Wie du in 5 einfachen Schritten deinen eigenen WordPress-Blog startest

Einen eigenen Blog zu führen ist ein bisschen aufwändiger, als es im ersten Moment aussieht. Zumindest, wenn du es professionell angehst. Der Part, vor dem sich die meisten angehenden Blogger am häufigsten fürchten, sind technische Fragen zu Beginn. Aber keine Sorge: Das haben schon viele vor dir geschafft, und wenn auch ich das kann, dann auch ganz bestimmt du!
 
In diesem Beitrag soll es nicht darum gehen, wie du dir ein sinnvolles Konzept für deinen Blog überlegst, sondern es geht hier rein um die technischen Aspekte.
 

WordPress.com oder WordPress.org?

Blog-Plattformen gibt es viele, die meisten modernen Blogs basieren aber auf WordPress. Hierbei gibt es auch 2 Varianten: WordPress.com ist quasi die einfachere all-in Lösung, bei der du dich nicht extra um eine Domain kümmern musst und gleich mit dem Bloggen losstarten kannst. Die Einrichtung ist kinderleicht und zunächst auch nicht mit Kosten verbunden – wobei du auch upgraden kannst, sodass das “Wordpress” aus deiner URL sowie Werbung aus deinem Blog verschwindet. Zum Ausprobieren, ob dir das Bloggen überhaupt liegt, finde ich WordPress.com super, aber wenn du mehr Möglichkeiten zum Erweitern deines Blogs und Flexibilität suchst, bist du besser bei WordPress.org aufgehoben. Das ist die selbst gehostete Variante von WordPress, bei der du dich selbst um das Set-up kümmern musst.
 
Ich würde dir auf jeden Fall zu WordPress.org raten, da es so viel mehr kann, auch wenn es anfangs mühsamer ist, den Blog aufzusetzen. Meine beiden Blogs – diesen hier und prspionin.at– laufen beide über WordPress.org und ich habe das noch nie bereut. Zum Testen hatte ich ebenfalls einen WordPress.com-Blog, der mir aber auch zu wenig hergab, allein schon von den Design-Varianten her.
 
Schau dir am besten einmal WordPress.com unverbindlich an und mach dir ein eigenes Bild, ob du lieber deinen Blog via WordPress.org selbst hosten möchtest. Weitere Informationen findest du auch im Beitrag WordPress.com oder WordPress.org – Was ist der Unterschied?
 
Die folgenden Beschreibungen beziehen sich auf einen Blog auf WordPress.org.
 
 

Schritt 1: Wähle einen Domainnamen

Einen Namen für deinen Blog zu finden ist vielleicht der schwierigste Schritt. Immerhin muss der Name zu dir und deinem Business passen, wenn du einen Business Blog planst. Du musst dich wirklich damit wohlfühlen. Und: Der Name bleibt dir erhalten, außer du legst deinen Blog still. Wähle also weise.
 
Soll dein Eigennameim Blog enthalten sein? Möchtest du lieber einen Phantasienamenwählen? Das kommt drauf an, was du vorhast. Bedenke aber auch, dass der Domainname eine große Relevanz für die Suchmaschinenoptimierung hat. Wenn du also zu einem bestimmten Keyword gefunden werden willst, wäre es nicht schlecht, wenn der Begriff in der URL auftaucht. Der Name sollte auch kurz, prägnant und leicht zu merken sein.
 
Dazu werde ich aber vielleicht einmal einen eigenen Beitrag schreiben, denn das würde hier den Rahmen sprengen.
 
Was du auch auf jeden Fall überlegen solltest, ist die Länderkennungin der URL: soll dein Blog auf .com, .at oder .de enden oder möchtest du eine kreative Endung wie .blog? Das hängt davon ab, wen du erreichen möchtest, wer deine Zielgruppe ist. Für meinen Blog prspionin.at hab ich eine .at-Endung gewählt, weil ich damit vorwiegend österreichische Leser erreichen wollte. Übrigens: Domains mit .at-kennung sind geringfügig teurer als .com-Endungen, .de-Endungen sind um einiges günstiger! Im Schnitt kostet eine Domain zwischen 0,50 und 1,50 Euro im Monat.
 
Checke auf jeden Fall, ob deine Wunschdomain noch frei ist. Dafür gibt es etliche Anbieter, am besten du gibst bei Google “Domain Check” oder “Domain Abfrage” ein und bekommst dann deine Resultate. Oder du suchst gleich bei deinem Webhosting-Anbieter nach deiner Wunschdomain, wo du sie dann auch gleich bestellen kannst, womit wir auch schon zu Schritt 2 kommen.
 
 

Schritt 2: Wähle einen Host

Webhosting-Anbieter stellen dir Webspace gegen Entgelt zur Verfügung. Am besten googelst du Anbieter unter “Webhosting” und suchst dir einen aus, der deinen Anforderungen entspricht. Schau dir an, ob es günstige Einstiegspakete gibt, wieviel Webspace inkludiert ist und welche Bewertung das Service deines Wunschanbieters hat. Für einen Blog reicht meist schon ein kleineres Paket, nur wenn du auch einen Webshop oder viel Platz brauchst, solltest du dir größere Business-Pakete anschauen.
 
