zuhören können und sich für sie interessieren. Und dann darauf eingehen. 

Zum Abschluss möchte ich noch mein aktuelles Lieblingszitat wiedergeben:

“Interesting content is a byproduct of being interested & curious about the world.”

Isabel McWhorter-Rosen

 

In diesem Sinne: Bleiben wir alle neugierig!

 

 

Neugierig in der PR

 

 

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