Was ist Digital Branding und 3 Dinge, die du damit erreichen kannst

Was ist eigentlich Digital Branding und warum sollte jedes Unternehmen darin investieren? Oft hört man das gängige Missverständnis, dass Branding nur die visuelle Komponente umfasst: Logo, Design und Farbpalette einer Marke. Aber es ist viel mehr als das. Branding ist die Summe aller greifbaren und nicht greifbaren Berührungspunkte, die Menschen mit einem Unternehmen verbindet. Es ist, welche Erlebnisse man rund um eine Marke entwickelt (Brand Experience) und wie sich eine Marke anfühlt, welche Emotionen und Erinnerungen sie vermittelt mit Hilfe verschiedener Elemente wie Design, Brand Voice, Brand Story und anderen. Es handelt sich hier um verschiedene Faktoren, die dabei helfen, eine Verbindung zur Wunschzielgruppe aufzubauen und überhaupt erst einmal ihre Aufmerksamkeit zu erregen.

Eine konsistent gut durchdachte Marke erleichtert die Herstellung von Vertrauen und hilft, dass Menschen Beziehungen zu der Marke aufbauen können. Man weiß einfach, was man sich von einer Marke erwarten darf. Hier spielt auch der Wiedererkennungswert hinein, den eine Marke mit sich bringt.

Branding hilft auch dabei, sich von seinen Mitbewerbern abzuheben und sich zu positionieren, wenn man einmal herausgefunden hat, was das Einzigartige und Besondere, das sogenannte Alleinstellungsmerkmal an der eigenen Marke ist. Das ist wichtig, ganz besonders auf gesättigten Märkten. Wer mit einem gut gemachten Branding die Emotionen seines Publikums erfassen kann, muss nicht um den Preis konkurrieren. Denken wir hier an das klassische Beispiel Apple. Eine starke Marke kann uns dazu motivieren, zu kaufen, ohne überhaupt je an den Preis zu denken.

 

Die Bedeutung von Digital Branding

Für digitale Plattformen wie Instagram, Pinterest, Blogs usw. spielt das Branding eine ganz besondere Rolle, schließlich gilt es hier, laufend relevanten und meist auch visuellen Content zu erstellen, der immer on-brand sein sollte. Daher geht es beim Digital Branding zusätzlich auch darum, Brand Guidelines oder Brand Filter für die digitale Kommunikation zu entwickeln, damit jedes einzelne Posting zur Marke passt. Social-Media-Templates bzw. Vorlagen und Foto-Filter können hier sehr hilfreich bei der Einhaltung einer visuellen Konsistenz sein. Es gilt aber auch sich zu überlegen, wie man kommunizieren will, wie die authentische Markenstimme (Brand Voice) klingen soll. Die gesamte digitale Kommunikation sollte damit aus einem Guss sein.

Es ist wichtig, auf ein gutes digitales Branding zu achten, weil immer mehr Unternehmen digitale Kommunikation für sich entdecken und Content produzieren. Digital Branding hilft, die Wunschzielgruppen anzusprechen, sorgt für eine gute Wiedererkennbarkeit und zahlt in den Vertrauensaufbau ein.

 

Brand Identity vs. Branding

Während das Branding alle Elemente einer Marke umfasst, mit denen Erinnerungen und Gefühle provoziert werden können, ist die Brand Identity spezifisch auf die visuellen Komponenten einer Marke ausgerichtet. Hier geht es um das visuelle Erscheinungsbild und es fällt alles hinein, womit andere eine Marke wiedererkennen können:

  • Logo und ein Sekundärlogo
  • Farbpalette (3-5 Farben)
  • Typographie (2-4 Schriften)
  • Grafische Elemente wie Muster, Texturen, Icons, Illustrationen
  • eine definierte Bildsprache

 

Was du alles für dein Digital Branding zusätzlich brauchst:

  • einen Style Guide und Brand Guidelines für das digitale Branding
  • einen Claim bzw. eine Tagline oder einen Slogan
  • ein Brand Mission Statement bzw. einen Elevator Pitch
  • Tone Words – welches Gefühl möchtest du übermitteln?
  • Mini Bio für Social-Media-Kanäle + ausführliche About Me Seite
  • Social-Media-Templates für alle verwendeten Kanäle
  • ein fixes Bearbeitungsschema für Fotos (Filter, Edit)
  • eine gebrandete E-Mail Signatur
  • eine konsistente Brand Voice – nicht was du sagst, sondern wie du es sagst
  • branded Hashtags, die deine Markenbekanntheit steigern können
  • ein Media Kit (falls du einen Blog hast)

Alle Elemente solltest du konsequent einsetzen, damit sie zusammen deine konsistente Marke darstellen.

 

3 Dinge, die du mit Branding erreichen kannst

 

Aufmerksamkeit bei der richtigen Zielgruppe

In der ersten Stufe wirst du mit einem gut gemachten Branding die Aufmerksamkeit deiner Wunschzielgruppe viel leichter erreichen können, als ohne klares Branding. Es geht hier um einen nachhaltigen, umwerfenden ersten Eindruck, den deine Marke hinterlässt. Dafür musst du zunächst wissen, wofür du (als Personal Brand) oder dein Unternehmen (bzw. das Unternehmen für das du arbeitest) stehen möchtest und wahrgenommen werden möchtest und wer die Personengruppen sind, die du ansprechen willst. Branding hilft dann dabei, genau jene Menschen zu erreichen, weil sie auf die Marke ansprechen. Du willst ja nicht alle möglichen Menschen erreichen.

 

Verständnis für deine Marke

Ein wichtiges Element deines Brandings ist deine Kernbotschaft. Mit Hilfe des Brandings kannst du effektiv kommunizieren, was du tust und warum du es tust und damit deine Kernbotschaft unterstützen. Damit kannst du Verständnis für deine Brand aufbauen und stellst sicher, dass deine Botschaften auch von deiner Zielgruppe verstanden werden.

 

Resonanz zwischen Marke und Zielgruppe

Wofür steht deine Marke wirklich und wie kannst du das geradeheraus ins Herz deiner Wunschzielgruppe kommunizieren? Hier kommen die Unternehmenswerte und woran das Unternehmen glaubt ins Spiel. Das Warum und die Brand Mission hinter der Marke, die Vision, der tiefere Sinn, mit dem sich Menschen verbinden können. Markenresonanz kann dann passieren, wenn Glaube und Werte einer Marke mit dem Glauben und Werten von Individuen übereinstimmen. Diese Personen haben dann das Gefühl “Diese Marke ist wie für mich gemacht, die haben mich verstanden.” Am Ende geht es hier um das Herausbilden von Beziehungen zu seinen Zielgruppen.

 

Natürlich passiert das alles nicht von heute auf morgen! Branding und der Aufbau einer Brand Reputation braucht eben seine Zeit. Wichtig ist es, in seinem Außenauftritt und in der Kommunikation konsistent zu sein. Nicht nur, was die Umsetzung des Brandings in allen digitalen Touchpoints betrifft, sondern auch überhaupt regelmäßig nach draußen zu gehen. Nicht ein paar Wochen lang zum Beispiel Instagram intensiv zu bespielen und dann ein halbes Jahr nicht mehr, sondern wirklich immer präsent zu sein. Das bedeutet auch nicht, dass man häufig posten muss, aber eben regelmäßig.

 

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Was ist Digital Branding?

 

 

Foto: Unsplash.com 

 

 

 

 

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