Webhosting kann schon bei rund einem Euro im Monat starten, aber schau dir auch an, ob zusätzliche Set-Up-Kosten anfallen oder ob die Kosten nach dem ersten Jahr steigen.
 
Ich will hier keine Werbung für meinen Anbieter machen, aber schreib mich ruhig an, wenn du eine Empfehlung haben möchtest.
 
 

Schritt 3: Installiere WordPress

Natürlich kannst du das Installieren von WordPress auch studieren, musst du aber nicht: Viele Hosting-Anbieter bieten eine einfache WordPress-Installation mit nur einem Klick an – am besten du wählst so einen Anbieter aus. Einfacher geht es nicht mehr!
 
Wenn du WordPress installiert hast, solltest du dir ein paar Pluginsinstallieren, die deinem Blog erweiterte Funktionen geben, etwa zur Sicherheit, Ladezeit oder Suchmaschinenoptimierung. Das ist der Vorteil und Nachteil von WordPress.org: Die Auswahl an Plugins ist immens und es gibt ständig Neuerungen oder ganz neue Plugins am Markt. Plugins sind meist kostenlos, zumindest in ihrer Basis-Version. Überlege dir gut, welche Plugins du wirklich brauchst, denn jedes Plugin wirkt sich mehr oder weniger auf die Ladezeit aus.
 
Welche Plugins du brauchst, hängt auch von deinem gewählten Theme, dem Erscheinungsbild deines Blogs ab. Manche Themen enthalten schon sehr viele Funktionen, bei anderen muss man sich jede Kleinigkeit als Plugin dazuholen.
 
Wenn du Tipps rund um WordPress suchst und wissen willst, welche Plugins du brauchst, leg ich dir den Blog von Daniela Retzl aka Miss Webdesignans Herz.
 
 

Schritt 4: Suche ein Theme aus

Jetzt hab ich dich fast schon zu weit geführt: Besser ist es, sich ein Theme zu installieren, bevor du dir die Plugins installierst, denn womöglich enthält dein Theme bereits viele der benötigten Funktionen.
 
Aber was ist überhaupt ein Theme? Ein Theme ist quasi die Designvorlage deines Blogs, die sein Aussehen bestimmt. Es gibt unzählige Themen, kostenlose und kostenpflichtige. Im Schnitt kostet ein Theme um die 60 Euro, kann aber auch schon mal das Doppelte davon kosten. Manche Themen findest du auch in einer kostenlosen Light-Version (Lite), und du kannst es bei Gefallen später immer noch upgraden.
 
Wo suchst du nun nach einem Theme: Die bekanntesten Shops für Themes sind themeforest.netund creativemarket.com. Aber pass auf: Die Auswahl ist schier unendlich. Ich könnte Stunden damit zubringen, nach Themes zu forschen. Du kannst übrigens Themes auch auf deine persönlichen Bedürfnisse abändern oder du lässt dir dabei von einem Webdesigner helfen.
 
Nach welchen Kriterien solltest du nun dein Theme auswählen? Das hängt davon ab, was dir selbst gefällt (etwa bei anderen Blogs), welche Funktionen du gerne hättest usw. 
 
Dein ausgewähltes Theme ladest du dir dann – nach dem Kauf – als ZIP-Datei herunter und im WordPress-Backend installierst du dir dein Theme dann unter “Design – Themes – Installieren”. Wenn du mit deinem gewählten Theme nicht glücklich bist, probiere einfach ein anderes aus. Im WordPress-Backend findest du übrigens auch einige kostenlose Themes, die du jederzeit verwenden kannst.
 
 

Schritt 5: Schreibe deine ersten Beiträge 

Nun kannst du schon damit beginnen, deine ersten Beiträge zu verfassen. Vergiss auch nicht, dir einige Seiten einzurichten. Du brauchst auf jeden Fall eine “Über mich”-Seite, eine Kontakt-Seite und ein Impressum. Weitere Seiten kannst du nach deinen persönlichen Bedarf einrichten.
 
Zum Glück ist WordPress so einfach aufgebaut, dass es in der Bedienung fast schon selbsterklärend ist. Klick dich ruhig durch und probier alles aus.
 
Wenn du deine ersten Beiträge verfasst hast, kannst du dich daran machen deinen Blog aufzuwerten, etwa mit einem Newsletter, einem Feedburner, neuen Schriftarten oder einem Instagram-Feed im Footer. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie du deinen WordPress-Blog gestalten kannst. Der Blick auf andere Blogs wird dir viel Inspiration liefern!
 
 
Das wars im Prinzip schon. Du siehst: Technisch gesehen ist es gar nicht so schwierig, einen WordPress-Blog aufzusetzen. 
 
 
Viel Spaß beim Bloggen!
 
 
 
 
 
 
 
Foto: Kaboompics.com 
 
    
 
 

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